So schenkst du ein
ein Soju in
Stelle die Flasche mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank. Soju wird in Korea kalt ausgeschenkt, irgendwo zwischen 4 und 8 Grad, und bei dieser Temperatur kommt die süße, leicht milde Seite am stärksten zur Geltung. Stelle auch die Gläschen schon kalt, wenn du sie zur Hand hast, dann bleibt die erste Runde länger auf Temperatur.
Öffne die Flasche am Tisch. Viele Menschen drehen zuerst das abgedrehte Ende des Verschlusses weg oder klopfen mit dem Handgelenk ein paar Mal gegen den Flaschenhals. Das ist eine Gewohnheit am Tisch und eine Geschichte, die dazugehört, keine Technik, die das Getränk selbst verändert; die Flasche öffnet sich dadurch nicht anders.
Schenke dir niemals selbst ein. Du füllst das Glas der anderen Person, und jemand anderes füllt deines. Wenn du jemandem einschenkst, der älter ist, hältst du die Flasche mit beiden Händen oder mit einer Hand, während die andere Hand dein Handgelenk oder deinen Unterarm stützt. Fülle das Gläschen bis knapp unter den Rand.
Nimm das Glas mit beiden Händen entgegen, wenn dir jemand Älteres einschenkt, und halte es fest, bis die Person fertig eingeschenkt hat. An vielen Tischen gehört es dazu, den Kopf beim ersten Schluck leicht wegzudrehen. Stelle das Glas danach auf den Tisch; an einem leeren Glas sieht die Runde, dass nachgeschenkt werden kann.
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Die Geschichte
Soju kommt aus Korea und ist ein klares Destillat. Ursprünglich wurde er aus Reis gebrannt, aber moderne Abfüllungen enthalten oft Süßkartoffel, Tapioka oder Gerste oder eine Mischung daraus. Das Getränk wird stark gereinigt und anschließend auf einen Alkoholgehalt zwischen 16 und 25 Prozent verdünnt, wobei viele Flaschen ungefähr in der Mitte dieses Bereichs liegen. Dadurch schmeckt er recht neutral, mit einer süßen Note, die teilweise von zugesetztem Süßstoff stammt. Er steht selten allein auf dem Tisch: Soju gehört zum Essen, zu einer Gruppe und zu einer Art des Einschenkens, die ebenso festgelegt ist wie das Rezept.
Das richtige Glas
Das koreanische Sojuglas ist klein, gerade und dickwandig: etwa 5 cl, sodass du es in einem oder zwei Schlucken leerst und das Glas danach wieder aufgefüllt werden kann. Ein Glas mit dieser Bezeichnung ist in diesem Angebot nicht enthalten. Am nächsten kommt ein gerades Shotglas mit 5 bis 6 cl Fassungsvermögen und einem schweren Boden, wie du sie bei den Shotgläsern findest; wenn du ein etwas schwereres, geschliffenes Gläschen für den Tisch möchtest, schau auch bei den Schnapsgläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für ein Gläschen Soju brauchst du neben dem Glas eigentlich nichts: Die Flasche wird geöffnet und das Gläschen gefüllt. Die Bar-Tools unten kommen erst ins Spiel, wenn du Soju mischst, zum Beispiel in einem Somaek oder einem Cocktail mit Früchten: einen Jigger zum Abmessen und einen Shaker zum Kalt-Schütteln. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 2 Bar-Tools zusammen € 37,85.
Wozu passt das ?
Soju hat noch keine eigene Seite in unserer Getränkeliste. Dies sind die Seiten, die ihm am nächsten kommen: klare Spirituosen, die du wie Soju kalt und in einem kleinen Glas ausschenkst, sowie die süße Seite, der die aromatisierten Flaschen ähneln. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du benötigst.
Varianten & Twists
Neben der gewöhnlichen klaren Flasche stehen aromatisierte Varianten in den Regalen, mit Pfirsich, grünem Apfel, Joghurt oder Grapefruit. Sie enthalten meist weniger Alkohol als gewöhnlicher Soju und schmecken deutlich süßer. Außerdem gibt es Somaek, eine Zusammenziehung von Soju und Maekju, dem koreanischen Wort für Bier: ein Glas Bier mit einem Schuss Soju darin. Das Verhältnis ist Geschmackssache und wird am Tisch bestimmt. Mehr lesen? Entdecke alle Getränke und Marken.
Serviertipp
Soju wird in Korea fast immer zum Essen getrunken. Er passt zu koreanischem Barbecue, zu fermentierten Gerichten wie Kimchi und zu scharfen Eintöpfen, weil das kalte, ziemlich neutrale Getränk Fett und Schärfe entgegenwirkt. Stell die Flasche auf den Tisch, statt jedem einzeln einzuschenken, und schenke jeweils kleine Mengen ein, damit das Glas kalt bleibt.
