Der Garibaldi ist der einfachste Klassiker aus Italien: Campari und frisch gepresster Orangensaft auf Eis, mehr nicht. Gerade deshalb ist der Saft entscheidend. Frischer Saft macht die Bitterkeit des Campari mild und fruchtig, und wer ihn zuerst luftig aufschlägt, bekommt eine schaumige Krone, die fast cremig trinkt. Ein unkompliziertes Aperitif für alle, denen ein Negroni zu kräftig ist, und in zwei Minuten zubereitet.

Basis: Campari4 ZutatenGlas: Longdrinkglas
Garibaldi-Cocktail im Longdrinkglas
GARIBALDI ✶ CAMPARI ✶ LONGDRINKGLAS ✶ BUILD & SERVE ✶

Das Garibaldi-Rezept
nach IBA-Spezifikation

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
4,5 clCampari
12 clfrisch gepresster Orangensaft
VielEiswürfel
1Orangenspalte
Garibaldi zubereiten: Schritt für Schritt
1

Zwei bis drei Orangen kurz vor Beginn auspressen; das ergibt gut 12 cl Saft.

2

Ein Longdrinkglas bis zum Rand mit Eiswürfeln füllen.

3

Den Campari auf das Eis gießen und mit Orangensaft auffüllen.

4

Einmal kurz mit einem Barlöffel umrühren, damit der schwerere Campari nicht am Boden bleibt.

5

Mit einer Orangenspalte am Glasrand garnieren.

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Die Geschichte

Der Garibaldi ist nach Giuseppe Garibaldi benannt, dem italienischen General des 19. Jahrhunderts, der eine führende Rolle bei der Einigung Italiens spielte. Das Getränk erzählt diese Geschichte nach: Campari kommt aus Mailand im Norden, Orangen wachsen im Süden, etwa auf Sizilien, und im Glas werden sie eins. Das Rot wird auch als Hinweis auf die Rothemden gelesen, Garibaldis Freiwillige. Wer der Kombination ihren Namen gab und wann, ist nicht überliefert; in Italien heißt sie auch einfach Campari Orange. Das Getränk stand bereits zuvor auf der offiziellen IBA-Liste und kehrte 2024 bei den Contemporary Classics zurück. Neue Aufmerksamkeit erhielt es aus New York, wo die Bar Dante eine Version mit luftig aufgeschlagenem Saft bekannt machte.

Das richtige Glas

Einen Garibaldi servierst du in einem Longdrinkglas mit 30 bis 40 cl. Es kommen gut 16 cl Getränk hinein, dazu ein Glas voll Eis, daher ist ein Tumbler zu klein. In einem hohen, schmalen Glas liegen die Eiswürfel dicht beieinander und schmelzen langsamer, sodass der letzte Schluck nicht wässrig ist. Eine Schaumkrone aus aufgeschlagenem Saft bleibt außerdem schön darauf stehen. Wähle klares Glas, dann kommt das Orangerot zur Geltung. Entdecke unsere Longdrinkgläser.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Garibaldi brauchst du neben dem Glas einen langen Barlöffel, einen Jigger zum präzisen Abmessen, eine Zitruspresse und lange Eisstäbe. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Womit machst du einen Garibaldi?

Für einen Garibaldi brauchst du die richtige Basis. Bekannte Flaschen sind Campari. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

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Variationen & Twists

Die IBA setzt auf 4,5 cl Campari und 12 cl Saft, also etwa eins zu drei. Möchtest du ihn bitterer, nimm 6 cl Campari. Mit Blutorange wird die Farbe intensiver und er bekommt eine säuerliche Note. Mit Aperol statt Campari wird er süßer und leichter. Lust auf Sprudel? Dann mixe einen Campari Spritz oder einen Americano mit rotem Wermut und Soda.

Serviertipp

Stelle Campari und Orangen eine Stunde vorher in den Kühlschrank: Kalter Saft lässt das Eis weniger schnell schmelzen. Presse erst kurz vor dem Einschenken, denn nach einer halben Stunde schmeckt Saft bereits flacher. Serviere dazu Oliven oder salzige Chips – Bitteres und Salziges ergänzen sich.

Gut zu wissen

Garibaldi-Rezept: die Zutaten im Überblick

Mehr als zwei Zutaten brauchst du nicht: 4,5 cl Campari und 12 cl frisch gepressten Orangensaft sowie viel Eis und eine Orangenspalte als Garnitur. Campari bringt die Bitterkeit, die rote Farbe und Noten von Orangenschale und Gewürzen. Der Saft liefert Süße, Säure und Volumen und sorgt dafür, dass die Bitterkeit milder ausfällt als erwartet. Da sonst nichts enthalten ist, schmeckst du jeden Unterschied im Saft sofort. Saft aus dem Tetra Pak oder der Flasche ist pasteurisiert und ihm fehlen die frischen Säuren, wodurch der Drink flach und süßlich wird.

