Destilliert mit Kräutern · meist 20 bis 45 %

Kräuterbitter

Das Gläschen, das nach dem Essen auf den Tisch kommt: dunkel, würzig und bittersüß. Was Kräuterbitter genau ist, welche Stile es gibt, wie er schmeckt, wie man ihn trinkt und welches Glas dazu passt.

Destilliert mit KräuternMeist 20 bis 45 %Bittersüß und würzigDer klassische Digestif
NIX18 - Unter 18, kein Alkohol
Flasche Jägermeister 70 cl
20–45%je nach Marke
Marken

Die bekanntesten Kräuterbitter

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Vier Flaschen, die man in nahezu jeder Bar findet, von süß und eiskalt bis vollständig trocken.

Flasche Jägermeister 70 cl

Jägermeister

35 % · Deutschland

Seit 1934 aus Wolfenbüttel, mit 56 Kräutern, Wurzeln, Blüten und Gewürzen und einem Jahr Reifezeit in Eichenfässern. Der süßeste dieser Auswahl und am besten direkt aus dem Gefrierfach.

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Underberg Kräuterbitter 12 x 2 cl

Underberg

44 % · Portionen à 2 cl

Kräuter aus 43 Ländern, seit 1846 in braunes Papier gewickelt. Zuckerfrei, ausgesprochen bitter und als eine Portion nach dem Essen gedacht.

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Flasche Fernet-Branca 70 cl

Fernet-Branca

39 % · Mailand

Der Mailänder Amaro aus dem Jahr 1845 mit mehr als 27 Kräutern, mentholartig und intensiv bitter. Unter Barpersonal gilt ein Shot Fernet als Getränk unter Kollegen.

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Flasche Schrobbelèr-Kräuterlikör 70 cl

Schrobbelèr

21,5 % · Tilburg

Der Brabanter Kräuterlikör mit 43 Kräutern, seit 1965. Mild, süß und mit 21,5 % die leichteste Flasche dieser Auswahl, untrennbar mit dem Karneval verbunden.

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Alle Marken und Sorten

Jeder Kräuterbitter auf einen Blick, nach Marke

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5 Marken und 2 Sorten, jeweils mit einer eigenen Seite zu Geschmack, Cocktails und dem richtigen Glas.

Underberg 3 Fläschchen à 2 cl

Underberg

44 % · das Original
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Flasche Schrobbelèr-Kräuterlikör 70 cl

Schrobbelèr

21,5 % · das Original
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Was ist Kräuterbitter?

Kräuter, Wurzeln und Schalen in destillierten Getränken

Kräuterbitter ist ein destilliertes Getränk, das mit Kräutern, Wurzeln und Schalen aromatisiert wird. Dazu gehören etwa Enzianwurzel, Anis, Ingwer, Süßholz, Safran, Lorbeer und Zitrusschalen; die Rezepturen reichen von einer Handvoll Zutaten bis weit über fünfzig und sind bei nahezu jeder Marke geheim. Das Ergebnis ist dunkel, würzig und meist bittersüß: zunächst ein süßer Auftakt, danach die Bitterkeit der Wurzeln. Der Alkoholgehalt liegt größtenteils zwischen 20 und 45 %, wobei die süßeren Flaschen am unteren Ende dieser Spanne liegen und die trockenen, deutlich bitteren am oberen.

Die Herstellung ist überall ungefähr gleich. Die Kräuter ziehen wochen- bis monatelang in Alkohol, manchmal werden sie destilliert, und anschließend ruht die Mischung oft noch eine Zeit lang in Eichenfässern. Wie viel Zucker schließlich hinzugefügt wird, bestimmt, in welche Kategorie die Flasche fällt: Enthält sie mehr als hundert Gramm Zucker pro Liter, gilt sie rechtlich als Likör. Deshalb wird Jägermeister offiziell als Kräuterlikör bezeichnet, während Underberg keinen zugesetzten Zucker enthält und rein bitter ist. Im Handel stehen sie einfach nebeneinander, denn in der Praxis verwendet man sie auf dieselbe Weise.

Und dieses Trinken folgt fast immer demselben Ritual: nach dem Essen, in einem kleinen Glas mit zwei bis vier Zentilitern. Bitterstoffe wie Enzian regen die Verdauung an, und genau deshalb wurden diese Getränke einst als Medizin entwickelt und später als Digestif auf dem Tisch beibehalten. Die Temperatur hängt von der Marke ab. Ein süßerer Kräuterbitter kommt eiskalt aus dem Gefrierschrank am besten zur Geltung, weil die Kälte die Süße dämpft; einen trockenen italienischen oder deutschen Bitter schenkt man dagegen bei Raumtemperatur aus, damit sich die Kräuter entfalten.

Kurz gesagt

ArtSpirituose mit Kräutern und Wurzeln
AlkoholMeist 20 bis 45 %
GrundlageKräuter, Wurzeln, Schalen und Gewürze in Alkohol
ReifungOft einige Monate bis ein Jahr in Eichenfässern gereift
GeschmackBittersüß und würzig, von mild bis sehr bitter
GlasKleines Schnapsglas oder Shotglas, 2 bis 4 cl
Welche Arten von Kräuterbitter gibt es?

