Lagavulin
Der stark getorfte Single Malt aus dem Süden von Islay, mit dem Rauch und dem Jod, für die die Region bekannt ist. Alles über die 16 und 8 Years, den Geschmack und das passende Glas.

Torfrauch aus einer Bucht im Süden von Islay
Lagavulin steht seit 1816 an der Bucht, die ihm seinen Namen gibt, an der Südküste von Islay, der schottischen Insel, die für ihren getorften Whisky bekannt ist. Die Gerste wird über brennendem Torf getrocknet, und dieser Rauch zieht in das Getreide ein und verleiht dem Whisky seinen Charakter: Torffeuer, Seetang, Jod und Teer.
Was Lagavulin außerdem auszeichnet, ist das Tempo. Die Brennerei arbeitet mit außergewöhnlich langsamer Destillation und einer langen Fermentation, wodurch ein schwerer, öliger Whisky entsteht, der viele Jahre im Fass reifen kann. Der 16 Years ist seit Jahrzehnten die feste Referenz des Hauses und wurde in die Classic Malts aufgenommen, die sechs Whiskys, mit denen Diageo Single Malt in den Achtzigern bekannt machte.
Kurz gesagt
Welche Sorten Lagavulin gibt es?
Das Sortiment ist klein, und das ist bewusst so: Lagavulin bringt lieber einige wenige Flaschen heraus als eine lange Reihe.

Lagavulin 16 Years
Der Klassiker des Hauses: sechzehn Jahre in Eichen- und Sherryfässern. Dichter Torfrauch mit Seetang, Jod, getrockneten Früchten und einem süßen, langen Abgang.

Lagavulin 8 Years
Zum 200-jährigen Bestehen lanciert und geblieben: jünger, schärfer und frischer, mit Zitrusfrüchten und Pfeffer neben dem Rauch. Auch mit 48 % deutlich direkter.

Lagavulin Feis Ìle 15 Years
Die spezielle Abfüllung für Feis Ìle, das jährliche Whiskyfestival auf Islay. Fassstark und in limitierter Auflage; eine Flasche für Sammler.
Die 16 Years ist der Klassiker; die 8 Years ist jünger, kräftiger und günstiger.
Torfrauch, Jod und süßer Sherry
Torfrauch & Seetang
Dichter Torfrauch mit Seetang, Jod und Teer, dahinter süßer Sherry und Trockenfrüchte. Unverkennbar Islay.
Voll und ölig
Voll und fast ölig, mit Rauch, Salz, Trockenfrüchten und einem süßen Kern. Der Rauch ist dominant, aber nie scharf.
Sehr lang und rauchig
Einer der längsten Abgänge, die man bei Whisky findet: Rauch, Salz und eine leichte Süße bleiben minutenlang erhalten.
Geschmacksprofil von Lagavulin 16 Years. Der 8 Years ist frischer und zitrusbetonter und punktet mit mehr Kraft; der Feis Ìle in Fassstärke liegt in beidem vorn.
Drei Arten, Lagavulin zu trinken
Getorften Whisky trinkt man am besten pur oder mit ein paar Tropfen Wasser. Eis verschließt die Aromen, und das wäre bei diesem Whisky schade.
Pur bei Zimmertemperatur
4 cl in einem tulpenförmigen Verkostungsglas. Lass ihn zwei Minuten stehen, bevor du daran riechst: Der erste Eindruck ist vor allem Rauch, danach kommen Seetang, Trockenfrüchte und süßer Sherry zum Vorschein.
Glas: Verkostungsglas →Mit ein paar Tropfen Wasser
Füge zwei bis drei Tropfen kaltes Wasser hinzu, besonders beim 8 Years mit 48 % oder beim Feis Ìle in Fassstärke. Das Wasser öffnet den Alkohol und macht die süßen und fruchtigen Schichten unter dem Rauch sichtbar.
Glas: Verkostungsglas →Als Penicillin
50 ml Blended Whisky mit Zitrone und Honig-Ingwer-Sirup, geschüttelt und abgeseiht, mit einem 10-ml-Float Lagavulin obendrauf. Der Rauch liegt auf dem Cocktail und kommt bei jedem Schluck als Erstes zur Geltung.
Penicillin-Rezept →Cocktails mit Lagavulin
Ein so ausgeprägter Whisky geht in einem Cocktail nicht unter: Verwende ihn sparsam, als Float oder als kleinen Anteil der Basis.

Penicillin
Whisky, Zitrone, Honig und Ingwer mit einem rauchigen Float. Gemacht für einen Whisky wie diesen.
Smoky Old Fashioned
Whisky, Zucker und Bitters auf einem großen Eiswürfel, mit einem Anteil getorfter Whisky.
Smoky Sour
Whisky, Zitrone, Zucker und Eiweiß. Der Rauch verleiht dem Sour einen völlig anderen Charakter.
Hot Toddy
Whisky mit heißem Wasser, Honig, Zitrone und Nelken. Rauch und Honig passen überraschend gut zusammen.Alles, was du noch über Lagavulin wissen wolltest
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