Das Cortado-Rezept
für deinen Tisch
Mahle acht Gramm Bohnen fein, verteile das Mahlgut gleichmäßig im Siebträger und drücke es gerade an. Extrahiere in fünfundzwanzig bis dreißig Sekunden etwa fünfundzwanzig Milliliter Espresso direkt in das vorgewärmte Glas.
Erhitze währenddessen etwas Vollmilch auf etwa fünfundsechzig Grad. Halte das Dampfrohr knapp unter die Oberfläche und höre auf, sobald die Kanne zu heiß zum Festhalten wird; du möchtest warme Milch mit höchstens einer dünnen Schicht feiner Bläschen, keinen festen Schaum.
Gieße ebenso viel Milch wie Kaffee ins Glas, also etwa fünfundzwanzig Milliliter, langsam an der Innenwand entlang. Die Milch sinkt unter der Crema hindurch, und du siehst, wie sich die Farbe des Kaffees von dunkel zu hellbraun verändert; darauf geht der Name zurück.
Serviere den Cortado sofort und lege den Zuckerwürfel daneben statt hinein, damit jeder, der möchte, zuerst probieren kann, wie er ohne Zucker schmeckt. In fünf Zentilitern kühlt Kaffee schnell ab, langes Warten lohnt sich also nicht.
Wie hat dir dieses Rezept gefallen?
Ein Klick auf einen Stern genügt. Wenn du noch etwas hinzufügen möchtest, lesen wir es zuerst, bevor es hier veröffentlicht wird.
Dieses Rezept speichern
Sende das Rezept für den Cortado an deine eigene E-Mail-Adresse, dann hast du es zur Hand, wenn du ihn zubereitest. Dazu erhältst du einen Rabattcode über 5 € ab einem Einkaufswert von 50 € für die passenden Gläser.
Die Geschichte
Cortado kommt vom spanischen Verb cortar, schneiden. Die Milch schneidet den Kaffee: Sie nimmt ihm die Schärfe, ohne daraus ein Milchgetränk zu machen. Das ist zugleich der Unterschied zu einem Cappuccino, in den viel mehr Milch kommt und bei dem der Schaum die Hauptrolle spielt. In spanischen Bars bestellst du einen Cortado an der Bar und trinkst ihn in wenigen Schlucken; dort wird er fast immer in einem kleinen Glas statt in einer Tasse serviert. Manchmal steckt dieses Glas in einer Metallhalterung, ganz einfach, weil es zu heiß zum Anfassen wird. Diese Gewohnheit ist mit den Kaffeebars außerhalb Spaniens mitgereist.
Das richtige Glas
Ein Cortado kommt in ein kleines Glas mit etwa zehn Zentilitern Fassungsvermögen. Größer ergibt keinen Sinn: Fünf Zentiliter Getränk liegen in einer großen Tasse als dünne Schicht auf dem Boden und werden innerhalb einer Minute lauwarm. Glas hat hier gegenüber Porzellan einen zusätzlichen Vorteil, denn du siehst, wie die Milch durch die Crema sinkt und ob das Verhältnis stimmt. Ein doppelwandiges Glas hält die kleine Menge am längsten auf Temperatur und bleibt außen handwarm; du findest es bei den doppelwandigen Kaffeegläsern.
Luigi Bormioli Thermic Glass Espressoglas 10,5 cl Espressino (2 Stück)
La Rochère Zinc Espresso-Glas 10 cl (6 Stück)
Beide Sets zusammen € 47,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Cortado brauchst du neben dem Glas nicht viel: einen Jigger, um Espresso und Milch mit demselben Maß abzumessen, und eine Reibe, falls du doch etwas Zartbitterschokolade darüberreiben möchtest. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 2 Bar-Tools zusammen € 42,85.
Welcher Schuss kommt in einen Cortado?
Ein Cortado ist Kaffee mit Milch und sonst nichts. Wenn du trotzdem etwas hinzufügen möchtest, rührst du einen Schuss Likör in die Milch und machst daraus ein kleines Dessert. Süße, cremige Flaschen eignen sich hier besser als trockene Spirituosen, denn die Milch mildert den Alkohol ohnehin schon ab. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Mit Kondensmilch statt warmer Milch heißt derselbe Kaffee in Spanien Bombón. In amerikanischen Kaffeebars findest du ihn unter dem Namen Gibraltar, benannt nach dem Glas, in dem er dort serviert wird. Hafermilch funktioniert ebenfalls, sofern du eine Barista-Variante verwendest, die in heißem Kaffee nicht ausflockt. Und wer die Milch trotzdem aufschäumt, ist schon halb auf dem Weg zu einem Cappuccino. Noch mehr Inspiration? Blättere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Wärme das Glas mit heißem Wasser vor und gieße es weg, bevor du den Cortado zubereitest, denn fünf Zentiliter kühlen sonst innerhalb einer Minute ab. Stelle den Zuckerwürfel daneben, statt ihn hineinzulegen. Trinke ihn innerhalb weniger Minuten: Sobald die Milch abkühlt, verschwindet die Süße, die ihr das Erhitzen verleiht.
