Ruinart Rosé
Ein Rosé, der fast zur Hälfte aus Chardonnay besteht, und das ist schmeckbar: Guave, Litschi und Himbeere auf der einen Seite, Minze und rosa Grapefruit, die alles straff halten. Die Flasche, die vom Aperitif bis zum Dessert begleitet.

Warum dieser Rosé so straff bleibt
Ruinart Rosé besteht aus 55 Prozent Pinot Noir und 45 Prozent Chardonnay, und von dieser Gesamtmenge gelangen 18 Prozent als roter Stillwein in die Assemblage. Das verleiht ihm seine Farbe: zartes Granatapfelrosa mit einem leichten orangefarbenen Schimmer. Es handelt sich um die in der Champagne zugelassene Methode, die man anderswo in Frankreich nicht findet; sie gibt dem Kellermeister die Kontrolle darüber, wie viel rote Frucht genau in der Flasche landet.
Der Chardonnay-Anteil ist es, der diesen Rosé auszeichnet. Bei vielen Rosé-Champagnern erzählen die roten Früchte die ganze Geschichte; hier liegt darunter eine beinahe ebenso große Schicht weißer Trauben, die sich in Minze und rosa Grapefruit bemerkbar macht und für Ausgewogenheit sorgt. Dadurch bleibt die Flasche klar und frisch statt voll und rund, und man kann sie vom Aperitif bis zum Dessert durchgehend ausschenken.
Kurz gesagt
Guave und Litschi, mit Minze im Abgang
Dezent und exotisch
Keine schwere Erdbeernote, sondern Guave und Litschi, die zuerst auffallen, gefolgt von Himbeere und Kirsche. Dann kommen Rose und Granatapfel hinzu.
Klar und voll
Klar im Geschmack und dennoch voll im Mund. Die roten Früchte sind deutlich präsent, ohne den Champagner schwer wirken zu lassen.
Minze und Grapefruit
Minze und rosa Grapefruit übernehmen und halten alles im Gleichgewicht. Darin zeigt sich der Chardonnay, und deshalb schmeckt dieser Rosé trockener, als er riecht.
Geschmacksprofil von Ruinart Rosé pur, bei 8 bis 10 Grad. Zu kalt eingeschenkt, treten Guave und Litschi in den Hintergrund und vor allem die Frische bleibt.
Vom Aperitif bis zum Dessert
Diese Flasche ist dafür gedacht, eine ganze Mahlzeit zu begleiten. Bei 8 bis 10 Grad einschenken, bis etwa zu zwei Dritteln füllen und die Flasche zwischen den Gängen wieder in den Kühler stellen.
Zu Sushi und Ceviche
Schenke etwa 12 cl zu rohem Fisch ein. Die exotischen Früchte verbinden sich mit Ingwer und Sojasauce, während Minze und Grapefruit den Fisch frisch halten, wo ein vollmundiger Rosé ihn überdecken würde.
Glas: Tulpe oder Flöte →Zu Parmaschinken und Lamm
Zu würzigeren Gerichten gewinnt ein größeres Glas. Schenke 10 cl in ein Weißweinglas, gib ihm eine Minute, und die roten Früchte treten deutlich gegenüber der Salzigkeit des Schinkens hervor.
Weingläser →Zum Dessert
Die Seite nennt diesen Rosé auch zum Dessert. Bleib dann bei Früchten oder etwas mit Himbeeren: Bei schwerer Schokolade zieht ein trockener Champagner den Kürzeren.
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Mit diesen Früchten braucht es nicht viel. Halte den Schuss klein, denn alles, was du hinzufügst, geht auf Kosten der Minze und der Grapefruit, die diesem Rosé seine Spannung verleihen.

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