Kein Cocktail im klassischen Sinne, aber sehr wohl das berühmteste niederländische Getränkeduo: der Kopstoot. Ein tulpenförmiges Schnapsglas, bis zum Rand mit Jenever gefüllt, daneben ein kaltes Bier. Das Ritual ist mindestens genauso wichtig wie der Inhalt und beginnt mit dem ersten Schluck ohne Hände. Da Jenever gerade ein starkes Revival erlebt, gehört der Kopstoot wieder auf jede Getränkekarte.

Basis: Jenever & Bier3 ZutatenGlas: Jeneverglas
Kopstoot-Cocktail im Jeneverglas
KOPSTOOT ✶ JENEVER & BIER ✶ JENEVERGLAS ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Kopstoot-Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
3,5 cljunger oder alter Jenever, eiskalt
1 kleinesGlas Pils (Flöte oder Becherglas)
Mehrbenötigst du nicht
Kopstoot zubereiten: Schritt für Schritt
1

Stelle den Jenever vorher in den Gefrierschrank. Er sollte sirupartig kalt sein.

2

Fülle das tulpenförmige Schnapsglas bis über den gewölbten Rand.

3

Zapfe oder schenke ein kleines, kaltes Bier dazu ein.

4

Lass den Gast den ersten Schluck Jenever ohne Hände nehmen und danach zwischen Jenever und Bier abwechseln.

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Die Geschichte

Der Kopstoot ist so alt wie die niederländische Trinkkultur selbst: Jenever, der Vorläufer von Gin, der seit dem siebzehnten Jahrhundert in Schiedam gebrannt wird, wurde traditionell in einem tulpenförmigen Glas ausgeschenkt, das bis zum gewölbten Rand gefüllt war. Da man ein so volles Glas nicht anheben kann, ohne etwas zu verschütten, beugt sich der Trinkende vor und nimmt den ersten Schluck mit den Händen auf dem Rücken. Der „Stoß“ aus Jenever, gefolgt von Bier, gab dem Duo seinen Namen. Von der braunen Kneipe bis zur modernen Cocktailbar: Der Kopstoot ist niederländisches Kulturerbe, das man einfach bestellen kann.

Das richtige Glas

Der Kopstoot steht und fällt mit dem richtigen Glas: einem tulpenförmigen Jeneverglas mit 3,5 bis 5 cl, dem klassischen „Volschenker“-Modell und einem kleinen Pilstulpen daneben. Das Tulpenglas mit seiner schmalen Taille hält den Jenever kalt und bündelt die Aromen, und das Übervollschenken gehört zum Ritual. Mit einem alt-holländischen Römer ist das Bild vollständig. Die daneben gehörende Flöte oder Vase findest du bei unseren Biergläsern.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Kopstoot verwendest du neben dem Glas einen Barlöffel zum Rühren und einen Jigger zum genauen Abmessen. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Womit machst du einen Kopstoot?

Für einen Kopstoot brauchst du Jenever. Bekannte Flaschen sind Bols und Underberg. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

Flasche Bokma Jonge Jenever 1 Liter

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Flasche Hooghoudt Vieux 1 Liter

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Flasche Bols Genever 70 cl

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Underberg 3 Fläschchen à 2 cl

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Flasche Hooghoudt junger Jenever 1 Liter

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Krug Bols Corenwyn 1 Liter

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Variationen & Twists

Jung und frisch oder alt und malzig: Die Wahl des Genevers bestimmt den Kopstoot. Mit einem Spezialbier statt Pils kreierst du moderne Kombinationen. Ein Tripel passt überraschend gut zu altem Genever. In Flandern trinken sie ihn als „U-Boot“: Das Gläschen sinkt ins Bier. Spektakel, aber schade um den Genever. Mehr Inspiration? Blättere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Junger Genever ist leicht und frisch, alter Genever malziger und sanfter. Serviere beide und lass die Gäste probieren. Schenke großzügig über den Rand auf ein Untertellerchen: Verschütten ist hier kein Missgeschick, sondern Folklore.