Gut zu wissen
Was Cortado bedeutet
Cortado ist das Partizip Perfekt des spanischen Verbs cortar, schneiden. Die warme Milch schneidet den Espresso: Sie nimmt ihm die Schärfe, ohne den Kaffee zu einem Milchgetränk zu verdünnen. Das Wort bezieht sich also darauf, was die Milch mit dem Kaffee macht, nicht auf die Zubereitungsart.
Der Unterschied zu einem Macchiato
Ein Macchiato ist Espresso mit nur einem Klecks Milch oder Milchschaum, etwa einem Löffel voll, und sonst nichts. Ein Cortado enthält gleich viel Milch wie Kaffee. Dadurch bleibt ein Macchiato kleiner und deutlich kräftiger; ein Cortado ist milder und enthält ungefähr doppelt so viel Getränk.
Der Unterschied zu einem Flat White
Ein Flat White ist größer: Rechne mit fünfzehn bis sechzehn Zentilitern, einem doppelten Espresso und einer ordentlichen Menge aufgeschäumter Milch mit einer dünnen Schicht Mikroschaum darüber. Ein Cortado bleibt bei etwa fünf Zentilitern und hat kaum Schaum. Derselbe Gedanke, ein ganz anderes Format.
Warum kaum Schaum darauf gehört
Man erwärmt die Milch, schäumt sie aber nicht auf. Schaum vergrößert das Volumen, ohne dass mehr Milch hineinkommt, und in einem Glas mit fünf Zentilitern geht das direkt auf Kosten des Kaffees. Deshalb hält man die Dampfdüse knapp unter die Oberfläche, sodass zwar Wärme, aber kaum Luft in die Milch gelangt.
Milch auf die richtige Temperatur bringen
Zwischen sechzig und fünfundsechzig Grad schmeckt Milch am süßesten. Geht man deutlich darüber hinaus, bekommt sie einen gekochten Geschmack, und gerade diese Süße verschwindet. Ein Thermometer hilft, aber eine Kanne, die zu heiß zum Anfassen wird, ist in der Praxis ein guter Richtwert.
Warum ein Glas und keine Tasse
In Spanien ist das Glas Standard, und das ist nicht nur Tradition: Man erkennt das Verhältnis von Kaffee und Milch sofort. Nimmt man ein doppelwandiges Glas, hält die Luftschicht den Kaffee warm, während die Außenseite handwarm bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Cortado?
Ein Espresso mit ungefähr gleich viel warmer Milch, zusammen etwa fünf Zentiliter, serviert in einem kleinen Glas. Die Milch wird zwar erwärmt, aber kaum aufgeschäumt, sodass keine Schaumhaube wie bei einem Cappuccino entsteht.
Was ist der Unterschied zwischen einem Cortado und einem Macchiato?
Die Milchmenge. Bei einem Macchiato kommt nur ein kleiner Klecks Milch oder Milchschaum auf den Espresso, bei einem Cortado genauso viel Milch wie Kaffee. Ein Macchiato schmeckt dadurch kräftiger und ist kleiner.
Ist ein Cortado dasselbe wie ein Flat White?
Nein. Ein Flat White ist größer, etwa fünfzehn bis sechzehn Zentiliter, mit einem doppelten Espresso und deutlich mehr aufgeschäumter Milch mit Mikroschaum. Ein Cortado bleibt bei etwa fünf Zentilitern und hat fast keinen Schaum.
Welches Glas verwendet man für einen Cortado?
Ein kleines Glas mit etwa zehn Zentilitern Fassungsvermögen. Darin befinden sich fünf Zentiliter Kaffee mit Milch in angenehmer Höhe, sodass er nicht sofort abkühlt. Ein doppelwandiges Glas hält ihn am längsten warm und lässt sich außen gut anfassen.
Auch lecker
Alles für deine Bar,
an eine Adresse
Gläser in Gastronomiequalität, als Set geliefert. Heute bestellt, schnell bei dir.
Shop die Gläser →
















