Das Apfelsaft-Rezept
für deinen Tisch
Wasche die Äpfel, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in Spalten. Mische eine säuerliche und eine süße Sorte, zum Beispiel Elstar mit Jonagold: Nur süße Äpfel ergeben einen faden Saft, nur säuerliche einen scharfen Saft, zusammen entsteht ein spannendes Aroma.
Presse die Apfelspalten aus. Ein Slow Juicer arbeitet langsam und presst den Saft heraus, wodurch weniger Luft hineingelangt und der Saft seine Farbe länger behält. Ein gewöhnlicher Entsafter raspelt und schleudert mit hoher Geschwindigkeit und arbeitet schneller, schlägt aber mehr Luft in den Saft.
Rühre sofort einen Teelöffel Zitronensaft in den Saft. Apfelsaft wird braun, weil das Fruchtfleisch mit Luft in Kontakt kommt, und die Säure der Zitrone bremst das sichtbar ab. Je schneller du den Saft trinkst, desto weniger bemerkst du davon.
Wähle klar oder trüb. Gieße den Saft für ein klares, durchsichtiges Glas durch ein feines Sieb oder ein Tuch oder lasse ihn für trüben Saft mit Fruchtfleisch so, wie er ist. Serviere ihn kalt auf Eis oder erwärme den Saft mit einer Zimtstange bis knapp unter den Siedepunkt.
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Die Geschichte
Der Unterschied zwischen klarem und trübem Apfelsaft liegt in einem einzigen Schritt: dem Filtern. Bei klarem Saft werden die feinen Partikel entfernt, sodass ein durchsichtiger, hellgelber Saft zurückbleibt, der ruhig im Glas steht. Bei trübem Saft bleiben diese Partikel erhalten, wodurch der Saft dickflüssiger wirkt, sich am Boden absetzt und mehr vom Apfel selbst bewahrt: Der Geschmack kommt nämlich teilweise genau von diesen Partikeln. Im Laden sind die meisten Packungen klar; auf dem Markt und beim Obstbauern gibt es häufiger trüben Saft. Selbst gepresster Saft ist standardmäßig trüb, und durch Sieben wird er klar.
Das richtige Glas
Trüben Apfelsaft möchtest du sehen, also schenke ihn in ein klares Glas und nicht in Steingut ein. Ein Tumbler mit 25 cl ist die Größe, in die eine Portion aus vier Äpfeln genau passt, und gehärtetes Glas hält Eiswürfeln stand, die direkt aus dem Gefrierschrank kommen. Für die warme Variante mit Zimt ist ein Glas mit Henkel angenehmer, denn dann musst du das Glas nicht an der heißen Wand anfassen. Diese findest du bei den Kaffeegläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für Apfelsaft verwendest du neben dem Glas einen langen Barlöffel, um Zitronensaft und Zimt umzurühren, sowie eine Reibe für etwas Zimt oder Muskatnuss über dem Glas. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Welcher Schuss passt dazu?
Apfelsaft selbst ist alkoholfrei. Warm mit einer Zimtstange kommt oft ein Schuss Rum oder Bourbon dazu, und wer es niederländisch hält, wählt Jenever oder Beerenburg. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Presse ein Stück frischen Ingwer oder eine halbe Karotte mit, dann wird der Saft kräftiger und dunkler. Mit einem Schuss Zitronensaft bleibt er heller und weniger süß. Für den Winter erwärmst du den Saft mit einer Zimtstange, ein paar Nelken und einer Orangenscheibe bis knapp unter den Siedepunkt und nicht weiter, denn Kochen macht den Geschmack flach. Etwas geriebener Zimt über dem Glas bewirkt ebenfalls viel. Noch mehr Inspiration? Stöbere in mehr als 100 Cocktailrezepten.
Serviertipp
Kalt gießt du ihn über Eis in einen Tumbler und garnierst ihn mit einer Apfelscheibe am Rand, die du vorher kurz in Zitronensaft tauchst, damit sie sich nicht braun verfärbt. Warm gießt du ihn in ein Glas mit Henkel und lässt die Zimtstange im Glas, damit das Aroma beim Trinken weiter durchzieht. Vorher immer umrühren: Trüber Saft setzt sich am Boden ab.
