Das Jungle-Bird-Rezept
für deinen Tisch
Alle Zutaten mit Eis kräftig shaken. Der Ananassaft darf schäumen.
In einen Tumbler oder Tiki-Becher mit frischem Eis oder einem großen Eiswürfel abseihen.
Kurz umrühren.
Mit einer Ananasspitze oder einem gefalteten Ananasblatt als Vogelfeder garnieren.
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Die Geschichte
Der Jungle Bird wurde Ende der siebziger Jahre in der Aviary-Bar des Kuala Lumpur Hilton als Willkommensdrink für Hotelgäste erfunden - daher der Vogel. Während die meisten Tiki-Cocktails aus dieser Zeit in Vergessenheit gerieten, wurde dieser von dem Getränkeh istoriker Jeff Berry wiederentdeckt und in den 2010er-Jahren von der New Yorker Bar Death & Co zum modernen Klassiker erhoben. Der Campari, einzigartig im Tiki-Repertoire, erwies sich als genau das, was das Genre brauchte: ein Cocktail, der es wagt, tropisch und zugleich erwachsen zu sein.
Das richtige Glas
Der Jungle Bird kann in zwei Richtungen gehen: in einem robusten Tiki-Becher mit Relief für das vollkommene Dschungelgefühl oder in einem schlichten 34-cl-Tumbler für die moderne Barpräsentation. Die dunkelrote Farbe mit der leichten Schaumkrone macht sich in beiden Gefäßen wunderbar. Wähle den Tiki-Becher für Partys und den Tumbler für den Kenner oder stell einfach beide auf den Tisch. Für die schlichte Tumbler-Version mit 34 cl schau in unsere Old-Fashioned-Gläser.
Tiki-Becher Kupicchu 35 cl
RCR Any Tumbler 34 cl (6 Stück)
Zusammen € 60,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Jungle Bird brauchst du neben dem Glas einen Boston-Shaker, einen Jigger zum präzisen Abmessen, ein Cocktailsieb, ein feines Sieb zum doppelten Abseihen und eine Zitruspresse. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 5 Bar-Tools zusammen € 98,70.
Variationen & Twists
Etwas mehr Campari macht ihn erwachsener, etwas mehr Sirup freundlicher. Das Gleichgewicht ist persönlich. Mit Mezcal statt Rum wird er rauchig und tief. Serviere ihn als „Einsteiger-Tiki“ für Gäste, die sagen, dass sie keine süßen Cocktails mögen: Sie werden ihn lieben. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Verwende einen kräftigen, dunklen Rum mit Charakter. Dieses Getränk verträgt das. Das Ananasblatt als „Schwanzfeder“ in der Garnitur macht den Vogel perfekt.
Gut zu wissen
Das Verhältnis des Jungle Bird
Das Rezept basiert auf drei zu eins: 4,5 cl dunkler Rum und 4,5 cl Ananassaft gegenüber jeweils 1,5 cl Campari, Limettensaft und Zuckersirup. Die 1,5 cl Campari sind der Dreh- und Angelpunkt. Nimmst du 2 cl, wird der Cocktail merklich bitterer und das Tropische verschwindet; gehst du auf 1 cl herunter, fällt er auf einen gewöhnlichen Rum mit Ananas zurück. Auch der Zuckersirup ist keine Dekoration, denn ohne diese 1,5 cl kippt die Kombination aus Campari und Limette scharf ins Saure. Miss alle fünf Zutaten ab, bevor du mit dem Shaken beginnst.
Wie stark ist ein Jungle Bird?
Im Glas kommt man auf ungefähr 13 Prozent. Die 4,5 cl dunkler Rum mit 40 Prozent und die 1,5 cl Campari mit 25 Prozent ergeben zusammen gut 2 cl reinen Alkohol, und nach dem Shaken hat man ein Glas mit etwa 17 cl. Das entspricht gut anderthalb Standardgläsern, ungefähr einem kräftigen Glas Wein. Nimmst du einen Overproof-Rum mit 57 Prozent, steigt der Alkoholgehalt auf fast 17 Prozent, und du solltest wirklich nur einen trinken. Ananas und Sirup kaschieren diese Stärke erstaunlich gut.
