Warmer Apfelgrog
der Wintercocktail aus einem Topf
Den Apfelsaft mit der Zimtstange, den Nelken und dem Sternanis bei niedriger Hitze erwärmen, bis Dampf aufsteigt. Fünf Minuten ziehen lassen, ohne ihn aufzukochen, sonst werden die Nelken scharf.
Ein hitzebeständiges Irish-Coffee-Glas mit heißem Wasser ausspülen, damit das Getränk nicht sofort abkühlt.
Den Rum, den Zitronensaft und den Honig in das warme Glas geben.
Den warmen Apfelsaft ohne die Gewürze dazugießen und rühren, bis sich der Honig aufgelöst hat.
Mit einer dünnen Apfelscheibe garnieren und die Zimtstange aus dem Topf ins Glas geben.
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Was einen Cocktail winterlich macht
Im Sommer muss ein Cocktail abkühlen, im Winter soll er wärmen. Das erreichst du auf zwei Arten. Die erste ist wörtlich gemeint: ein warmes Getränk wie Glühwein oder der Apfelgrog oben. Lass Wein oder Saft niemals kochen. Alkohol kocht bereits bei 78 Grad und verschwindet dann zusammen mit dem Duft der Gewürze. Erwärme alles, bis Dampf aufsteigt, auf etwa 70 Grad, und gib die Spirituose erst im Glas dazu. Die zweite Möglichkeit liegt im Geschmack. Gereifte Getränke wie Bourbon, Cognac und dunkler Rum nehmen Vanille und Karamell aus dem Fass auf, und du schmeckst sie als Wärme, auch in einem kalten Cocktail. Gewürze bewirken dasselbe: Zimt, Nelken, Sternanis, Ingwer und Muskatnuss. Sahne und Ei verleihen Körper, wie beim Brandy Alexander. Etwas weniger Zitrus und etwas mehr Süße machen ihn perfekt. Einen Wintercocktail trinkt man langsam, also schenke ihn lieber klein und gut ein als groß.
Das richtige Glas
Ein warmer Cocktail verlangt nach hitzebeständigem Glas. Ein Irish-Coffee-Glas mit 24 bis 28 cl hat eine dicke Wand, einen Fuß und oft einen Henkel, sodass du es halten kannst, ohne dir die Finger zu verbrennen. Spüle es zuerst mit heißem Wasser aus: Ein kaltes Glas entzieht deinem Getränk sofort Wärme. Für kalte Wintercocktails wie einen Rusty Nail nimmst du ein schweres Old-Fashioned-Glas. Alle warmen Modelle findest du bei den Irish-Coffee-Gläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für diese Wintercocktails verwendest du neben dem Glas einen Barlöffel zum Umrühren, einen Jigger zum genauen Abmessen, eine Zitruspresse und eine Muskatreibe. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Womit machst du diese Wintercocktails?
Für diese Wintercocktails brauchst du Rum, Whisky und Cognac. Bekannte Flaschen sind Captain Morgan Black Spiced und The Kraken. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Sieben Cocktails für den Winter
Gut zu wissen
Warme Cocktails für eine Gruppe in einem Topf
Heiße Getränke lassen sich am einfachsten im Voraus zubereiten, weil weder Eis noch ein Shaker nötig sind. Erwärme für acht Gläser einen Liter naturtrüben Apfelsaft mit vier Zimtstangen, acht Nelken und drei Sternanis. Die Gewürze musst du nicht vollständig hochrechnen, sonst dominieren sie. Lass den Topf auf niedrigster Stufe stehen oder fülle alles in eine vorgewärmte Thermoskanne, dann bleibt es mehr als eine Stunde warm. Stelle den Rum mit einem Jigger daneben, damit jeder selbst 4 cl ins Glas schenkt. So lässt sich aus demselben Topf auch eine alkoholfreie Version servieren.
Welches Getränk passt in Wintercocktails?