Gut zu wissen
Was ist der Unterschied zwischen klarem und trübem Apfelsaft?
Klarer Apfelsaft ist gefiltert: Die feinen Partikel wurden entfernt, sodass ein durchscheinender, hellgelber Saft übrig bleibt. Trüber Apfelsaft ist ungefiltert und enthält diese Partikel noch, wodurch er dicker wirkt, sich am Boden absetzt und mehr vom Apfel selbst bewahrt. Selbst gepresster Saft ist trüb; klar wird er, wenn du ihn durch ein feines Sieb oder ein Tuch gießt.
Welche Äpfel verwendest du?
Eine säuerliche und eine süße Sorte mischen. Elstar, Granny Smith oder Goudreinette sorgen für Säure und Frische, Jonagold oder Gala für Süße und Fülle. Nur süße Äpfel ergeben einen faden Saft, nur säuerliche einen scharfen. Zwei von jeder Sorte bei vier Äpfeln funktionieren gut als Ausgangspunkt.
Slow Juicer oder Saftzentrifuge?
Ein Slow Juicer arbeitet langsam und presst den Saft heraus, sodass wenig Luft hineingelangt und die Farbe länger erhalten bleibt. Eine Saftzentrifuge raspelt und schleudert mit hoher Geschwindigkeit: Das geht schneller und ist leichter zu reinigen, aber es gelangt mehr Luft in den Saft, wodurch er sich früher braun verfärbt.
Warum wird Apfelsaft braun?
Durch Oxidation. Sobald das Fruchtfleisch mit Luft in Kontakt kommt, verändert sich die Farbe von Hellgelb zu Braun. Das ist eine Farbveränderung und kein Verderben. Ein Schuss Zitronensaft verlangsamt dies deutlich, und ein volles Glas oder eine verschlossene Kanne hilft ebenfalls, da dann weniger Luft hinzukommt.
Wie macht man warmen Apfelsaft mit Zimt?
Erhitze den Saft in einem Topf mit einer Zimtstange, ein paar Nelken und einer Orangenscheibe bis knapp unter den Siedepunkt und halte ihn dort fünf bis zehn Minuten. Lass ihn nicht kochen: Dann verschwindet der frische Geschmack und es bleibt ein flacher, süßer Saft übrig. Gieße ihn in ein Glas mit Henkel.
Was ist der Unterschied zu Apfelcider?
Apfelsaft ist der gepresste Saft selbst. Apfelcider ist vergorener Apfelsaft, wodurch der Zucker in Alkohol umgewandelt wird und das Getränk trockener und kohlensäurehaltig wird. In den Niederlanden steht Cider daher auf der Getränkekarte und Apfelsaft auf der Frühstückskarte. In den Vereinigten Staaten wird mit Apple Cider verwirrenderweise oft einfach ungefilterter Apfelsaft gemeint. Mehr dazu steht auf der Seite über Cider.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen klarem und trübem Apfelsaft?
Klarer Apfelsaft ist gefiltert und durchsichtig, trüber Apfelsaft ist ungefiltert und enthält die feinen Bestandteile des Apfels. Trüber Saft bewahrt dadurch mehr vom Apfel selbst und setzt sich am Boden des Glases ab.
Welche Äpfel verwendet man für selbst gemachten Apfelsaft?
Eine saure und eine süße Sorte gemischt, zum Beispiel Elstar oder Granny Smith zusammen mit Jonagold. Nur süße Äpfel schmecken fad, nur saure werden zu herb.
Warum wird selbst gepresster Apfelsaft braun?
Durch Oxidation: Das Fruchtfleisch kommt mit Luft in Kontakt und verfärbt sich von Hellgelb zu Braun. Ein Teelöffel Zitronensaft bremst das ab, und schnelles Trinken hilft am meisten.
Ist Apfelcider dasselbe wie Apfelsaft?
Nein. Apfelcider ist vergorener Apfelsaft, bei dem der Zucker in Alkohol umgewandelt wurde. Apfelsaft ist der gepresste Saft selbst und enthält keinen Alkohol.
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