Das Tequila-Sunrise-Rezept
für deinen Tisch
Fülle ein hohes Glas mit Eiswürfeln.
Gib die Tequila und den Orangensaft in das Glas und rühre um.
Gieße die Grenadine langsam an der Innenseite des Glases entlang. Sie sinkt von selbst auf den Boden.
Nicht mehr umrühren! Mit Orange und einer Kirsche garnieren.
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Die Geschichte
Der originale Sunrise aus den dreißiger Jahren (Arizona) enthielt noch Crème de Cassis und Soda, doch die Version, die die Welt eroberte, entstand Anfang der siebziger Jahre im The Trident in Sausalito, wo die Barkeeper Bobby Lozoff und Billy Rice ihn mit Orangensaft und Grenadine mixten. Als Mick Jagger ihn dort 1972 auf einer Party der Rolling Stones entdeckte, bestellte die Band ihn die gesamte Tournee lang. Der Eagles-Hit und ein Film mit Mel Gibson erledigten den Rest: Der Sunrise wurde weltberühmt.
Das richtige Glas
Der Sonnenaufgangseffekt ist bei diesem Cocktail alles, also wähle ein hohes, kristallklares Longdrinkglas mit 44 bis 55 cl. Je höher, desto schöner der Farbverlauf von Rot zu Orange. Vermeide Gläser mit starkem Relief. Eine glatte Wand bringt den Farbverlauf am klarsten zur Geltung. Wenn du ihn tropischer servieren möchtest, eignet sich auch ein Hurricaneglas. Für eine tropischere Präsentation desselben Farbverlaufs schau dir unsere Hurricanegläser an.
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Beide Sets zusammen € 35,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Tequila Sunrise brauchst du neben dem Glas einen langen Barlöffel, einen Jigger zum genauen Abmessen, eine Zitruspresse, lange Eisstäbe und Cocktailspieße. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unserer Bar-Tools- & Cocktailsets-Kollektion.
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Variationen & Twists
Die ursprüngliche Sunrise aus dem Jahr 1930 verwendete Crème de Cassis und Soda – für Puristen einen Versuch wert. Mit Orangenlimonade statt frischem Saft wird sie retro-süß wie in den Discojahren. Frisch gepresster Saft und 100% Agave Tequila bringen sie in die Gegenwart. Mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Das Geheimnis einer schönen Sunrise: Gieße die Grenadine über die Rückseite eines Löffels und lass das Glas anschließend zwei Minuten stehen. Serviere einen Rührstab für alle, die die Sonne untergehen lassen möchten.
Gut zu wissen
Das Mischverhältnis und der Alkoholgehalt
Dieser Cocktail besteht aus 4,5 cl Tequila, 9 cl frischem Orangensaft und 1,5 cl Grenadine, also genau im Verhältnis eins zu zwei zwischen Spirituose und Saft. Mit Eis kommst du auf etwa 15 cl im Glas, davon 1,7 cl reiner Alkohol, wenn dein Tequila 38 Prozent hat. Das entspricht 10 bis 12 Prozent, ungefähr einem Glas Wein, obwohl er durch den Saft deutlich milder schmeckt. Wenn du ihn am Nachmittag leichter möchtest, beschränke den Tequila auf 3 cl und erhöhe den Orangensaft auf 12 cl.
Welchen Tequila wählst du: Blanco oder Reposado
Wähle auf jeden Fall eine Flasche, auf der 100 Prozent Agave steht; ein Mixto enthält bis zu 49 Prozent andere Zucker und hinterlässt den scharfen, süßlichen Nachgeschmack, dem Tequila seinen schlechten Ruf verdankt. Blanco ist ungereift, frisch und pfeffrig und lässt den Orangensaft am stärksten zur Geltung kommen. Reposado lagert zwei Monate bis ein Jahr in Eichenholzfässern und bringt Vanille sowie eine leichte Holznote mit, wodurch der Cocktail voller wird. Ein Añejo wäre hier Geldverschwendung. Rechne mit fünfundzwanzig bis fünfunddreißig Euro für einen guten Blanco.
Frischer Orangensaft oder Orangenlimonade
Das klassische Rezept verlangt frisch gepressten Saft, und das ist kein nebensächliches Detail: Aus drei mittelgroßen Orangen erhältst du etwa 18 cl, genug für zwei Gläser. Frischer Saft ist säuerlicher und weniger flach süß, wodurch die Grenadine nicht überhandnimmt. Saft aus dem Karton funktioniert ebenfalls, sofern du eine Variante ohne Zuckerzusatz wählst. Orangenlimonade oder eine andere Orangenbrause macht daraus die süße Disco-Version aus den siebziger Jahren; nett aus nostalgischen Gründen, aber die Kohlensäure stört außerdem den Farbverlauf, der diesem Cocktail seinen Namen gibt.
