Das Amaretto-Sour-Rezept
für deinen Tisch
Alle Zutaten 10 Sekunden ohne Eis shaken, damit Schaum entsteht.
Eis hinzufügen und weitere 15 Sekunden shaken.
In einen Tumbler mit einem großen Eiswürfel doppelt abseihen.
Mit einer halben Zitronenscheibe und einer Cocktailkirsche garnieren.
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Die Geschichte
Der Amaretto Sour entstand in den Siebzigerjahren, als der italienische Mandellikör den amerikanischen Markt eroberte und überall „Sours“ aus Fertigmischungen ausgeschenkt wurden. Jahrzehntelang galt er als süßes Einsteigergetränk, bis der Starbartender Jeffrey Morgenthaler 2012 einen Artikel mit dem unbescheidenen Titel veröffentlichte, er mache den besten Amaretto Sour der Welt. Sein Geheimnis: Cask-Strength-Bourbon und Eiweiß als Ausgleich zur Süße. Seitdem ist der Cocktail rehabilitiert und taucht wieder in ernst zu nehmenden Bars auf, jetzt mit frischem Saft.
Das richtige Glas
Den Amaretto Sour servierst du on the rocks in einem niedrigen Tumbler mit 32 bis 38 cl. Das breite Glas bietet Platz für einen großen Eiswürfel und eine üppige Schaumkrone, und die bernsteinfarbene Farbe des Cocktails kommt darin wunderschön zur Geltung. Wähle ein Modell mit einem stabilen Boden. Dieser Cocktail wird oft als süßer Abschluss serviert und darf sich sehen lassen. Wenn du ein schwereres Glas mit dickem Boden für den Eiswürfel möchtest, sieh dir unsere Whiskeygläser an.
Eclat Longchamp Tumbler 32 cl (6 Stück)
RCR Aria Tumbler 38 cl (6 Stück)
Beide Sets zusammen € 63,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Amaretto Sour benötigst du neben dem Glas einen Boston Shaker, einen Jigger zum genauen Abmessen, ein Cocktailsieb, ein feines Sieb zum doppelten Sieben und eine Zitruspresse. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unserer Bar-Tools- & Cocktailsets-Kollektion.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 5 Bar-Tools zusammen € 100,70.
Variationen & Twists
Die Morgenthaler-Version mit Cask-Strength-Bourbon ist unter Kennern der Standard und sehr zu empfehlen. Mit Zitrone und Limette zusammen wird er frischer. Ein paar Tropfen Angostura auf dem Schaum sorgen für ein schönes Aroma und ein professionelles Finish. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Der Schuss Bourbon macht den Unterschied zwischen Limonade und Cocktail: Er gibt Rückgrat, ohne den Mandelgeschmack zu verdrängen. Immer frischen Zitronensaft verwenden, das ist bei diesem süßen Likör besonders wichtig.
Gut zu wissen
Das Verhältnis: Amaretto, Bourbon und Zitrone
Amaretto ist süß, daher steht und fällt die Balance mit der Säure. Rechne mit 4,5 cl Amaretto gegenüber 2 cl frischem Zitronensaft, grob zwei Teilen Likör auf einen Teil Zitrone. Die 1,5 cl Bourbon sind offiziell optional, geben dem Mandel-Likör jedoch das trockene Rückgrat, durch das er nicht wie ein Dessert schmeckt. Der Barlöffel Zuckersirup wirkt neben all dieser Süße überflüssig und rundet die Zitrone dennoch ab. Ist er dir zu süß, erhöhe zunächst den Zitronensaft auf 2,5 cl, bevor du die Amaretto-Menge veränderst.
Ohne rohes Ei: mit Aquafaba shaken
Wer lieber kein rohes Eiweiß serviert, verwendet 2 cl Aquafaba, die Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen. Sie schäumt genauso gut, und man schmeckt sie nicht heraus. Die Technik bleibt gleich: zuerst zehn Sekunden ohne Eis shaken, danach weitere fünfzehn Sekunden mit Eis und doppelt abseihen, damit keine Eissplitter ins Glas gelangen. Lass den trockenen Shake nicht aus, denn ohne diesen Schritt entsteht kaum Schaum. Ein halber Barlöffel mehr Aquafaba sorgt für eine festere Schaumkrone, macht den Cocktail aber auch etwas flacher.