Jungle Bird oder Mai Tai: der Unterschied
Beide sind Tiki-Cocktails, beide enthalten Rum, aber ihre Geschmacksrichtung ist entgegengesetzt. Der Mai Tai basiert auf Orgeat und Orange Curaçao und ist nussig und trocken, ganz ohne Fruchtsaft. Der Jungle Bird verwendet dagegen 4,5 cl Ananassaft und gleicht ihn anschließend mit 1,5 cl Campari aus, wodurch eine bittere Unterschicht entsteht, die man in keinem anderen Tiki-Cocktail findet. Der Mai Tai wird kurz mit Crushed Ice geschüttelt, der Jungle Bird kräftig, damit der Ananassaft schäumt. Für Gäste, die sagen, sie mochten keine süßen Cocktails, ist dies die bessere Wahl.
Womit ersetzt man Campari?
Aperol ist die gängigste Alternative: Mit 11 Prozent Alkohol und deutlich weniger Bitterkeit wird der Jungle Bird milder und süßer. Reduziere dann den Zuckersirup auf 1 cl. Select Aperitivo aus Venedig liegt bei der Bitterkeit dazwischen und bewahrt die ursprüngliche Balance am besten. Cynar auf Artischockenbasis macht ihn erdig und dunkel und ist eine überraschende Wahl zu einem kräftigen jamaikanischen Rum. Nicht funktioniert ein Kräuterbitter ohne rote Früchte oder Zitrusfrüchte, denn dann verliert der Cocktail gleichzeitig seine Farbe und seinen Ausgleich.
Ananas wählen für den Jungle Bird
Ein Jungle-Bird-Cocktail lebt von seiner Schaumschicht, und die entsteht durch den Ananassaft. Saft mit etwas Fruchtfleisch schäumt besser als klarer Saft aus der Flasche, also schüttle die Packung gut oder presse selbst ein Stück Ananas aus. Shakе mit harten Eiswürfeln und nicht mit Crushed Ice, denn Crushed Ice schmilzt zu schnell und verwässert das Glas, bevor Schaum entsteht. Den Zuckersirup stellst du aus gleichen Teilen Zucker und Wasser her; verwendest du einen dickeren Sirup aus zwei Teilen Zucker, beschränke dich auf 1 cl.
Großer Eisblock oder gewöhnliche Eiswürfel
Nach dem Shaken seihst du den Drink über frisches Eis ab, und dessen Form bestimmt, wie sich der Cocktail hält. Ein großer Eisblock hat wenig Oberfläche und schmilzt langsam, sodass die bittere Seite des Campari bis zum letzten Schluck erhalten bleibt. Gewöhnliche Eiswürfel funktionieren ebenfalls, sofern du das Glas vollständig füllst: Ein halbvolles Glas schmilzt schneller als ein volles. Lass das Eis aus dem Shaker zurück, denn es ist bereits angeschmolzen und verdünnt die zweite Hälfte deines Drinks.
Häufig gestellte Fragen
Was ist in einem Jungle Bird?
Ein Jungle Bird besteht aus 4,5 cl dunklem Rum, 1,5 cl Campari, 4,5 cl Ananassaft, 1,5 cl frischem Limettensaft und 1,5 cl Zuckersirup, garniert mit einem Ananasstück oder einem Ananasblatt. Der Campari macht ihn trocken und bitter und hebt ihn von jedem anderen Tiki-Cocktail ab.
Welchen Rum verwendet man für einen Jungle Bird?
Ein kräftiger dunkler oder gereifter Rum mit Charakter, zum Beispiel ein jamaikanischer. Dieser Drink verträgt das: Campari und Ananassaft sind so ausdrucksstark, dass ein leichter weißer Rum völlig untergeht. Serviere ihn auf frischem Eis oder einem großen Eisblock; siehe unsere Tiki-Gläser.
Kann man den Campari in einem Jungle Bird ersetzen?
Ja, aber dann verändert sich der Charakter. Aperol ist süßer und leichter und macht ihn zugänglicher; Select oder Cynar bewahren die Bitterkeit mit einem anderen Kräuterprofil. Wenn du das Original probieren möchtest, bleib bei Campari und variiere lieber die Menge: von 1 cl für Einsteiger bis zu 2 cl für Liebhaber.
Woher kommt der Name Jungle Bird?
Der Cocktail wurde Ende der siebziger Jahre in der Aviary-Bar des Kuala Lumpur Hilton als Begrüßungsgetränk für Hotelgäste erfunden. Aviary bedeutet Vogelhaus, daher der Vogel im Namen und das gefaltete Ananasblatt als Schwanzfeder in der Garnitur. Der Getränkeh historiker Jeff Berry hat das Rezept später wieder ausgegraben.
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