So schenkst du
einen Chenin blanc in
Stelle die Flasche zwei Stunden in den Kühlschrank und entscheide danach je nach Stil. Einen knochentrockenen Savennières oder Vouvray sec schenkst du bei etwa 10 bis 12 Grad ein, denn kälter als das verschwindet die Quitte und nur die Säure bleibt. Eine halbsüße oder süße Flasche sollte dagegen 8 bis 10 Grad haben, damit der Zucker nicht überhandnimmt.
Schneide die Kapsel rundum unterhalb der Wulst am Flaschenhals durch und wische den Hals sauber. Setze die Spirale mittig auf den Korken und drehe sie gerade nach unten. Ein moussierender Vouvray oder Crémant braucht keinen Korkenzieher: Halte dort den Korken fest und drehe die Flasche, nicht den Korken.
Dekantieren ist bei Chenin selten nötig. Es hilft jedoch, eine trockene Flasche, die gerade aus dem Kühlschrank kommt, ein paar Minuten im Glas stehen zu lassen; Honig und die fast wollige, lanolinartige Note einer gereiften Flasche treten erst hervor, wenn der Wein um ein oder zwei Grad wärmer geworden ist.
Schenke etwa ein Drittel des Glases ein, damit über dem Wein noch Platz bleibt. Schenke lieber öfter kleine Mengen nach, statt das Glas ganz zu füllen: So bleibt der Rest der Flasche im Kühlschrank kühl, und du trinkst jedes Glas bei der Temperatur, die zum Stil passt.
Wie fandest du diese Anleitung?
Ein Klick auf einen Stern genügt. Wenn du noch etwas hinzufügen möchtest, lesen wir es zunächst, bevor es hier veröffentlicht wird.
Diese Seite speichern
Sende diese Seite an deine eigene E-Mail-Adresse, dann hast du die Anleitung zur Hand, wenn du einschenkst. Dazu erhältst du einen Rabattcode über 5 € ab einem Einkaufswert von 50 € für die passenden Gläser.
Die Geschichte
Chenin Blanc gehört in die mittlere Loire, wo die Appellationen der Rebsorte nahe beieinanderliegen. Savennières und Vouvray sec stehen für die trockene Seite, Vouvray demi-sec für die halbsüße, Quarts de Chaume und Coteaux du Layon für die süßen Weine, die aus durch Edelfäule eingetrockneten Trauben hergestellt werden. Außerdem fließt ein beträchtlicher Teil der Ernte in Schaumwein, als Vouvray pétillant oder als Crémant de Loire. Außerhalb Frankreichs ist Südafrika die zweite Heimat der Rebsorte; dort ist sie als Steen bekannt und ergibt einen eigenen, volleren Stil.
Das richtige Glas
Ein eigenes Chenin-Glas gibt es nicht, und das ist logisch: Die Rebsorte bringt so viele verschiedene Weine hervor, dass eine einzige Form ihnen niemals allen gerecht wird. Für die trockenen und gereiften Stilrichtungen eignet sich ein Kelch von etwa 35 Zentilitern mit einer etwas schmaleren Öffnung gut, denn er bündelt Quitte und Honig, ohne dass der Wein schnell warm wird. Für den Schaumwein Vouvray und den Crémant greifen viele lieber zu einem Glas mit eingeschliffenem Mousseurpunkt, der die Bläschen lebendig hält. Die beiden unten kommen in unserem Angebot diesen beiden Aufgaben am nächsten; das vollständige Angebot findest du bei den Weißweingläsern, und wenn du die Flasche auf dem Tisch kühl halten möchtest, schau bei den Weinkühlern.
Luigi Bormioli Supremo Weinglas 35 cl Chardonnay (6 Stück)
Zwiesel Glas Level Weißweintumbler 37,8 cl mit Mousseurpunkt (2 Stück)
Beide Sets zusammen € 61,85.
Das richtige Werkzeug
Für einen Chenin Blanc brauchst du neben dem Glas vor allem einen Korkenzieher und, wenn die Flasche kühl stehen bleiben soll, einen Weinkühler. Die Bar-Utensilien unten kommen erst zum Einsatz, wenn Chenin in einen Kir oder einen Spritz kommt: ein Barlöffel zum Umrühren und ein Jigger, um Cassis oder Sirup abzumessen. Das sind die Bar-Utensilien, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Utensilien- und Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 2 Bar-Utensilien zusammen € 63,85.
Welcher Wein passt dazu?
Chenin blanc deckt allein schon einen großen Teil der Tafel ab, vom Aperitif bis zum Dessert. Das sind die Weine, die sinnvoll dazu passen, von einem Glas Crémant zum Auftakt bis zu einem süßen Moscato zum Abschluss. Auf jeder Getränkeseite liest du den Alkoholgehalt, wie der Wein schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Die trockene Seite beginnt bei Savennières und Vouvray sec, die halbsüße bei demi-sec, und wer es wirklich süß mag, landet bei Coteaux du Layon oder Quarts de Chaume. Dazwischen liegt moelleux, süßer als demi-sec und weniger dick als die echten Dessertweine. Schaumwein heißt Vouvray pétillant oder Crémant de Loire. In Südafrika läuft der Stil unter dem Namen steen wieder anders: voller, mit mehr gelben Früchten und manchmal zusätzlich im Holz gereift. Mehr lesen? Sieh dir alle Getränke und Marken an.