Wähle Getränke, die im Holzfass gelagert wurden. Dunkler und gewürzter Rum bringen Karamell- und Vanillenoten mit und passen zu allem mit Apfel oder Orange. Whisky passt zu Honig und Zitrone, wie beim Hot Toddy; irischer Whiskey ist milder als rauchiger schottischer Whisky. Cognac und Vieux passen zu Sahne, Ei und Rosinen, wie bei den Boerenjongens. Für eine süße, würzige Note sind Liköre wie Drambuie, Amaretto und Licor 43 praktisch: Ein Schuss im heißen Kaffee oder in warmer Milch ergibt bereits einen Wintercocktail. Klare Spirituosen wie Wodka tragen wenig zu Gewürzen bei.
Wintercocktails ohne Alkohol
Ohne Rum ist der Apfelgrog ein warmer Apfelpunsch und eignet sich daher gut für eine gemischte Runde. Ersetze die 4 cl Rum durch 4 cl starken schwarzen Tee oder Rooibos, dann bleibt der trockene Unterton erhalten, den sonst der Alkohol beisteuert. Ein zusätzliches halbes Zentiliter Zitronensaft verhindert, dass das Getränk zu süß wird. Heiße Schokolade mit einer Prise Zimt und einem Streifen Orangenschale oder heißer Ingwertee mit Honig sind zwei weitere Optionen, für die du kein Rezept brauchst. Weitere Ideen ohne Alkohol findest du bei den Mocktails.
Heiße Getränke sicher in Gläsern servieren
Nicht jedes Glas hält heiße Getränke aus. Dünnes Glas kann springen, wenn man Flüssigkeit mit 70 Grad hineingießt, besonders wenn es aus einem kalten Schrank kommt. Wähle hitzebeständiges Glas, etwa ein Irish-Coffee-Glas oder ein doppelwandiges Teeglas, und spüle es zuerst mit heißem Leitungswasser aus. Stelle beim Einschenken einen Metalllöffel in das Glas; er nimmt einen Teil der Wärme auf. Schenke niemals kochend heiß ein, etwa 70 Grad sind zum Trinken und Riechen warm genug. Ein Glas mit Henkel oder Fuß ist angenehm, weil die heiße Wand dann nicht an deinen Fingern liegt.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die bekanntesten Wintercocktails?
Der Hot Toddy, Irish Coffee, Glühwein, Eggnog und in den Niederlanden der Bisschopswijn. Sie sind heiß oder cremig und basieren auf Whisky, Rum, Cognac oder Rotwein mit Gewürzen. Wer lieber kalt trinkt, wählt einen Rusty Nail oder einen Brandy Alexander: gereifte Spirituosen mit Süße und Gewürzen, auf Eis oder mit Sahne.
Welches Glas verwendet man für heiße Cocktails?
Ein hitzebeständiges Irish-Coffee-Glas mit 24 bis 28 cl oder ein doppelwandiges Glas, das die Wärme hält und außen kühl bleibt. Spüle es zuerst mit heißem Wasser aus, dann springt es nicht und das Getränk bleibt warm. Doppelwandige Modelle findest du bei den Teegläsern.
Wie heiß darf ein heißer Cocktail sein?
Um die 70 Grad: heiß genug zum Dampfen, kühl genug zum sofortigen Trinken. Lass Wein oder Saft niemals kochen. Alkohol kocht bereits bei 78 Grad und verflüchtigt sich dann zusammen mit dem Duft der Gewürze, und Nelken werden scharf, wenn sie zu lange erhitzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Glühwein und Bisschopswijn?
Glühwein ist die deutsche Variante mit Zimt, Nelken, Sternanis und Orangenscheiben. Bisschopswijn ist das niederländische Sinterklaas-Getränk mit einer Orange voller Nelken, etwas mehr Zucker und Muskatnuss und schmeckt runder. Beide bestehen aus Rotwein, den man sanft erwärmt; siehe Glühwein und Bisschopswijn.
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