Der Whiskey Sour beweist seit dem neunzehnten Jahrhundert, dass Whiskey und Zitrone füreinander geschaffen sind. Süße, Säure und die Wärme von Bourbon vereinen sich in einem Cocktail, der für Anfänger zugänglich ist und für Kenner dennoch interessant bleibt. Mit einer Schicht seidig-glattem Eiweißschaum wird er vollends unwiderstehlich.

Basis: Whiskey5 ZutatenGlas: Tumbler / Whiskyglas
Whiskey-Sour-Cocktail im Tumbler / Whiskyglas
WHISKEY SOUR ✶ WHISKEY ✶ TUMBLER / WHISKYGLAS ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Whiskey-Sour-Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
4,5 clBourbon
3 clfrischer Zitronensaft
1,5 clZuckersirup
Optional: 1Eiweiß (oder 2 cl Aquafaba)
Angostura Bittersfür die Garnitur
Whiskey Sour zubereiten: Schritt für Schritt
1

Alle Zutaten in einen Shaker geben und zunächst 10 Sekunden ohne Eis (Dry Shake) shaken, damit ein schöner Schaum entsteht.

2

Eis hinzufügen und weitere 15 Sekunden kräftig shaken.

3

Doppelt in einen Tumbler mit einem großen Eiswürfel abseihen.

4

Dekoriere den Schaum mit ein paar Tropfen Angostura und zeichne mit einem Stäbchen ein Muster hinein.

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Die Geschichte

Der Sour ist eine der ältesten Cocktailfamilien überhaupt: Spirituose, Zitrusfrucht und Zucker, mehr braucht es nicht. Seeleute tranken bereits im achtzehnten Jahrhundert Rum mit Zitronensaft gegen Skorbut, und als die Formel an Land kam, entstanden Varianten mit jeder erdenklichen Spirituose. Der Whiskey Sour tauchte erstmals in Jerry Thomas' berühmtem Bartender-Handbuch von 1862 auf und ist seitdem von keiner Karte mehr verschwunden. Die Version mit Eiweiß, einst „Boston Sour“ genannt, ist heute der Standard in besseren Bars.

Das richtige Glas

Einen Whiskey Sour servierst du „on the rocks“ in einem niedrigen Whiskyglas oder Tumbler. Wähle ein Modell mit 30 bis 37 cl und ausreichend Breite: So bleibt Platz für einen großen Eiswürfel und eine üppige Schaumkrone. Ein kristallklares Glas bringt den Kontrast zwischen dem goldgelben Cocktail und dem weißen Schaum wunderschön zur Geltung. Möchtest du ihn lieber „straight up“? Dann ist eine Coupette eine stilvolle Alternative. Wenn du ihn lieber straight up ohne Eis servierst, passen dazu unsere Champagner-Coupette-Gläser.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Whiskey Sour brauchst du neben dem Glas einen Boston-Shaker, einen Jigger zum präzisen Abmessen, ein Cocktail-Sieb, ein feines Sieb zum doppelten Abseihen und eine Bittersflasche. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Womit macht man einen Whiskey Sour?

Für einen Whiskey Sour brauchst du Whisky. Bekannte Flaschen sind Johnnie Walker und Drambuie. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du benötigst.

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Varianten & Twists

Ein New York Sour bekommt einen Float aus Rotwein über dem Schaum. Spektakulärer Farbeffekt, überraschend lecker. Ersetze den Zuckersirup durch Honig, und du erhältst einen Gold Rush. Ohne Eiweiß ist er straffer und frischer; mit Eiweiß weicher und cremiger. Beide Schulen haben recht. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Ersetze den Zuckersirup einmal durch Ahornsirup, und du erhältst eine herbstliche Variante, die fantastisch ankommt. Aquafaba (Kichererbsenflüssigkeit) erzeugt denselben Schaum wie Eiweiß, ist aber vollständig pflanzlich.

Gut zu wissen

Das Verhältnis 3:2:1 und wie stark er ist

Die Sour-Formel lautet 3:2:1, hier 4,5 cl Bourbon, 3 cl frischer Zitronensaft und 1,5 cl Zuckersirup. Dieses Verhältnis ist ein Ausgangspunkt, kein Gesetz: Bei einem süßen Bourbon funktioniert 4,5 zu 3 zu 1 besser, bei einem kräftigen Rye eher 4,5 zu 2,5 zu 1,5. Nach zweimaligem Schütteln befinden sich etwa 12 cl im Glas mit 1,8 cl reinem Alkohol, also rund 15 Prozent. Miss den Zitronensaft immer ab, nachdem du ihn ausgepresst hast, denn die eine Zitrone ergibt 3 cl und die andere gut 5.

