So schenkst du ein
ein Pils in
Spüle das Glas mit kaltem Wasser aus und lass es nass. Auf einem nassen, kühlen Glas haftet die Schaumkrone deutlich besser, und Fett oder Seifenreste lassen den Schaum sofort zusammenfallen. Trockne das Glas also nicht mit einem Geschirrtuch ab.
Halte das Glas schräg unter den Zapfhahn oder die Flasche, etwa 45 Grad, und schenke an der Innenwand entlang ein. Gieße ohne Unterbrechung weiter, denn jede Unterbrechung erzeugt gröberen Schaum. Lass die Flasche oder den Zapfhahn den Glasrand nicht berühren.
Stelle das Glas aufrecht, wenn es etwa zu zwei Dritteln voll ist, und schenke den Rest in die Mitte des Biers. Dort baut sich die Schaumkrone auf. Zwei Finger, etwa zwei Zentimeter, sind das in niederländischen Cafés übliche Maß.
Streiche die Schaumkrone mit einem Schaumlöffel glatt, wenn du einen geraden Rand möchtest; lässt du sie stehen, läuft sie etwas über den Rand. Wische anschließend die Außenseite des Glases ab. Pils servierst du bei 4 bis 6 Grad.
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Die Geschichte
Pils ist nach Plzeň benannt, auf Deutsch Pilsen, einer Stadt in Böhmen im heutigen Tschechien. Dort wurde 1842 das erste klare, goldblonde untergärige Bier gebraut, das später Pilsner Urquell genannt wurde: wörtlich die ursprüngliche Quelle des Pils. Dass das Bier klar und hell gefärbt war, fiel in einer Zeit mit dunklem und trübem Bier sofort auf, und es half, dass Glas zugleich günstiger und alltäglicher wurde. Der Stil wurde in Deutschland, den Niederlanden und später im Rest der Welt übernommen. Heute ist Pils weltweit der meistgetrunkene Bierstil, und in den Niederlanden ist es schlicht das, was du bekommst, wenn du nach Bier fragst.
Das richtige Glas
Pils kommt in ein schmales, gerades Glas, in dem es kalt bleibt und die Schaumkrone stehen bleibt. In den Niederlanden gibt es dafür zwei Größen: das Fluitje, ein schlankes Glas mit etwa 19 Zentilitern für ein kleines Pils, und das Vaasjes, leicht tailliert und mit etwa 29 bis 34 Zentilitern, das Standardglas der braunen Kneipe. Beide haben einen kleinen Durchmesser, sodass nur wenig Oberfläche mit der Luft in Kontakt kommt. Größere und taillierte Modelle wie der Willi Becher findest du bei den Biergläsern; Krüge mit Henkel gibt es bei den Bierkrügen.
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Das richtige Werkzeug
Für ein Pils brauchst du neben dem Glas nicht viel: einen Jigger, um den Jenever für einen Kopstoot präzise abzumessen, und einen Barlöffel, um einen Radler umzurühren. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools und Cocktailsets.
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Was schenkst du dazu?
Das Pils selbst spielt die Hauptrolle; hier erfährst du, was in den Niederlanden daneben auf den Tisch kommt. Ein Gläschen Jenever macht daraus einen Kopstoot, und in derselben Kategorie finden sich Vieux und Beerenburg. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Varianten & Twists
Deutsches Pils ist in der Regel am trockensten und bittersten, mit einer deutlichen Hopfenbitterkeit im Abgang und einer kräftigen, festen Schaumkrone. Tschechisches Pils, der Stil aus Plzeň, ist malzbetonter und runder, mit einer milderen Bitterkeit. Niederländisches Pils liegt meist dazwischen und ist milder als beide: weniger bitter, leichter im Körper, gemacht zum kalten Trinken aus größeren Gläsern. Derselbe Buchstabe auf dem Etikett bedeutet also nicht dasselbe Bier. Mehr lesen? Sieh dir alle Getränke und Marken an.
Serviertipp
Schenke Pils bei 4 bis 6 Grad aus. Unter vier Grad werden die Aromen gedämpft und man riecht nichts mehr davon; über sechs Grad fällt die Schaumkrone schneller zusammen. Spüle das Glas vor dem Einschenken kalt aus und lasse es nass - das macht für die Schaumkrone mehr aus als die Geschwindigkeit des Zapfens.
