Kaffee wird nur so gut, wie es Wasser, Bohnen und Mahlgrad zusammen zulassen. Für Filterkaffee rechnet man etwa sechzig Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser mit ungefähr fünfundneunzig Grad; ein Espresso wird mit Druck zubereitet und viel feiner gemahlen, und Cold Brew zieht stundenlang kalt mit grobem Mahlgut. Im Folgenden stehen die bekannten Zubereitungsarten nebeneinander, jeweils mit dem passenden Glas oder der passenden Tasse.

Basis: Kaffeebohnen4 ZutatenGlas: Kaffeeglas
Kaffee mit Milchschaum in einem doppelwandigen Kaffeeglas
KAFFEE ✶ KAFFEEBOHNEN ✶ KAFFEEGLAS ✶ MAHLEN & EINGIESSEN ✶

Das Kaffeerezept
für deinen Tisch

Wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
15 GrammKaffeebohnen, mittelfein gemahlen
25 clWasser mit einer Temperatur von 93 bis 96 Grad
5 clKalte Milch, nach Geschmack
4 GrammZucker, nach Geschmack
Kaffee zubereiten: Schritt für Schritt
1

Wiege fünfzehn Gramm Bohnen ab und mahle sie mittelfein, etwa so grob wie Tafelsalz. Frischmahlen macht den größten Unterschied: Gemahlener Kaffee verliert sein Aroma innerhalb einer Viertelstunde, ganze Bohnen bewahren es wochenlang.

2

Erhitze Wasser und lass es nach dem Kochen eine halbe Minute stehen, dann hat es etwa fünfundneunzig Grad. Spüle den Filter mit einem Teil dieses Wassers durch und schütte das durchgelaufene Wasser weg, damit du keinen Papiergeschmack wahrnimmst und die Kanne bereits warm ist.

3

Gieße zunächst die doppelte Menge des Kaffeegwichts auf, also etwa dreißig Milliliter, und warte eine halbe Minute: Das Kaffeebett quillt auf und gibt Kohlendioxid ab. Gieße anschließend in kreisenden Bewegungen bis auf fünfundzwanzig Zentiliter nach und halte den Wasserstand niedrig, damit das Wasser überall gleich lange durch den Kaffee läuft.

4

Lass den Kaffee insgesamt drei bis vier Minuten vollständig durchlaufen und rühre die Kanne einmal um, bevor du ihn eingießt. Schenke ihn in ein vorgewärmtes Glas oder eine vorgewärmte Tasse ein und gib Milch oder Zucker erst dazu, nachdem du ihn pur probiert hast.

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Die Geschichte

Kaffee stammt aus den Samen der Kaffeepflanze, die geröstet und gemahlen werden. Fast alles, was du trinkst, ist Arabica oder Robusta: Arabica ist säuerlicher und aromatischer, Robusta flacher und bitterer, mit mehr Koffein und in einer Espressomischung mit einer kräftigeren Crema. Was danach in deine Tasse kommt, hängt vor allem von der Zubereitungsart ab. Mit Druck erhältst du ein paar Zentiliter dickes Konzentrat, mit einem Filter eine klare Tasse von ein paar hundert Millilitern und mit kaltem Wasser einen Extrakt, der stundenlang zieht und kaum säuerlich schmeckt. Dieselbe Bohne kann dadurch drei völlig unterschiedliche Getränke ergeben.

Das richtige Glas

Welches Glas du brauchst, hängt davon ab, was du zubereitest. Ein Espresso benötigt sechs bis neun Zentiliter, ein Cappuccino etwa sechzehn bis vierundzwanzig, eine normale Tasse Filterkaffee zweiundzwanzig bis dreißig und ein Latte macchiato ein hohes Glas mit fünfunddreißig bis fünfundvierzig. Für kalten Kaffee nimmst du einen Tumbler oder ein Longdrinkglas, damit das Eis hineinpasst. Doppelwandiges Glas hält den Kaffee länger warm und bleibt außen angenehm warm, sodass du ihn auch ohne Henkel greifen kannst; diese Modelle findest du bei den doppelwandigen Kaffeegläsern.