Serviertipp
Lies das Etikett, bevor du einschenkst, denn an der Farbe erkennst du nicht, wie trocken ein Chenin ist. Sec ist trocken, demi-sec halb, moelleux süßer und doux am süßesten; steht nichts dabei, gibt der Alkoholgehalt einen Hinweis, denn ein niedriger Prozentsatz deutet oft darauf hin, dass Zucker im Wein zurückgeblieben ist. Eine trockene Flasche passt zu Hähnchen, Seefisch oder einem Stück gereiftem Käse. Einen süßen Wein schenkst du zu Blauschimmelkäse oder einem Obstkuchen ein, in einer kleinen Portion und gut gekühlt.
Gut zu wissen
Warum eine Rebsorte so viele Stile beherrscht
Chenin blanc behält auch bei voller Reife viel Säure. Diese Säure ist der Grund, warum die Rebsorte so vielseitig ist: In einem trockenen Wein sorgt sie für Spannung und Länge, in einem süßen Wein hält sie den Zucker im Gleichgewicht, sodass ein sirupartiger Wein trotzdem frisch statt klebrig schmeckt. Bei einem Schaumwein wirkt dieselbe Säure als Rückgrat unter den Bläschen. Eine Rebsorte mit weniger Säure würde in mindestens einer dieser drei Formen aus dem Gleichgewicht geraten.
Woran du auf dem Etikett siehst, wie trocken er ist
Bei französischem Chenin steht der Süßegrad meist mit einem Wort auf dem Etikett: sec ist trocken, demi-sec halbtrocken, moelleux süß und doux am süßesten. Quarts de Chaume und Coteaux du Layon sind per Definition süße Weine, dort steht das Wort oft nicht einmal dabei. Fehlt jede Angabe, verrät der Alkoholgehalt etwas: Bleibt er niedrig, ist Zucker im Wein zurückgeblieben, statt zu Alkohol vergoren zu werden.
Was der wollige Ton in einer gereiften Flasche ist
Bei Flaschen mit etwas Reife kommt ein weicher, wolliger Duft hinzu, der oft als Lanolin bezeichnet wird, dem Fett aus Schafwolle. Das ist kein Mangel, sondern ein Merkmal von reifendem Chenin und tritt meist zusammen mit Honig und einer Note von getrocknetem Apfel auf. In einer jungen Flasche ist diese Seite noch nicht zu schmecken; dort geben Quitte, grüner Apfel und Kamille den Ton an.
Steen, der südafrikanische Name
In Südafrika heißt Chenin Blanc Steen, und die Rebsorte ist dort vielerorts angepflanzt. Der Stil ist dort meist voller und runder als an der Loire, mit mehr gelber Frucht; ein Teil des Weins reift in Holzfässern, was ihm zusätzliche Fülle verleiht. Auf den Etiketten findest du beide Namen, manchmal sogar nebeneinander.
Wie viel Alkohol darin enthalten ist
Das hängt stark vom Stil ab. Ein trockener Chenin liegt meist ungefähr zwischen 12 und 13,5 Prozent. Bei halbsüßen und süßen Weinen liegt der Wert niedriger, weil ein Teil des Zuckers nicht zu Alkohol vergoren wurde; dort liegt er ungefähr zwischen 9 und 12 Prozent. Der Prozentsatz steht immer auf dem Etikett.
Häufige Fragen
Ist Chenin Blanc trocken oder süß?
Beides, denn aus derselben Rebsorte werden beide hergestellt. Auf dem Etikett steht es meist: sec ist trocken, demi-sec halbtrocken, moelleux süß und doux am süßesten. Savennières und Vouvray sec sind trocken, Coteaux du Layon und Quarts de Chaume sind süß, und Vouvray gibt es trocken, halbsüß und schäumend.
Wie schmeckt Chenin Blanc?
Quitte und grüner oder gelber Apfel stehen im Vordergrund, dazu kommen Honig und eine blumige Note, die an Kamille erinnert. Die Säure ist hoch und bleibt bis zum Ende des Schlucks spürbar. Eine Flasche mit etwas Reife entwickelt zusätzlich eine weiche, wollige Note, die oft als Lanolin bezeichnet wird, zusammen mit getrocknetem Apfel.
Warum entstehen aus dieser einen Rebsorte so viele verschiedene Weine?
Weil Chenin Blanc auch bei voller Reife viel Säure behält. Diese Säure hält einen süßen Wein frisch statt klebrig, verleiht einem trockenen Wein Spannung und bildet das Rückgrat eines Schaumweins. Dadurch funktioniert die Rebsorte in allen drei Varianten, während die meisten anderen Rebsorten in mindestens einer davon aus dem Gleichgewicht geraten würden.
Bei welcher Temperatur und in welchem Glas schenkt man Chenin Blanc aus?
Zwischen 8 und 12 Grad, je nach Stil: Eine trockene Flasche bei etwa 10 bis 12 Grad, eine halbsüße oder süße Flasche bei etwa 8 bis 10 Grad. Verwende ein Weißweinglas mit etwa 35 Zentilitern Fassungsvermögen und fülle es zu einem Drittel; für die Schaumweinvariante ist ein Glas mit Mousseurpunkt angenehmer.
Auch lecker
Alles für deine Bar,
an eine Adresse
Gläser in Gastronomiequalität, im Set geliefert. Heute bestellt, schnell bei dir.
Shop die Gläser →
















