Der Mary Pickford ist ein rosafarbener Rumcocktail aus dem Havanna der 1920er-Jahre, benannt nach einem der größten Stars des Stummfilms. Weißer Rum und frischer Ananassaft zu gleichen Teilen, etwas Maraschino und ein halber Zentiliter Grenadine für die Farbe. Er schmeckt fruchtig, aber nicht klebrig süß, mit einer zarten Schaumschicht, die sich beim Schütteln des Ananassafts im Shaker bildet. Ein guter Einstieg für alle, denen ein Daiquiri zu sauer ist.

Basis: Rum4 ZutatenGlas: Coupette
Mary-Pickford-Cocktail in der Coupette
MARY PICKFORD ✶ RUM ✶ COUPE ✶ SHAKE & SERVE ✶

Das Mary-Pickford-Rezept
für deinen Tisch

Für wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
4,5 clweißer Rum
4,5 clfrischer Ananassaft
0,75 clMaraschinolikör (Luxardo)
0,5 clGrenadine
Mary Pickford zubereiten: Schritt für Schritt
1

Eine Coupette zehn Minuten ins Gefrierfach stellen oder mit Eis und Wasser füllen.

2

Den Rum, den Ananassaft, den Maraschino und die Grenadine in einen Shaker geben.

3

Den Shaker mit Eis füllen und fünfzehn Sekunden lang kräftig schütteln, damit der Ananassaft eine Schaumschicht bildet.

4

Das Eis aus der Coupette geben und den Cocktail doppelt abseihen.

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Die Geschichte

Der Mary Pickford entstand in den 1920er-Jahren in Havanna, als viele Amerikaner nach Kuba reisten, um der Prohibition in ihrem eigenen Land zu entgehen. Der Cocktail wird Eddie Woelke oder Fred Kaufmann zugeschrieben, zwei Barkeepern, die damals in Havanna arbeiteten. Der Geschichte zufolge bereiteten sie ihn für Mary Pickford selbst zu, als sie mit Douglas Fairbanks und Charlie Chaplin auf der Insel war. Wie genau es dazu kam und in welcher Bar, lässt sich nicht sicher feststellen; die Quellen gehen auseinander. Pickford, die in Kanada geboren wurde, war eines der bekanntesten Gesichter des Stummfilms und gründete 1919 gemeinsam mit unter anderem Chaplin und Fairbanks die Filmgesellschaft United Artists. Ihr Cocktail steht auf der offiziellen IBA-Liste.

Das richtige Glas

Serviere den Mary Pickford ohne Eis in einer gekühlten Coupe mit 22 bis 24 cl. Mit gut 10 cl Zutaten und der Verdünnung aus dem Shaker kommst du auf etwa 13 cl, sodass noch Platz für die Schaumkrone des Ananassafts bleibt. Die runde, offene Schale bringt die rosafarbene Farbe zur Geltung und lässt den Duft von Ananas und Kirsche frei. Durch den Stiel bleibt das Getränk länger kalt. Sieh dir unsere Champagner-Coupe-Gläser an.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Mary Pickford verwendest du neben dem Glas einen Boston-Shaker, einen Jigger zum präzisen Abmessen, ein Cocktailsieb und ein feines Sieb zum Doppelsieben. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Womit machst du einen Mary Pickford?

Für einen Mary Pickford brauchst du Rum und Likör. Bekannte Flaschen sind Havana Club und Bacardi. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie er schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.

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Variationen & Twists

Manche Rezepte verwenden 1 cl Grenadine und eine Cocktailkirsche als Garnitur; die IBA bleibt bei einem halben Zentiliter und keiner Garnitur. Mit Ananassaft aus der Packung wird er süßer und flacher, und die Schaumkrone fehlt. Wenn du die Ananas durch Grapefruit und Limette ersetzt, kommst du dem Hemingway Special nahe, der ebenfalls Maraschino verwendet. Wenn dir die Kombination aus Rum und Ananas schmeckt, probiere als Nächstes die Piña Colada oder den Painkiller.

Serviertipp

Verwende echte Granatapfel-Grenadine und keinen roten Sirup, der nur aus Zucker und Farbstoff besteht; der Geschmack ist frischer und die Farbe sanfter. Presse oder püriere die Ananas selbst oder kaufe frischen Saft aus dem Kühlregal. Wer möchte, legt eine Cocktailkirsche auf den Boden des Glases.

Gut zu wissen

Mary Pickford ohne Shaker zubereiten

Wenn du keinen Shaker hast, funktioniert auch ein Marmeladenglas mit mindestens einem halben Liter Fassungsvermögen und einem gut schließenden Deckel. Gib den Rum, den Ananassaft, den Maraschino und die Grenadine hinein, fülle das Glas zu zwei Dritteln mit Eis und schüttle es fünfzehn Sekunden lang so kräftig wie möglich. Gerade bei diesem Cocktail ist Schütteln wichtig: Der Ananassaft schäumt auf und verleiht dem Drink seine weiche Textur. Seihe ihn anschließend durch ein Teesieb in die gekühlte Coupette ab, damit kein Fruchtfleisch und keine Eissplitter hineingelangen. Beim Rühren im Glas entsteht eine flache, wässrige Version.

Welcher Rum eignet sich am besten?