Amaretto Spritz: dieselbe Flasche, anderes Glas
Wenn du eine Flasche Amaretto zu Hause hast und keine Lust auf Shaken, ist der Spritz die schnellste Alternative. Fülle ein großes Glas mit Eis, gieße 6 cl Amaretto hinein, fülle mit 9 cl Prosecco und einem Schuss Soda auf und garniere mit einer halben Orangenscheibe. Süßer und mandeliger als ein Aperol Spritz und in einer halben Minute fertig. Wenn du die Süße ausgleichen möchtest, drücke eine Zitronenspalte darüber aus. Diese Variante eignet sich gut als Aperitif, während der Sour seinen Platz eher nach dem Essen hat.
Womit mixt du Amaretto sonst noch
Abseits des Sours kombiniert sich Amaretto am besten mit bitteren und gerösteten Aromen. Zwei Zentiliter in einem Espresso ergeben einen Caffè corretto mit Mandelaroma, und ein Schuss in kaltem Kaffee mit Milch funktioniert genauso gut. Mit Cola und einer Limettenspalte erhältst du einen einfachen Longdrink, mit Bourbon und einem Schuss Angostura einen süßeren Old Fashioned. Klassisch ist der Godfather: 4,5 cl Scotch mit 1,5 cl Amaretto auf einem großen Eiswürfel, sonst nichts. Halte den Likör immer in der Minderheit, denn ab 3 cl überdeckt Amaretto jeden anderen Geschmack.
Zutaten für Amaretto Sour und Markenwahl
Die Zutaten für einen Amaretto Sour stehen und fallen mit dem Likör selbst. Disaronno ist die bekannteste Flasche und funktioniert prima, obwohl kein Mandel enthalten ist: Der Geschmack stammt von Aprikosenkernen. Marken wie Lazzaroni und Luxardo sind trockener und bitterer, sodass du mit weniger Zuckersirup auskommst. Der Name Amaretto ist eine Verkleinerungsform des italienischen amaro, bitter, und diese bittere Note hält den Cocktail Amaretto Sour im Gleichgewicht. Probiere den Likör daher, bevor du den Barlöffel Sirup hinzugibst; bei einer süßen Flasche reicht ein halber.
Wie macht man Amaretto Sour ohne Shaker
Wie macht man einen Amaretto Sour, wenn man keinen Shaker hat? Ein sauberes Weckglas oder Marmeladenglas mit gut schließendem Deckel erfüllt denselben Zweck: zunächst zehn Sekunden ohne Eis schütteln, dann weitere fünfzehn Sekunden mit Eis. Anschließend durch ein feines Sieb oder Teesieb ins Glas abseihen. Ein Amaretto-Sour-Cocktail ohne doppeltes Abseihen bekommt Eissplitter auf dem Schaum und fällt schneller zusammen. Kühle den Tumbler vorher kurz im Gefrierschrank, denn in einem warmen Glas fällt die Schaumkrone innerhalb einer Minute zusammen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem Amaretto Sour?
In einen Amaretto Sour kommen 4,5 cl Amaretto, 1,5 cl Bourbon, 2 cl frischer Zitronensaft, ein Barlöffel Zuckersirup und ein Eiweiß, garniert mit einer Zitronenscheibe und einer Cocktailkirsche. Der Bourbon ist offiziell optional, gibt dem süßen Mandellikör aber genau das Rückgrat, das ihn erwachsen wirken lässt.
Wie macht man einen Disaronno Sour?
Ein Disaronno Sour ist derselbe Cocktail, denn Disaronno ist der bekannteste Amaretto. 4,5 cl Disaronno, 1,5 cl Bourbon, 2 cl frischer Zitronensaft, ein Barlöffel Zuckersirup und ein Eiweiß zunächst zehn Sekunden ohne Eis shaken, anschließend fünfzehn Sekunden mit Eis und doppelt in einen Tumbler abseihen.
Wie macht man einen Amaretto Spritz?
Für einen Amaretto Spritz folgst du dem Spritz-Aufbau statt dem Sour-Prinzip: etwa 6 cl Amaretto, 9 cl Prosecco und ein Schuss Soda über viel Eis in einem großen Glas, dazu eine Orangenscheibe. Süßer und mandeliger als ein Aperol Spritz und in einer halben Minute fertig.
Welches Glas verwendest du für einen Amaretto Sour?
Ein niedriger Tumbler mit 32 bis 38 cl ist die richtige Wahl. Das breite Glas bietet Platz für einen großen Eiswürfel und die Schaumkrone des Eiweißes und bringt die Bernsteinfarbe schön zur Geltung. Wähle ein Modell mit stabilem Boden, siehe unsere Old-Fashioned-Gläser.
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