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Das richtige Werkzeug

Für Kaffee braucht man neben dem Glas nicht viel: einen langen Barlöffel, um Zucker und Milch bis zum Boden einer hohen Tasse unterzurühren, einen Jigger, um einen Schuss Likör genau abzumessen, und eine Muskatreibe für etwas Zartbitterschokolade oder Muskat über dem Schaum. Das sind die Bar-Utensilien, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Utensilien & Cocktailsets.

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Welcher Schuss kommt in deinen Kaffee?

Ohne Alkohol ist Kaffee einfach Kaffee. Rührst du einen Schuss Likör hinein, nennt man das in Italien einen Caffè corretto; mit Whiskey und Sahne wird daraus ein Irish Coffee. Klassischerweise kommen Sambuca, Amaretto oder Kahlúa hinein. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du benötigst.

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Variationen & Twists

Aus denselben Bohnen entstehen ganz unterschiedliche Getränke. Mit Druck erhältst du einen Espresso, mit aufgeschäumter Milch darüber einen Cappuccino und geschichtet in einem hohen Glas einen Latte Macchiato. Kalt geht es auch: Auf Eis wird daraus Eiskaffee, und wenn du grob gemahlenen Kaffee über Nacht kalt ziehen lässt, erhältst du Cold Brew. Mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Wärme das Glas oder die Tasse mit heißem Wasser vor und gieße es anschließend weg; bei einer kleinen Portion Kaffee macht das sofort ein paar Grad aus. Leere die Kanne innerhalb einer halben Stunde, denn längeres Warmhalten macht den Kaffee bitter. Stelle ein Glas kaltes Wasser dazu, wenn du ihn schwarz trinkst, und lass Milch und Zucker auf dem Tisch stehen, damit jeder selbst entscheiden kann.

Gut zu wissen

Die bekannten Zubereitungsarten im Überblick

Bei einem Espresso presst eine Maschine heißes Wasser unter Druck in fünfundzwanzig bis dreißig Sekunden durch ein kompaktes Bett aus feinem Kaffeemehl. Filterkaffee läuft unter seinem eigenen Gewicht durch Papier oder einen Permanentfilter und dauert drei bis vier Minuten. In einer French Press zieht grobes Kaffeemehl vier Minuten im Wasser, bevor du das Sieb herunterdrückst. Eine Mokkakanne drückt mit Dampfdruck Wasser nach oben durch mittelfein gemahlenen Kaffee und ergibt eine kräftige Tasse ohne echte Crema. Und Cold Brew zieht zwölf bis achtzehn Stunden mit kaltem Wasser.

Der Mahlgrad je nach Zubereitung

Je kürzer das Wasser mit dem Kaffee in Kontakt ist, desto feiner mahlst du. Für Espresso mahlst du so fein, dass das Kaffeemehl zusammenklebt, für Filterkaffee etwa so grob wie Tafelsalz, für eine French Press wie grobes Meersalz und für Cold Brew noch eine Stufe gröber. Eine Mokkakanne liegt zwischen Espresso und Filterkaffee. Mahlst du für deine Methode zu grob, wird der Kaffee dünn und sauer; mahlst du zu fein, läuft er langsam durch und wird bitter.

Das Verhältnis von Kaffee zu Wasser

Für Filterkaffee sind sechzig Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser ein guter Ausgangspunkt, also grob ein Teil Kaffee auf sechzehn bis siebzehn Teile Wasser. Für eine einzelne Tasse mit fünfundzwanzig Zentilitern entspricht das fünfzehn Gramm. Eine French Press liegt bei etwa eins zu fünfzehn, ein Espresso bei ungefähr eins zu zwei, und Cold Brew setzt man oft als Konzentrat im Verhältnis eins zu acht an und verdünnt es anschließend. Wiege besser ab, statt mit einem Löffel zu dosieren, denn ein gestrichener Löffel Kaffeemehl wiegt bei grobem Mahlgrad anders als bei feinem.