Für eine Gruppe: in einem Krug
Für sechs Gäste mischst du 27 cl Tequila mit 54 cl frischem Orangensaft in einem Krug und stellst ihn mindestens eine Stunde kalt. Die Grenadine kommt nicht hinein, denn sonst geht genau der Effekt verloren, auf den es ankommt. Fülle die Gläser mit Eis, gieße 13 cl der Mischung pro Glas ein und gieße anschließend pro Glas 1,5 cl Grenadine an der Innenwand entlang hinein. Rechne mit gut einer halben Flasche Tequila und neun Orangen, wenn du frisch presst. Nicht umrühren; das überlässt du deinen Gästen.
Welche Grenadine für Tequila Sunrise
Grenadine ist ursprünglich ein Sirup aus Granatäpfeln, aber viele Flaschen aus dem Supermarkt bestehen hauptsächlich aus Zucker, Wasser und Farbstoff. Für den Cocktail Tequila Sunrise achtest du auf zwei Dinge: Geschmack und Dichte. Ein Sirup mit echtem Granatapfelsaft sorgt unter dem Orangensaft für eine vollere, leicht säuerliche Note, und je zuckerreicher der Sirup ist, desto besser sinkt er auf den Boden. Gieße ihn erst hinein, wenn das Glas bereits weitgehend gefüllt ist, denn in einem halb vollen Glas hat er zu wenig Flüssigkeit, durch die er sinken kann, und der Farbverlauf bleibt nur kurz erhalten. Du kannst ihn auch selbst machen: Granatapfelsaft mit Zucker zu Sirup einkochen.
Wie macht man Tequila Sunrise mit Schichten?
Was ist in Tequila Sunrise enthalten? Tequila, frischer Orangensaft und Grenadine, mehr nicht; der Effekt entsteht durch die Reihenfolge und das spezifische Gewicht. Beim Cocktail Tequila Sunrise geht deshalb oft an einem Punkt etwas schief: Die Grenadine kommt zuerst ins Glas und der Saft danach obenauf, wodurch sich alles sofort vermischt. Verwende ganze Eiswürfel statt Crushed Ice, denn Crushed Ice schmilzt schneller und trübt den Farbverlauf. Ein kaltes Glas und kalter Saft helfen ebenfalls, denn in einem lauwarmen Glas schmilzt das Eis schneller und die Schichten vermischen sich.
Häufige Fragen
Was kommt in einen Tequila Sunrise?
In einen Tequila Sunrise kommen 4,5 cl Tequila, 9 cl frischer Orangensaft und 1,5 cl Grenadine, dazu viel Eis, eine Orangenscheibe und eine Cocktailkirsche. Mehr ist es nicht: Der Effekt entsteht durch die Reihenfolge, denn die Grenadine wird zuletzt langsam an der Glaswand entlang nach unten gegossen.
Wie trinkt man einen Tequila Sunrise?
Lass ihn zunächst kurz stehen, ohne zu rühren, damit du den Farbverlauf von Tiefrot zu Orangegelb sehen kannst. Danach rührst du mit einem Rührstäbchen um und lässt die Sonne sozusagen untergehen, wobei sich die Grenadine mit dem Saft vermischt. Eiskalt und mit einem Strohhalm servieren.
Welche Limonade kommt in Tequila Sunrise?
Im klassischen Rezept ist keine Limonade enthalten: Die Basis ist frischer Orangensaft. Die süße Retroversion aus den Diskojahren verwendet Orangenlimonade statt frischem Saft, wodurch sie süßer und deutlich weniger frisch schmeckt. Grenadine ist übrigens ein Granatapfelsirup und kein Erfrischungsgetränk.
Wie viel Prozent Alkohol enthält Tequila Sunrise?
Mit 4,5 cl Tequila mit 38 Prozent auf etwa 15 cl Flüssigkeit kommst du auf ungefähr 10 bis 12 Prozent, je nachdem, wie viel Eis schmilzt. Durch den Orangensaft schmeckt er jedoch milder. Serviere ihn in einem hohen Glas, siehe unsere Longdrinkgläser.
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