Der Dry Shake: So bekommst du die Schaumschicht

Der Schaum entsteht, weil sich die Proteine um Luftbläschen legen, und das gelingt nur ohne Eis. Schüttle daher zuerst alle Zutaten zehn Sekunden lang ohne Eis; die Flüssigkeit wird dabei hellweiß und merklich dicker. Gib erst danach Eis hinzu und schüttle weitere fünfzehn Sekunden, um zu kühlen und zu verdünnen. Doppelt abseihen, damit keine Eissplitter in die Schaumschicht gelangen. Lass den Cocktail nach dem Einschenken eine halbe Minute stehen, bevor du Angostura darauf träufelst, dann bleibt das Muster schön erhalten.

Ohne Ei: Aquafaba als Ersatz

Die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen, Aquafaba, wirkt fast genauso wie Eiweiß. Verwende 2 cl pro Cocktail, etwa zwei Esslöffel, und schüttle genau wie oben: zuerst zehn Sekunden ohne Eis, danach fünfzehn Sekunden mit Eis. Die Schaumschicht wird etwas luftiger und hält fast genauso lange, und man schmeckt nichts davon heraus. Eine 400-Gramm-Dose ergibt etwa 12 cl Flüssigkeit, genug für sechs Cocktails; im Kühlschrank hält sie sich drei Tage und lässt sich problemlos in einer Eiswürfelform einfrieren.

Whiskey Sour oder Amaretto Sour

Beide folgen derselben Vorlage, aber die Basis verschiebt das Gleichgewicht. Der Whiskey Sour basiert auf 4,5 cl Bourbon mit 1,5 cl Sirup; beim Amaretto Sour werden 4,5 cl Mandel-Likör verwendet, der selbst bereits deutlich süß ist, weshalb er kaum Sirup benötigt und oft mit 1,5 cl Bourbon als Gegengewicht ergänzt wird. Suchst du einen Cocktail mit trockenem, warmem Abgang, ist die Whiskey-Version die richtige Wahl; möchtest du etwas Süßeres mit Marzipannote, entscheide dich für Amaretto. Die Schaumtechnik und das Glas sind bei beiden identisch.

Häufig gestellte Fragen

Was ist in einem Whiskey Sour enthalten?

Ein Whiskey Sour besteht aus 4,5 cl Bourbon, 3 cl frischem Zitronensaft und 1,5 cl Zuckersirup, optional mit Eiweiß für den Schaum. Du shakest zuerst zehn Sekunden ohne Eis, danach fünfzehn Sekunden mit Eis und garnierst den Schaum mit ein paar Tropfen Angostura Bitters.

Welcher Whiskey eignet sich am besten für einen Whiskey Sour?

Ein kräftiger Bourbon sorgt für süße Vanille- und Karamellnoten, Rye macht ihn trockener und würziger. Eine teurere Flasche ist nicht nötig: Ein guter Mittelklasse-Bourbon eignet sich am besten zum Mixen, weil Zitrone und Zucker die feinsten Nuancen ohnehin überdecken. Wähle jedoch einen mit mindestens vierzig Prozent Alkohol.

Gibt es ein Rezept für einen Whiskey Sour ohne Ei?

Ja, und das ist die historische Version: Lass das Eiweiß einfach weg und shake den Bourbon, den Zitronensaft und den Sirup fünfzehn Sekunden lang mit Eis. Er wird klarer und frischer, ohne Schaumkrone. Möchtest du trotzdem Schaum, aber kein Ei, verwende 2 cl Aquafaba, denn Kichererbsenwasser erzielt denselben Effekt.

Was ist in einem Sour-Cocktail enthalten?

Jeder Sour folgt derselben Vorlage: Spirituose, frische Zitrusfrüchte und Zucker, oft im Verhältnis 3:2:1. Ersetze den Bourbon durch Amaretto, Pisco oder Gin, und du erhältst einen anderen Klassiker. Serviere ihn auf Eis in einem niedrigen Tumbler mit 30 bis 37 cl Fassungsvermögen, siehe unsere Whiskeygläser.

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