Ein Dubbel ist dunkelbraun, malzig und weich. Es liegt meist bei 6 bis 8 Prozent Alkohol und verdankt seine Farbe und seinen Geschmack dunklem Kandis: Karamell, getrocknete Feige, Pflaume und Rosine, mit Hopfen weit im Hintergrund. Der Unterschied zu einem Tripel liegt also nicht nur in der Stärke, sondern vor allem in der Farbe, dem Malz und dem Kandis. Schenken Sie es bei 8 bis 12 Grad in einen Kelch ein. Neben einem Dubbel passt Rum gut.

Grundlage: dunkles Malz und dunkler Kandis8 bis 12 GradGlas: Kelch auf Stiel
Dunkelbraunes Bier mit Schaumkrone im Westmalle-Kelchglas mit 33 cl
DUBBEL ✶ DUNKLES MALZ UND DUNKLER KANDIS ✶ KELCHGLAS AUF STIEL ✶ EINSCHENKEN & RUHEN LASSEN ✶

So schenken Sie
ein Dubbel in

Was Sie benötigen
1 FlascheDubbel mit 33 cl, bei 8 bis 12 Grad
1 Kelchglasab 33 cl, sauber und fettfrei
1 Schälchengereifter Käse oder getrocknete Feigen dazu
Einschenken: Schritt für Schritt
1

Spülen Sie den Kelch mit kaltem Wasser aus und schütteln Sie ihn aus, aber trocknen Sie ihn nicht ab. Eine nasse, fettfreie Wand lässt den Schaumrand gleichmäßig entstehen, während Fett aus einem Geschirrtuch oder Reste von Spülmittel den Schaum abbauen.

2

Halten Sie den Kelch in einem Winkel von etwa fünfundvierzig Grad und lassen Sie das Dubbel an der Glaswand hinunterlaufen, bis das Glas zu zwei Dritteln gefüllt ist. So wird weniger Kohlensäure auf einmal freigesetzt, als wenn Sie direkt auf den Boden schenken.

3

Stellen Sie den Kelch aufrecht hin und schenken Sie aus der Mitte bis knapp unter den Rand nach. Jetzt lassen Sie die Kohlensäure entweichen, sodass ein etwa zwei Finger breiter Schaumrand entsteht, der die malzigen Aromen über dem Bier hält.

4

Lassen Sie den letzten Hefesatz in der Flasche, wenn Sie das Bier klar genießen möchten, oder schenken Sie ihn mit ein für ein volleres, trüberes Dubbel. Streichen Sie den Schaumrand nicht ab: In einem breiten Kelch darf er einfach stehen bleiben.

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Die Geschichte

Während für ein Tripel helles Malz und heller Kandiszucker verwendet werden, kommen in ein Dubbel dunkles Malz und dunkler Kandiszucker. Dieser Kandiszucker ist karamellisiert, und das schmeckst du als Karamell, getrocknete Feige, Pflaume und Rosine. Das Bier wird dadurch dunkelbraun, ohne schwer oder sirupartig zu wirken, denn Kandiszucker vergärt fast vollständig und hinterlässt wenig Körper. Ein Dubbel ist somit malzbetont statt hopfenbetont: Die Bitterkeit bleibt im Hintergrund, und die Hefe liefert vor allem Fruchtigkeit. Wie Tripel ist auch Dubbel kein festgelegter Begriff, sondern eine Bezeichnung, die eine Brauerei innerhalb ihrer eigenen Reihe verwendet.

Das richtige Glas

Ein Dubbel gehört in einen Kelch mit Fuß: ein breites, bauchiges Glas, das nach oben hin etwas schmaler wird. Diese Form gibt der Schaumkrone Raum und lenkt die malzigen Aromen zur Nase, während der Fuß deine Hand vom Inhalt fernhält, damit das Bier nicht zu schnell warm wird. Eine 33-cl-Flasche passt auf einmal hinein, mit Platz für Schaum. Möchtest du ein größeres Modell oder ein Glas aus einer anderen Serie, sieh dir die Spezialbiergläser an.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Dubbel brauchst du neben dem Glas genau genommen nur einen Flaschenöffner, und den verkaufen wir nicht. Möchtest du einen Schuss Spirituose daneben abmessen, nimm einen Jigger, und mit einem Barlöffel lässt du vorsichtig eine dunkle Schicht auf eine hellere sinken. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Was schenkst du daneben ein?