Gut zu wissen
Woraus Soju hergestellt wird
Traditionell aus Reis. In den meisten heutigen Flaschen stecken Süßkartoffeln, Tapioka oder Gerste, einzeln oder gemischt; auf dem Etikett steht, welcher Rohstoff verwendet wurde. Das Destillat wird stark gereinigt, sodass nur wenig Geschmack des Rohstoffs übrig bleibt, und anschließend mit Wasser auf den Prozentsatz verdünnt, der auf der Flasche angegeben ist. Viele Marken fügen ein Süßungsmittel hinzu, was den weichen, leicht süßen Abgang erklärt.
Wie stark Soju ist
Die gängigen Flaschen liegen zwischen 16 und 25 Prozent. Das ist weniger als bei Wodka, Gin oder Whisky, die normalerweise bei etwa 40 Prozent liegen, und mehr als bei Wein. Aromatisierte Varianten liegen oft am unteren Ende dieses Bereichs. Der Prozentsatz steht immer auf dem Etikett, also schau dort nach: Zwischen Marken und auch zwischen Flaschen derselben Marke gibt es Unterschiede.
Soju ist weder Sake noch Shochu
Sake kommt aus Japan und wird gebraut, nicht destilliert; er liegt meist bei etwa 14 bis 17 Prozent. Shochu kommt ebenfalls aus Japan und wird tatsächlich destilliert, unter anderem aus Gerste, Süßkartoffeln oder Reis. Soju kommt aus Korea. Shochu und Soju ähneln sich in der Herstellung, aber die gängige koreanische Flasche ist stärker gereinigt, häufiger gesüßt und wird anders eingeschenkt.
Bräuche am Tisch
Man schenkt sich nicht selbst ein: Man füllt das Glas einer anderen Person und wartet, bis jemand das eigene füllt. Bei einer älteren Person hält man die Flasche mit beiden Händen oder stützt den einschenkenden Arm mit der anderen Hand und nimmt das Glas ebenfalls mit beiden Händen entgegen. Das Glas bleibt leer auf dem Tisch stehen; das ist das Zeichen, dass nachgeschenkt werden kann.
Aromatisierter Soju
Pfirsich, grüner Apfel, Joghurt und Grapefruit sind die häufigsten Geschmacksrichtungen. Sie sind süßer und enthalten meist weniger Alkohol als die normale Variante. Die Basis bleibt dasselbe Getränk, ergänzt um Aromastoffe und zusätzlichen Süßstoff, und sie werden auf dieselbe Weise serviert: kalt, im selben kleinen Glas.
Somaek, Soju mit Bier
Somaek ist eine Kurzform aus Soju und Maekju, dem koreanischen Wort für Bier. Man schenkt Bier in ein Glas und gibt einen Schuss Soju dazu. Da Soju recht neutral schmeckt, bleibt das Bier erkennbar und verändert sich vor allem das Mundgefühl. Das Mischverhältnis ist nicht festgelegt; am Tisch wird es direkt festgelegt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Soju?
Ein klares destilliertes Getränk aus Korea. Traditionell aus Reis, heute häufig aus Süßkartoffeln, Tapioka oder Gerste. Es ist stark gereinigt und dadurch geschmacklich recht neutral, meist mit einer süßlichen Note, und liegt gewöhnlich zwischen 16 und 25 Prozent. Man schenkt es kalt in ein kleines Glas ein.
Wie viel Prozent Alkohol enthält Soju?
Die gängigen Flaschen liegen zwischen 16 und 25 Prozent, also deutlich niedriger als Wodka oder Whisky und höher als Wein. Aromatisierte Varianten mit Pfirsich, grünem Apfel oder Joghurt liegen meist am unteren Ende dieses Bereichs. Was genau enthalten ist, steht auf dem Etikett.
Wie trinkt man Soju?
Kalt aus dem Kühlschrank, in einem geraden Glas mit etwa 5 cl, zum Essen. Man schenkt sich nicht selbst ein: Man füllt das Glas der anderen Person und jemand anderes füllt das eigene. Bei einer älteren Person schenkt man mit beiden Händen ein und nimmt das Glas mit beiden Händen entgegen. Das leere Glas bleibt auf dem Tisch stehen; so weiß die Runde, dass nachgeschenkt werden kann.
Ist Soju dasselbe wie Sake?
Nein. Sake ist japanisch und wird aus Reis, Wasser, Koji und Hefe gebraut, ungefähr wie Bier, und hat meist etwa 14 bis 17 Prozent. Soju ist koreanisch und wird destilliert. Auch mit Shochu, dem japanischen destillierten Getränk, ist Soju nicht dasselbe: Die Technik ähnelt sich, aber Herkunft, Reinigung und Servierweise unterscheiden sich.
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