Das Rezept für den Hemingway Special
für deinen Tisch
Eine Coupette zehn Minuten in den Gefrierschrank stellen oder mit Eis und Wasser füllen.
Grapefruit und Limette frisch auspressen und 4 cl Grapefruitsaft sowie 1,5 cl Limettensaft abmessen.
Den Rum, den Grapefruitsaft, den Maraschino und den Limettensaft in einen mit Eis gefüllten Shaker geben.
Zwölf bis fünfzehn Sekunden kräftig shaken, bis sich der Shaker außen eiskalt anfühlt.
Das Eis aus der Coupette entfernen und den Cocktail doppelt abseihen.
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Die Geschichte
Der Hemingway Special stammt aus El Floridita, der Bar in Havanna, die sich selbst la cuna del daiquiri nennt: die Wiege des Daiquiri. Dort begann der katalanische Barkeeper Constantino Ribalaigua Vert 1914 hinter der Bar; 1918 wurde er Eigentümer und machte sich mit seinen Daiquiris einen Namen. Ernest Hemingway, der sich ab den 1930er-Jahren häufig in Havanna aufhielt, war dort Stammgast. Der Überlieferung zufolge bestellte er seinen Daiquiri ohne Zucker und mit doppelt so viel Rum, eine Version, die als Papa Doble bekannt wurde. Später kamen Grapefruitsaft und Maraschino hinzu, um das scharfe Getränk bekömmlicher zu machen. Wer diesen Schritt genau unternahm, ist nicht dokumentiert. Seit 2003 steht am Ende der Bar eine Bronzestatue des Schriftstellers an seinem festen Platz.
Das richtige Glas
Serviere den Hemingway Special in einer gekühlten Coupette mit 24 bis 26 cl. Die IBA verlangt ein großes Cocktailglas, und das hat einen Grund: Mit 13 cl Zutaten und der Verdünnung aus dem Shaker kommst du auf etwa 17 cl - zu viel für ein kleines Nick-&-Nora-Glas. Die breite Schale einer Coupette lässt das frische Grapefruitaroma frei, und der Stiel hält deine warme Hand von einem Getränk ohne Eis fern. Sieh dir unsere Champagner-Coupette-Gläser an.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Hemingway Special benötigst du neben dem Glas einen Boston-Shaker, einen Jigger zum genauen Abmessen, ein Cocktailsieb, ein feines Sieb zum doppelten Abseihen und eine Zitruspresse. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Womit machst du einen Hemingway Special?
Für einen Hemingway Special brauchst du Rum und Likör. Bekannte Flaschen sind Havana Club und Bacardi. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Die Namen Hemingway Daiquiri und Papa Doble werden für diesen Drink oft synonym verwendet; die IBA nennt ihn Hemingway Special. Ist dir die IBA-Version zu trocken, gib 0,5 bis 1 cl Zuckersirup hinzu, dann nähert er sich dem klassischen Daiquiri an. Mit rosa Grapefruit wird er milder und erhält eine zartrosa Farbe. Er lässt sich auch im Blender zubereiten, genau wie der Frozen Daiquiri. Wenn du Maraschino magst, probiere auch den Mary Pickford oder den Aviation.
Serviertipp
Presse die Grapefruit kurz vor dem Shaken aus, zum Beispiel mit einer Presse aus unserer Zitruspressen-Kollektion. Grapefruitsaft aus dem Karton ist süßer und ihm fehlt das bittere Schalenöl, das dieser Drink braucht. Die IBA schreibt keine Garnitur vor; ein Streifen Grapefruitzeste, den du über dem Glas ausdrückst, sorgt jedoch für zusätzlichen Duft, ohne den Geschmack zu verändern.
Gut zu wissen
Unterschied zwischen Hemingway Special und Daiquiri
Eine klassische Daiquiri besteht aus drei Zutaten: Rum, Limettensaft und Zuckersirup, mit einem ausgewogenen Verhältnis von Säure und Süße. Beim Hemingway Special wird der Sirup vollständig weggelassen und durch zwei andere Aromen ergänzt. Grapefruitsaft sorgt für Volumen und eine bittere Frische, Maraschino verleiht eine trockene, nussige Süße, die viel subtiler ist als Zucker. Es kommt weniger Limettensaft hinein als in einen Daiquiri, weil auch die Grapefruit Säure liefert. Dadurch ist der Hemingway Special länger, trockener und komplexer. Wer einen Daiquiri gewohnt ist, findet ihn beim ersten Schluck scharf; der zweite schmeckt meist besser.
Welcher Rum eignet sich am besten
Die IBA nennt nur Rum, aber in der Praxis wählt man einen leichten, weißen Rum nach kubanischer Art. Er ist trocken und klar und lässt Grapefruit und Maraschino zur Geltung kommen. Havana Club 3 Años ist der kubanische weiße Rum, den man hier am einfachsten findet; Bacardi Carta Blanca ist eine gängige Alternative. Ein schwerer, dunkler Rum überdeckt den feinen Geschmack des Maraschino und macht das Getränk schwerfälliger. Ein leicht gereifter Rum funktioniert ebenfalls, wenn du ihn etwas runder haben möchtest. Verwende für diesen Cocktail keinen Spiced Rum, denn Vanille und Gewürze harmonieren nicht mit der Grapefruit.