Fünf Stile, von weich und süß bis vollkommen trocken

Jedes Land hat seine eigene Variante, und der Unterschied liegt vor allem im Zuckergehalt und darin, wie weit die Hersteller die Bitterkeit gehen lassen. Eine Flasche aus dieser Reihe trinkt man nicht, sondern verwendet sie tropfenweise.

Flasche Jägermeister 70 cl

Deutscher Kräuterlikör

meist 30 bis 35 %

Die süßere Variante: viele Kräuter, ein Jahr in Eichenfässern und genug Zucker, um die Bitterkeit zu bändigen. Dunkel, wärmend und der bekannteste von allen. Wird eiskalt aus dem Gefrierschrank getrunken.

Am besten eiskalt als Shot
Beispiel: Jägermeister →
Underberg Kräuterbitter 12 x 2 cl

Digestifbitter

meist 40 bis 45 %

Trocken, kräftig und ohne zugesetzten Zucker, gemacht zum Trinken nach einer schweren Mahlzeit. Underberg verkauft ihn nur in Portionen von 2 cl, denn mehr ist nicht vorgesehen.

Am besten für: eine Portion nach dem Essen
Beispiel: Underberg →
Flasche Fernet-Branca 70 cl

Italienischer Amaro

meist 16 bis 40 %

Die italienische Variante, von leicht bitter bis extrem bitter. Fernet-Branca liegt am äußersten Ende: mentholartig, medizinisch und kaum süß. In Argentinien wird er mit Cola getrunken.

Am besten für: pur nach dem Essen oder mit Cola
Beispiel: Fernet-Branca →
Flasche Schrobbelèr-Kräuterlikör 70 cl

Niederländischer Kräuterbitter

21,5 bis 30 %

Beerenburg auf Wacholderbasis aus dem Norden und Schrobbelèr aus Tilburg. Weniger alkoholhaltig, milder und süßer als die deutschen und italienischen Flaschen und fast immer eiskalt ausgeschenkt.

Am besten für: eiskalt pur, im Schnapsglas
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Fläschchen Angostura Aromatic Bitters 20 cl

Cocktailbitters

44,7 % · pro Dash

Kein Digestif, sondern ein Aromageber. Eine konzentrierte Tinktur aus Enzian und Gewürzen, von der ein paar Tropfen reichen, um einem Cocktail Tiefe zu verleihen. Pur ist er unerträglich scharf.

Am besten für: Old Fashioned, Manhattan
Beispiel: Angostura →
Und außerdem?

Fast jedes Land stellt seinen eigenen Kräuterbitter her, und im selben Regal stehen die bittersüßen italienischen Aperitifs.

Zu den Marken →
Wie schmeckt Kräuterbitter?

Bittersüß, würzig und warm

Nase

Kräuter & Wurzeln

Ein dichtes Bouquet aus getrockneten Kräutern, Wurzeln und Backgewürzen: Anis, Ingwer, Nelke und Süßholz, darunter die erdige Note von Enzian. Bei den süßeren Marken kommt Karamell hinzu.

Mund

Bittersüß und voll

Meist zunächst süß und sirupartig, danach zieht sich die Bitterkeit über die Zunge. Je weniger Zucker, desto früher setzt die Bitterkeit ein: Bei einem trockenen Digestifbitter ist sie sofort da, und die Süße bleibt vollständig aus.

Abgang

Lang, warm und kühlend

Die Kräuter bleiben minutenlang präsent, oft mit einer mentholartigen, kühlenden Note. Genau dieser Effekt macht ein kleines Gläschen nach einer üppigen Mahlzeit so angenehm.

Süß 3/5
Würzig 5/5
Fruchtig 1/5
Stärke 3/5

Durchschnittliche Einordnung der Kategorie. Jägermeister und Schrobbelèr liegen beim Süßegrad höher; Underberg und Fernet-Branca erreichen bei Süße etwa 1 und bei Stärke etwa 4.

So trinkt man ihn

Drei Arten, Kräuterbitter zu trinken

Die Portion bleibt immer klein: Zwei bis vier Zentiliter reichen. Nur die Temperatur variiert, und die hängt davon ab, wie viel Zucker in der Flasche steckt.

Eiskalt als Shot

Stellen Sie die Flasche ein paar Stunden ins Gefrierfach und schenken Sie 2 bis 4 cl in ein vorgekühltes Schnapsglas. Bei 35 % gefriert nichts, das Getränk wird nur dickflüssiger und deutlich weniger süß. So trinkt man Jägermeister, und so schenkt Brabant auch seinen Schrobbelèr aus.

Das richtige Glas →

Als Digestif nach dem Essen

Ein trockener Kräuterbitter möchte gerade nicht eiskalt serviert werden: Schenke 2 bis 4 cl bei Raumtemperatur in ein kleines Glas mit Stiel und lass ihn kurz stehen. Erst dann kommen die Kräuter richtig zur Geltung. Underberg trinkt man in einer Portion von 2 cl, Fernet-Branca in einem Schnapsglas.