Gut zu wissen

So schenkst du ihn über den Rand gewölbt ein

Das Tulpenglas mit 3,5 bis 5 cl wird bis über den Rand gewölbt gefüllt, sodass die Flüssigkeit durch die Oberflächenspannung gerade noch stehen bleibt. Stelle das Glas daher zuerst auf den Tisch oder ein Untertellerchen und schenke es erst danach voll, denn Anheben ist dann unmöglich. Der Genever kommt direkt aus dem Gefrierfach und ist dickflüssig kalt, was das Einschenken erleichtert und den Alkohol sanfter wirken lässt. Das Bier zapfst du kurz vor dem Servieren daneben, in ein Fluitje mit etwa 20 cl. Dass etwas auf das Untertellerchen verschüttet wird, gehört einfach dazu.

Wie stark ist ein Kopstoot insgesamt

Die Kombination summiert sich auf mehr als anderthalb Standardgläser. Die 3,5 cl Genever mit 35 Prozent liefern 1,2 cl reinen Alkohol, und ein Fluitje Pils von 20 cl mit 5 Prozent fügt 1 cl hinzu. Zusammen sind das 2,2 cl reiner Alkohol, verteilt auf 23,5 cl Flüssigkeit, was durchschnittlich etwa 9 Prozent entspricht. Weil der Genever in ein oder zwei Schlucken getrunken wird und das Bier langsam, fühlt es sich leichter an, als es ist. Zwei Kopstoots an einem Abend liegen bereits an der oberen Grenze dessen, was sich angenehm trinken lässt.

Kopstoot oder U-Boot

Bei einem Kopstoot stehen die beiden Gläser nebeneinander, und du bestimmst selbst den Rhythmus: zuerst den Genever, dann das Bier oder abwechselnd. Beim flämischen U-Boot lässt du das gefüllte Geneverglas in das Bierglas sinken, danach muss alles auf einmal geleert werden. Das sorgt für Spektakel, aber nicht für Geschmack, denn der Genever verschwindet vollständig im Pils und die Temperatur stimmt nicht mehr. In der niederländischen Trinkkultur gilt das U-Boot daher als Studentenvariante. Wer etwas vom Genever schmecken möchte, hält die Gläser getrennt.

Junger oder alter Genever und welches Bier

Junger Genever enthält wenig Malzwein und ist neutral, leicht und getreidig, weshalb er zu einem frischen Pils passt. Alter Genever enthält mindestens 15 Prozent Malzwein, schmeckt voller und milder und verdient ein Bier mit mehr Körper, zum Beispiel ein Tripel oder ein Amberbier. Korenwijn mit 51 Prozent Malzwein oder mehr ist die kräftigste Variante und wird am besten pur getrunken. Halte das Bier klein: ein Fluitje mit 20 cl oder ein Vaasje mit 25 cl. Ein großes Glas macht aus dem Kopstoot ein abendfüllendes Projekt und nimmt der Kombination die Spannung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Kopstoot?

Ein Kopstoot ist kein gemischter Cocktail, sondern ein Duo: ein tulpenförmiges Schnapsglas mit 3,5 cl eiskaltem Genever und ein kleines Glas Pils daneben. Du nimmst den ersten Schluck Genever ohne Hände und wechselst danach zwischen Genever und Bier. Der Stoß des Genevers gab der Kombination ihren Namen.

Welchen Genever verwendet man für einen Kopstoot?

Junger Genever ist leicht, neutral und frisch; alter Genever ist malziger, milder und runder im Geschmack. Beides ist richtig, es ist also vor allem eine Frage der Vorliebe. Stell die Flasche vorher in den Gefrierschrank, denn ein Kopstoot sollte beim Servieren sirupartig kalt sein.

Warum trinkt man den ersten Schluck ohne Hände?

Weil das Glas bis zur Wölbung über den Rand gefüllt wird. Ein so volles Glas kann man nicht aufnehmen, ohne etwas zu verschütten, deshalb beugt sich der Trinkende mit den Händen auf dem Rücken nach vorn. Es ist Folklore aus der braunen Kneipe und zugleich der unterhaltsamste Teil des ganzen Rituals.

Wie viel Genever kommt in einen Kopstoot?

3,5 cl, bis knapp über den Rand eines tulpenförmigen Geneverglases eingeschenkt, auch als randvolles Glas bezeichnet. Dazu stellst du ein Fluitje oder Vaasje Pils von etwa 20 bis 25 cl. Ohne dieses Tulpenglas funktioniert das Ritual nicht; siehe unsere Genevergläser.

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