Gut zu wissen
Warum Pils klar und goldblond ist
Zwei Dinge machen den Unterschied. Das Malz wird hell getrocknet und kaum geröstet, daher kommt wenig Farbe aus dem Getreide. Außerdem sinkt die untergärige Hefe nach der Gärung auf den Boden. Anschließend wird das Bier kalt gelagert und gefiltert; dabei setzen sich Proteine und Hefereste ab. Übrig bleibt klares Bier mit goldblonder Farbe.
Woher die Bitterkeit kommt
Die Bitterkeit kommt vom Hopfen. Beim Kochen der Würze werden die Alphasäuren in den Hopfendolden in eine wasserlösliche Form umgewandelt, die für die bittere Note sorgt. Hopfen, der spät im Kochprozess oder nach dem Kochen hinzugefügt wird, liefert vor allem Aroma und wenig Bitterkeit. Wie bitter ein Pils ist, wird in IBU ausgedrückt, wobei deutsches Pils dort meist höher liegt als niederländisches.
Das Fluitje und das Vaasje
Das Fluitje ist das schlanke Glas mit etwa 19 Zentilitern, das man in vielen niederländischen Cafés sieht: ein kleines Pils, das man austrinkt, bevor es lauwarm wird. Das Vaasje ist das leicht taillierte Standardglas, meist mit 25 Zentilitern Bier in einem Glas mit 29 bis 34 Zentilitern Fassungsvermögen, damit die Schaumkrone hineinpasst. Ein Fluitje ist also kein kleines Vaasje, sondern ein eigenes Maß, und der geringere Inhalt ist genau so beabsichtigt.
Warum es hier auf die Schaumkrone so genau ankommt
Bei Pils ist die Schaumkrone messbar: Zwei Fingerbreit, etwa zwei Zentimeter, sind in den Niederlanden üblich, und ein Glas mit zu viel oder zu wenig Schaum geht in einer Kneipe zurück. Das hat einen praktischen Grund, denn der Schaum hält die Kohlensäure und das Aroma fest und bildet eine Schicht zwischen Bier und Luft. Außerdem verrät er, ob das Glas sauber ist: Auf einem Glas mit Fettresten fällt die Schaumkrone sofort zusammen, ganz gleich, wie gut man zapft.
Wie viel Alkohol Pils enthält
Pils enthält grob zwischen 4,5 und 5,5 Prozent Alkohol. Der genaue Prozentsatz steht auf dem Etikett oder der Zapfkarte. Alkoholfreie und alkoholreduzierte Varianten liegen unter 0,5 Prozent und sind entsprechend auf der Flasche gekennzeichnet.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist Pils?
Pils ist ein untergäriges Bier: Die Hefe arbeitet bei etwa 8 bis 14 Grad und sinkt anschließend auf den Boden. Danach wird das Bier kalt gelagert und meist filtriert, wodurch es klar und goldblond ist. Der Geschmack ist trocken und klar mit einer Hopfenbitterkeit im Abgang, und der Alkoholgehalt liegt grob zwischen 4,5 und 5,5 Prozent.
Woher kommt der Name Pils?
Von Plzeň, auf Deutsch Pilsen, einer Stadt in Böhmen im heutigen Tschechien. Dort wurde 1842 das erste klare goldblonde untergärige Bier gebraut, das später den Namen Pilsner Urquell erhielt. Der Stil wurde danach weltweit nachgeahmt und der Name übernommen.
Was ist der Unterschied zwischen deutschem, tschechischem und niederländischem Pils?
Deutsches Pils ist in der Regel am trockensten und am bittersten. Tschechisches Pils ist malzbetonter und hat eine sanftere Bitterkeit. Niederländisches Pils ist meist milder als beide: weniger bitter und leichter im Körper. Es bleibt derselbe Stil, aber das Verhältnis von Malz und Hopfen unterscheidet sich je nach Land und Brauerei.
Wie groß sind ein Flötenglas und ein Vaasje?
Ein Flötenglas ist ein schlankes Glas mit etwa 19 Zentilitern Fassungsvermögen. Ein Vaasje ist das leicht taillierte Standardglas, in das meist 25 Zentiliter Bier kommen, in einem Glas mit 29 bis 34 Zentilitern Fassungsvermögen, damit Platz für die Schaumkrone bleibt. Das Flötenglas ist also kein kleineres Vaasje, sondern ein eigenes Modell.
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