Das Dubbel spielt selbst die Hauptrolle; dies sind die Flaschen, die daneben auf dem Tisch stehen können. Zu Karamell und Trockenfrüchten passt Rum am besten. Bekannte Flaschen sind Havana Club und Captain Morgan. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

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Variationen & Twists

Ein Dubbel ist nicht wie das andere. Ist der Kandiszucker stark karamellisiert, treten Rosinen und Pflaumen in den Vordergrund; bleibt er heller, kommen Karamell und getrocknete Feigen stärker zur Geltung. Ein braunes Abteibier ohne die Bezeichnung Dubbel ist oft derselbe Biertyp. Lässt du ein Dubbel ein Jahr in der Flasche lagern, verschiebt sich die Frucht in Richtung Portwein. Mehr lesen? Sieh dir alle Getränke und Marken an.

Serviertipp

Nimm die Flasche eine halbe Stunde vor dem Einschenken aus dem Kühlschrank; bei 8 bis 12 Grad kommen Karamell und Trockenfrüchte zur Geltung, eiskalt bleibt davon wenig übrig. Schenk in zwei Durchgängen mit einer kurzen Pause ein, dann bleibt die Schaumkrone fest. Alter Käse, getrocknete Feigen oder dunkles Brot passen gut dazu.

Gut zu wissen

Was macht ein Dubbel dunkel?

Dunkles Malz und vor allem dunkler Kandiszucker. Dieser Kandiszucker ist karamellisiert, wodurch er neben Alkohol auch Farbe und Geschmack mitbringt. Es handelt sich also weder um einen Farbstoff noch um eine Röstung wie bei einem Stout, sondern um Zucker, der beim Kochen dunkel geworden ist.

Was ist der Unterschied zu einem Tripel?

Ein Tripel verwendet helles Malz und hellen Kandiszucker und bleibt goldblond; ein Dubbel verwendet dunkles Malz und dunklen Kandiszucker und wird dunkelbraun. Daher kommt der Geschmacksunterschied: Karamell und Trockenfrüchte im Gegensatz zu Pfeffer und Zitrusfrüchten. Dass ein Dubbel auch weniger Alkohol enthält, ist nebensächlich.

Warum schmeckt ein Dubbel nicht bitter?

Weil der Hopfen nicht wegen des Geschmacks enthalten ist, sondern für die Haltbarkeit und als leichter Gegenspieler zur Süße. Der Schwerpunkt liegt auf Malz und Kandis, und die Hefe liefert Fruchtaromen. Dadurch wirkt ein Dubbel malzig und rund statt hopfig.

Ist ein Dubbel dasselbe wie ein braunes Abteibier?

Oft ja. Dubbel ist kein festgelegter Begriff, daher verwenden Brauer neben Dubbel auch Bezeichnungen wie Bruin oder dunkles Abteibier für denselben Biertyp. Der Name auf dem Etikett sagt also weniger aus als das, was darin steckt.

Wie kalt serviert man ein Dubbel?

Zwischen 8 und 12 Grad. Kälter hält es die Aromen zurück, dann bleibt von Karamell und Trockenfrüchten wenig übrig; über zwölf Grad tritt der Alkohol zu stark hervor.

Häufig gestellte Fragen

Welches Glas verwendet man für ein Dubbel?

Ein Kelchglas auf Fuß: breit und bauchig, mit einem Rand, der leicht nach innen verläuft. Der Kelch bietet dem Schaumkranz Platz und lenkt die malzigen Aromen nach oben, während der Fuß deine Hand vom Bier fernhält. Ein Fassungsvermögen ab 33 cl ist nötig, denn neben dem Bier muss noch Schaum hineinpassen.

Wie viel Alkohol enthält ein Dubbel?

Meist 6 bis 8 Prozent. Es gibt keine feste Regel dafür, daher findet man auch Dubbels, die knapp darunter oder darüber liegen. Ein Tripel aus derselben Reihe liegt in der Regel höher.

Woher kommt der Geschmack nach Rosine und Pflaume?

Vom dunklen Kandiszucker und der Hefe. Der karamellisierte Zucker liefert Karamell und Trockenfrüchte, und die bei höheren Temperaturen arbeitende Hefe bildet Ester, die nach Pflaume und Rosine duften. Zusammen ergibt das den Eindruck von Trockenfrüchten.

Kann man ein Dubbel lagern?

Ein Dubbel mit Flaschengärung kann eine Weile gelagert werden, kühl, dunkel und aufrecht, damit sich das Hefedepot am Boden absetzt. Dadurch wird das Bier runder und die Fruchtaromen entwickeln sich in Richtung Portwein. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett bleibt jedoch maßgeblich.

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