Die IBA verlangt weißen Rum, und ein leichter Rum nach kubanischer Art passt am besten zu einem Getränk aus Havanna. Havana Club 3 Años und Bacardi Carta Blanca sind trocken und klar, sodass Ananas und Maraschino zur Geltung kommen. Ein schwerer, dunkler Rum überdeckt die feine Kirschnote und macht die Farbe braun statt rosa. Ein leicht gereifter Rum funktioniert ebenfalls, wenn du ihn etwas runder und vollmundiger möchtest. Gewürzrum und Kokosrum lässt du besser stehen, da sie das Getränk zu sehr in Richtung eines süßen tropischen Cocktails lenken.

Frischen Ananassaft selbst machen

Frischer Ananassaft macht den Unterschied zwischen einem flachen und einem lebendigen Mary Pickford. Schäle eine reife Ananas, entferne den harten Strunk und gib die Stücke in einen Mixer. Mixe sie eine halbe Minute lang zu einem glatten Püree und drücke dieses durch ein feines Sieb oder ein Tuch. Aus einer mittelgroßen Ananas erhältst du etwa 40 bis 50 cl Saft, genug für acht bis zehn Cocktails. Der Saft hält sich im Kühlschrank zwei Tage. Frischer Saft schäumt im Shaker viel schöner als Saft aus dem Karton, der erhitzt wurde.

Maraschino und Grenadine: Was bewirken sie?

Beide kommen in kleinen Mengen hinein, bewirken aber jeweils etwas anderes. Maraschino ist ein klarer, trockener Likör aus Maraskakirschen mit einem blumigen, leicht nussigen Geschmack. Er verleiht Tiefe und macht die Ananas weniger eindimensional. Luxardo ist die Marke, die die IBA nennt. Grenadine ist Granatapfelsirup und sorgt vor allem für die rosa Farbe und etwas frische Süße. Mit einem halben Zentiliter bleibt das Getränk hellrosa; mehr Grenadine macht es dunkler und süßer. Maraschino brauchst du auch für den Aviation, daher hält eine Flasche lange.

Mary Pickford für eine Gruppe zubereiten

Für eine Gruppe mischst du die Basis vorab. Für acht Gläser gibst du 36 cl Rum, 36 cl frischen Ananassaft, 6 cl Maraschino und 4 cl Grenadine in eine Flasche oder einen Krug und stellst alles mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Schüttle die Flasche vor der Verwendung kurz, da sich das Fruchtfleisch absetzt. Schüttle jeweils zwei Gläser mit viel Eis in einem geräumigen Shaker aus unseren Cocktailshakern, damit jeder Cocktail seine Schaumschicht erhält, und seihe doppelt in gekühlte Coupes ab. Einen ganzen Krug auf einmal einzuschenken, ohne zu shaken, ergibt ein schales Getränk, ganz gleich, wie kalt es ist.

Wie viel Alkohol ist in einem Mary Pickford enthalten?

Rechne mit etwa 15 Prozent im Glas. Die 4,5 cl Rum mit 40 Prozent liefern 1,8 cl reinen Alkohol, die 0,75 cl Maraschino mit 32 Prozent noch einmal etwas mehr als 0,2 cl. Zusammen sind das etwa 2 cl, verteilt auf ein Glas mit ungefähr 13 cl nach dem Shaken. Das entspricht etwas mehr als eineinhalb Standardgläsern. Durch den Ananassaft trinkt er sich weich und fruchtig, ist also stärker, als er schmeckt. Wer es leichter möchte, nimmt 3 cl Rum und füllt mit 1,5 cl zusätzlichem Ananassaft auf.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Mary-Pickford-Cocktail?

Ein Mary Pickford ist ein rosa Cocktail aus weißem Rum, frischem Ananassaft, Maraschino-Likör und Grenadine, geschüttelt und ohne Eis in einer Coupette serviert. Er stammt aus Havanna aus den 1920er-Jahren und ist nach dem Filmstar Mary Pickford benannt. Der Drink steht auf der offiziellen IBA-Liste.

Was kommt in einen Mary Pickford?

Laut IBA kommen 4,5 cl weißer Rum, 4,5 cl frischer Ananassaft, 0,75 cl Luxardo-Maraschino und 0,5 cl Grenadine hinein. Du schüttelst alles mit Eis und seihst es in eine gekühlte Coupette ab. Die IBA schreibt keine Garnitur vor, häufig sieht man jedoch eine Cocktailkirsche.

Kannst du Ananassaft aus dem Karton verwenden?

Es geht, aber du musst Abstriche machen. Saft aus dem Karton wird erhitzt, ist oft süßer und schäumt kaum, wodurch der Mary Pickford flach und fade wird. Wähle dann gekühlten Saft ohne Zuckerzusatz oder püriere selbst eine Ananas im Mixer und seihe sie durch ein feines Sieb.

Welches Glas verwendest du für einen Mary Pickford?

Eine gekühlte Coupette mit 22 bis 24 cl. Das Getränk kommt ohne Eis ins Glas, daher ist ein Stiel praktisch, und die offene Schale bringt die rosa Farbe und die Schaumschicht gut zur Geltung. Ein kleines Martiniglas geht auch, darin schwappt der Drink jedoch schneller über den Rand.

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