Wasser und Temperatur

Eine Tasse Kaffee besteht zu über achtundneunzig Prozent aus Wasser. Hartes, kalkreiches Wasser oder Wasser mit Chlorgeruch beeinträchtigt daher den Geschmack direkt. Gefiltertes oder weiches Wasser bringt merklich mehr Aroma. Die Temperatur sollte zwischen zweiundneunzig und sechsundneunzig Grad liegen: Kochendes Wasser löst zu viele Bitterstoffe heraus, Wasser unter neunzig Grad lässt den Kaffee säuerlich und dünn schmecken. Eine halbe Minute nach dem Kochen zu warten, reicht aus, um in diesen Bereich zu kommen.

Bohnen aufbewahren

Kaufe ganze Bohnen und mahle sie pro Tasse, denn gemahlener Kaffee verliert innerhalb einer Viertelstunde den größten Teil seines Aromas. Bewahre sie luftdicht, dunkel und bei Zimmertemperatur auf und verbrauche sie innerhalb eines Monats nach dem Röstdatum. Der Kühlschrank ist dagegen ungünstig: Jedes Mal, wenn du den Behälter herausnimmst, schlägt sich Feuchtigkeit auf den Bohnen nieder. Wenn du einen Vorrat einlagern möchtest, eignet sich der Gefrierschrank, und zwar in Portionen, die du auf einmal verbrauchst.

Welches Glas für welchen Kaffee

Ein Espresso kommt in ein Glas mit sechs bis neun Zentilitern, damit die Crema erhalten bleibt. Ein Cappuccino braucht sechzehn bis vierundzwanzig Zentiliter, mit Platz für die Schaumkrone. Ein Latte Macchiato gehört in ein hohes, schmales Glas mit fünfunddreißig bis fünfundvierzig Zentilitern, damit die Schichten sichtbar bleiben. Für Eiskaffee und Cold Brew nimmst du einen Tumbler oder ein Longdrinkglas mit Platz für Eis. Eine normale Tasse Filterkaffee hat mit zweiundzwanzig bis dreißig Zentilitern die richtige Größe.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Kaffee verwendest du pro Tasse?

Rechne mit sechzig Gramm Kaffee pro Liter Wasser, also ungefähr fünfzehn Gramm für eine Tasse mit fünfundzwanzig Zentilitern. Das entspricht einem Teil Kaffee auf sechzehn bis siebzehn Teile Wasser. Wiege besser ab, statt zu schöpfen: Das Gewicht eines Löffels Kaffeemehl variiert je nach Mahlgröße.

Welche Mahlgröße passt zu welcher Zubereitung?

Espresso mahlst du sehr fein, Filterkaffee ungefähr so grob wie Tafelsalz, eine French Press wie grobes Meersalz und Cold Brew noch gröber. Eine Moka-Kanne liegt zwischen Espresso und Filterkaffee. Die Regel ist einfach: Je länger das Wasser mit dem Kaffee in Kontakt ist, desto gröber mahlst du.

Wie heiß muss das Wasser für Kaffee sein?

Zwischen zweiundneunzig und sechsundneunzig Grad. Lass kochendes Wasser daher eine halbe Minute stehen, bevor du aufgießt. Kochendes Wasser löst zu viele Bitterstoffe, während Wasser unter neunzig Grad eine dünne, säuerliche Tasse ergibt.

Welches Glas verwendest du für Kaffee?

Für eine normale Tasse Filterkaffee zweiundzwanzig bis dreißig Zentiliter, für einen Espresso sechs bis neun, für einen Cappuccino sechzehn bis vierundzwanzig und für einen Latte Macchiato ein hohes Glas mit fünfunddreißig bis fünfundvierzig. Doppelwandiges Glas hält den Kaffee am längsten warm und bleibt außen handwarm.

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