Über Underberg →

Mit Cola oder Tonic

4 cl Kräuterbitter auf etwa 12 cl eiskalte Cola in einem mit Eis gefüllten Longdrinkglas, mit einer Orangenscheibe. In Argentinien heißt diese Kombination mit Fernet-Branca Fernandito; in Friesland macht man dasselbe mit Beerenburg. Tonic funktioniert ebenfalls und macht den Drink trockener.

Über Beerenburg →
Aus dem Webshop

Das richtige Glas für Kräuterbitter

Klein ist der Ausgangspunkt: ein Shotglas, wenn er aus dem Gefrierfach kommt, ein Schnapsglas mit Stiel für den Digestif. Kommt Cola dazu oder machst du einen Cocktail daraus, greifst du zu einem größeren Glas. Das sind die Gläser, die wir selbst empfehlen.

100 % bruchsicher geliefert
Eclat Longchamp Shotglas
Für eiskalte Getränke

Eclat Longchamp Shotglas

Set aus 6 · 4,5 cl · geschliffenes Rautenmuster
€ 25,95Ansehen
Royal Leerdam Gilde Schnapsglas
Für den Digestif

Royal Leerdam Gilde Schnapsglas

Set aus 6 · 6 cl · klassisches Schnapsglas mit Stiel
€ 17,95Ansehen
Onis Icon Tumbler
Für Cocktails

Onis Icon Tumbler

Set aus 6 · 35 cl · schwerer Boden, klassisches Whiskyglas
€ 33,95Ansehen
Arcoroc Islande Longdrinkglas
Für Cola

Arcoroc Islande Longdrinkglas

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€ 14,95Ansehen
Häufig gestellte Fragen

Alles, was du noch über Kräuterbitter wissen wolltest

Ist deine Frage nicht dabei? Sieh dir unsere Cocktailrezepte an oder kontaktiere uns.

Zu den Cocktailrezepten →
Wie viel Prozent Alkohol enthält Kräuterbitter?
Meist zwischen 20 und 45 %, und der Prozentsatz sagt ziemlich viel über den Geschmack aus. Schrobbelèr liegt bei 21,5 %, Beerenburg bei den meisten Marken bei 30 %, Jägermeister bei 35 %, Fernet-Branca bei 39 % und Underberg bei 44 %. Je höher der Prozentsatz, desto trockener und bitterer ist die Flasche normalerweise.
Was ist der Unterschied zwischen Kräuterbitter und Cocktailbitter?
Die Menge. Einen Kräuterbitter trinkt man aus einem 2- bis 4-cl-Glas, pur oder mit Cola. Cocktailbitter wie Angostura sind viel konzentrierter und werden dosiert: ein paar Tropfen in einem Old Fashioned oder einem Manhattan, als Geschmacksträger. Nicht umsonst befinden sie sich in einer 20-cl-Flasche mit einem Dosieraufsatz. Pur trinkt man sie nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Kräuterbitter und Kräuterlikör?
Der Zucker - und das ist ein gesetzlicher Unterschied. Enthält ein Getränk mehr als hundert Gramm Zucker pro Liter, wird es offiziell als Likör bezeichnet. Deshalb steht bei Jägermeister Kräuterlikör auf dem Etikett, während Underberg ohne zugesetzten Zucker hergestellt wird und somit tatsächlich ein Bitter ist. Im alltäglichen Sprachgebrauch nennen wir beide Kräuterbitter.
Ist Beerenburg auch ein Kräuterbitter?
Ja, Beerenburg ist der niederländische Zweig derselben Familie. Es handelt sich um Genever, dem ein Extrakt aus Kräutern und Wurzeln zugesetzt wird, fast immer mit 30 % Alkohol. Auch der Schrobbelèr aus Tilburg gehört dazu, obwohl er mit 21,5 % deutlich süßer und milder ist. Auf unserer Seite über Beerenburg erfährst du, woher der Name stammt und welche friesischen Marken es gibt.
Warum trinkt man Kräuterbitter nach dem Essen?
Wegen der Bitterstoffe. Enzianwurzel und verwandte Kräuter regen die Verdauung an, und ursprünglich wurden diese Getränke genau deshalb als Medizin entwickelt. Von Underberg bis Fernet-Branca ist der Gedanke derselbe: ein kleines Glas nach einer schweren Mahlzeit. Ob es wirklich hilft, wurde nie eindeutig nachgewiesen, aber das Ritual hat sich in halb Europa gehalten.
Muss Kräuterbitter ins Gefrierfach?
Das hängt von der Marke ab. Süßere Flaschen wie Jägermeister und Schrobbelèr kommen eiskalt am besten zur Geltung, weil Kälte die Süße dämpft und das Getränk dickflüssiger macht. Einen trockenen Bitter wie Underberg oder Fernet-Branca schenkt man dagegen bei Zimmertemperatur aus, denn im Gefrierfach verschließen sich seine Kräuteraromen. Das Öffnen darf lange auf sich warten lassen: Durch den Alkohol bleibt eine Flasche jahrelang haltbar.