Fluffy Garibaldi: So wird der Saft luftig

Die bekannteste moderne Version stammt aus der Bar Dante in New York. Dort wird der Saft durch eine schnelle Saftzentrifuge gegeben, die viel Luft hineinschlägt, sodass der Drink eine dicke, weiche Schaumschicht bekommt. Zu Hause gelingt das ebenfalls. Gib den frisch gepressten Saft in einen Mixer und lasse ihn 10 bis 15 Sekunden auf höchster Stufe laufen. Kein Mixer? Dann schüttle den Saft 10 Sekunden lang ohne Eis in einem verschlossenen Shaker. Gieße ihn sofort auf den Campari und das Eis, denn der Schaum fällt innerhalb weniger Minuten zusammen.

Welche Orangen am besten geeignet sind

Wähle Saftorangen wie Valencia: saftig, süß und mit genügend Säure. Navelorangen ergeben leckeren Saft, der jedoch nach kurzer Zeit bitter wird. Presse sie deshalb wirklich erst im letzten Moment. Von Januar bis März gibt es Blutorangen aus Sizilien, etwa Tarocco. Sie ergeben einen tiefroten Garibaldi mit einer himbeerartigen Note. Rolle die Frucht zuerst kräftig über die Arbeitsfläche und presse sie bei Raumtemperatur aus, dann erhältst du mehr Saft. Eine gute Presse erleichtert die Arbeit erheblich. Schau dir unsere Zitruspressen an.

Alkoholfreien Garibaldi zubereiten

Für eine alkoholfreie Version ersetzt du den Campari durch einen alkoholfreien roten Bitter-Aperitif, zum Beispiel Martini Vibrante. Halte dasselbe Verhältnis ein, 4,5 cl auf 12 cl Saft, und probiere: Manche alkoholfreien Bitter sind süßer, dann darf ein Schuss Zitronensaft dazu. Ein paar Tropfen Angostura sorgen für zusätzliche Bitterkeit, enthalten allerdings Alkohol. Wer lieber etwas mit mehr Tiefe trinkt, findet beim alkoholfreien Negroni dieselbe bittere Seite im kurzen Glas. Das luftige Aufschlagen des Safts funktioniert bei der alkoholfreien Version genauso gut.

Garibaldi neben Americano und Negroni

Drei italienische Drinks mit Campari, von leicht bis kräftig. Der Garibaldi ist der sanfteste: Als Begleiter dient nur Saft, dadurch ist er fruchtig und alkoholarm. Der Americano kombiniert Campari mit rotem Wermut und wird mit Soda aufgefüllt. Das Ergebnis ist trockener und würziger, mit Kohlensäure. Der Negroni ersetzt das Soda durch Gin und ist ein kurzer, kräftiger Drink für nach der Arbeit oder vor dem Essen. Wer Campari kennenlernt, beginnt oft mit dem Garibaldi und arbeitet sich danach in dieser Reihe nach rechts vor.

Garibaldi für eine Gruppe zubereiten

Ein Garibaldi eignet sich gut für eine Gruppe, weil er nicht geschüttelt werden muss. Rechne pro Person mit 4,5 cl Campari und 12 cl Saft; für acht Gläser sind das 36 cl Campari und fast ein Liter Saft, ausgepresst aus etwa zwanzig Orangen. Mische Campari und Saft in einer kalten Karaffe ohne Eis und schenke erst in die Gläser über dem Eis ein. So verdünnt das Getränk nicht, bevor es getrunken wird. Für die fluffige Version schlägst du eine Portion Saft für jeweils zwei Gläser auf und schenkst sie direkt ein.

Häufig gestellte Fragen

Was steckt in einem Garibaldi?

Ein Garibaldi besteht aus 4,5 cl Campari und 12 cl frisch gepresstem Orangensaft, über Eis in einem Longdrinkglas. Eine Orangenspalte dient als Garnitur. Mehr kommt nicht hinein, und deshalb macht frischer Saft so einen großen Unterschied: Saft aus der Packung macht das Getränk flach und süßlich.

Wie viel Alkohol steckt in einem Garibaldi?

Etwa 6 Prozent. Die 4,5 cl Campari mit 25 Prozent enthalten etwas mehr als 1,1 cl reinen Alkohol, verteilt auf etwa 18 cl Getränk einschließlich Schmelzwasser. Das entspricht fast einem Standardglas, ungefähr so viel wie ein Glas Bier. Mit 6 cl Campari kommst du auf gut 7 Prozent.

Was ist ein fluffiger Garibaldi?

Ein fluffiger Garibaldi ist ein Garibaldi mit Orangensaft, in den viel Luft geschlagen wurde. Die Bar Dante in New York machte ihn mit einer schnellen Saftpresse bekannt. Zu Hause mixt du den Saft 10 bis 15 Sekunden im Blender oder schüttelst ihn ohne Eis. Das Ergebnis ist eine dicke Schaumkrone und ein weiches, fast cremiges Getränk.

In welchem Glas serviert man einen Garibaldi?

In einem Longdrinkglas mit 30 bis 40 cl, wie von der IBA vorgeschrieben. Es kommen gut 16 cl Getränk plus ein Glas voller Eis hinein, daher ist ein Tumbler zu klein. Das hohe Glas hält die Eiswürfel dicht beieinander, wodurch sie langsam schmelzen, und die Schaumkrone aus luftigem Saft bleibt gut darauf stehen.

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