Was ist Maraschino
Maraschino ist ein klarer Likör, der aus Maraskakirschen gebrannt wird, einer kleinen, sauren Kirsche aus Dalmatien. Er ist kein süßer Kirschsirup: Der Geschmack ist trocken, blumig und leicht nussig, weil auch die Kerne mitverarbeitet werden. Luxardo ist die bekannteste Marke und wird auch in der IBA-Spezifikation ausdrücklich genannt. Eine Flasche hält lange, denn pro Cocktail braucht man nur einen Schuss davon. Du brauchst ihn auch für die Aviation und den Last Word, sodass er nicht hinten im Schrank verschwindet. Ersetze ihn nicht durch Kirschwasser oder Cherry Brandy, denn das ergibt ein völlig anderes Getränk.
Hemingway Special ohne Shaker zubereiten
Keinen Shaker zu Hause? Dann funktioniert ein Marmeladenglas mit mindestens einem halben Liter Fassungsvermögen und einem gut schließenden Deckel. Gib den Rum, den Grapefruitsaft, den Maraschino und den Limettensaft hinein, fülle das Glas zu zwei Dritteln mit Eis und schüttle es fünfzehn Sekunden lang so kräftig wie möglich. Danach durch ein Teesieb in die gekühlte Coupette abseihen, damit keine Eissplitter und Fruchtfleischstücke mit ins Glas gelangen. Rühren ist keine gute Alternative: Zitrussaft braucht die Luft und die schnelle Kühlung des Schüttelns, damit er frisch und leicht wird.
Wie viel Alkohol steckt in einem Hemingway Special
Rechne mit etwa 17 Prozent im Glas. Die 6 cl Rum mit 40 Prozent liefern 2,4 cl reinen Alkohol, die 1,5 cl Maraschino mit 32 Prozent noch einmal fast 0,5 cl. Zusammen sind das etwa 2,9 cl, verteilt auf ein Glas mit nach dem Shaken etwa 17 cl. Das entspricht mehr als zwei Standardgläsern und damit mehr als bei den meisten Cocktails in einer Coupette. Weil die Grapefruit frisch und das Getränk trocken ist, schmeckst du diese Stärke kaum. Trink ihn daher langsam und stell ein Glas Wasser daneben.
Grapefruitsaft: weiß, rosa oder aus dem Karton
Der Saft bestimmt zu einem großen Teil, wie dieses Getränk schmeckt. Weiße Grapefruit ist am bittersten und sauersten und ergibt die herbe, trockene Version, die zum Original gehört. Rosa oder rote Grapefruit ist süßer und milder und verleiht dem Cocktail eine zartrosa Farbe. Beides ist gut, solange du die Früchte frisch auspresst: Rechne mit einer halben Grapefruit pro Glas. Saft aus dem Karton ist pasteurisiert, oft gesüßt und enthält nicht die ätherischen Öle aus der Schale, die beim Auspressen freigesetzt werden. Dadurch wird der Hemingway Special flach und zu süß.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Hemingway Special?
Ein Hemingway Special ist eine Variante des Daiquiri mit weißem Rum, frischem Grapefruitsaft, Maraschino-Likör und Limettensaft, ohne Zuckersirup. Er stammt aus dem El Floridita in Havanna und ist nach Ernest Hemingway benannt, der dort Stammgast war. Das Getränk steht auf der offiziellen IBA-Liste.
Was steckt in einem Hemingway Special?
Laut IBA kommen 6 cl Rum, 4 cl Grapefruitsaft, 1,5 cl Maraschino von Luxardo und 1,5 cl frischer Limettensaft hinein. Du schüttelst alles mit Eis und seihst es in ein großes, gekühltes Cocktailglas ab. Zuckersirup kommt nicht hinein, und die IBA schreibt auch keine Garnitur vor.
Warum enthält ein Hemingway Special keinen Zucker?
Weil Hemingway der Überlieferung nach seinen Daiquiri ohne Zucker und mit doppelt so viel Rum bestellte. Das Getränk war sehr herb, daher kamen später Grapefruitsaft und Maraschino hinzu. Der Maraschino sorgt heute für die Süße, aber deutlich weniger, als es Zuckersirup tun würde.
Welches Glas verwendest du für einen Hemingway Special?
Eine gekühlte Coupette mit 24 bis 26 cl. Die IBA empfiehlt ein großes Cocktailglas, da das Getränk durch die Verdünnung auf etwa 17 cl kommt. Die breite Schale lässt das Grapefruitaroma frei, und der Stiel verhindert, dass deine Hand das Getränk erwärmt.
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