Der Gibson ist ein Dry Martini mit einer Silberzwiebel statt einer Olive oder einer Zitronenzeste, und auch hier macht die Garnitur die gesamte Definition aus. Sechs Zentiliter Gin, ein Zentiliter trockener Wermut, auf Eis gerührt und in ein vorgekühltes Glas abgeseiht. Die Zwiebel verleiht ihm eine leicht salzige, fast umamiartige Note, die die Olive nicht hat, und gibt dem Drink dadurch wirklich eine andere Richtung.

Basis: Gin4 ZutatenGlas: gekühltes Martiniglas
Leeres RCR Timeless Martiniglas mit 21 cl, der klassische Kelch in V-Form an einem langen Stiel
GIBSON ✶ GIN ✶ GEKÜHLTES MARTINIGLAS ✶ RÜHREN & AUFSPießen ✶

Das Gibson-Rezept
für deinen Tisch

Wie viele Personen?
Zutaten
1 Person
6 clGin, eiskalt
1 cltrockener Wermut
3 Silberzwiebelnaus der Lake
1 Cocktailspießfür die Zwiebeln
Gibson zubereiten: Schritt für Schritt
1

Stelle das Martiniglas in den Gefrierschrank und kühle auch den Gin. Alles, was du vorher kühlst, muss das Eis im Rührglas nicht mehr übernehmen, sodass der Cocktail weniger verwässert.

2

Gib 6 cl Gin und 1 cl trockenen Wermut in ein Rührglas und fülle es zu zwei Dritteln mit großen Eiswürfeln. Große Würfel geben weniger Schmelzwasser ab als eine Handvoll kleiner.

3

Rühre fünfzehn bis zwanzig Sekunden am Rand entlang, bis das Rührglas außen beschlägt. Rühren hält das Getränk klar und ohne Luftblasen; Schütteln würde es trüb und schaumig machen.

4

Lass die Silberzwiebeln abtropfen, seihe den Cocktail in das eiskalte Glas ab und stecke eine oder drei Zwiebeln auf einen Cocktailspieß dazu. Die Säure aus dem Glas verändert das Getränk stärker, als du denkst, also lass sie draußen.

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Die Geschichte

Der Gibson ist kein anderes Rezept als der Dry Martini, sondern eine andere Garnitur. Gin und trockener Wermut, gerührt und abgeseiht, und dann im letzten Moment eine Silberzwiebel auf einem Spieß statt einer Olive. Diese eine Zwiebel gibt dem Cocktail eine andere Richtung: nicht salziger, sondern würziger, mit einer leichten Säurenote von der Flüssigkeit, in der sie eingelegt ist. Darüber, wer der Namensgeber war, gibt es mehrere Versionen, und keine davon ist gut belegt, daher lassen wir offen, welche die richtige ist. Das Getränk selbst ist glücklicherweise deutlich einfacher als sein Name.

Das richtige Glas

Der Gibson kommt ohne Eis im Glas, daher muss das Glas die Kälte halten. Die klassische V-förmige Martinischale auf langem Stiel schafft das genau richtig: Deine Hand ist weit vom Getränk entfernt, und die weite Öffnung lässt den Spieß mit den Zwiebeln ordentlich auf dem Rand ruhen. Eine Coupette mit einer breiteren, flacheren Schale funktioniert ebenfalls und ist weniger anfällig für Verschütten, aber darin sinkt der Spieß eher ab. Wir stellen sie unten nebeneinander. Weitere breite Modelle findest du bei den Coupettegläsern.

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Das richtige Werkzeug

Für einen Gibson verwendest du neben dem Glas ein Rührglas zum Rühren, einen Barlöffel, der bis zum Boden reicht, und ein Set Cocktailspieße für die Silberzwiebeln. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.

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Womit macht man einen Gibson?

Für einen Gibson brauchst du Gin und trockenen Wermut. Ein London Dry wie Tanqueray ist die klassische Wahl, und mit Wodka statt Gin heißt er Vodka Gibson. Auf jeder Spirituosenseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie sie schmeckt, zu welchen Cocktails sie passt und welches Glas du brauchst.

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Varianten & Twists

Das Mischungsverhältnis ist der erste Stellhebel: Sechs zu eins ist bereits trocken, und mit einem halben Zentiliter Wermut oder nur einem Schuss, den du wieder aus dem Rührglas gießt, wird er noch trockener. Soll er feuchter sein, geh in Richtung fünf zu zwei. Mit Wodka statt Gin heißt er Vodka Gibson, und wer die salzige Seite betonen möchte, steckt eine Zwiebel und eine Olive zusammen auf einen Spieß. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.

Serviertipp

Glas, Gin und Wermut kalt stellen und die Silberzwiebeln auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen, damit keine Säure mit in den Drink gelangt. Eine Zwiebel ist die klassische Garnierung, drei sehen auf einem Spieß schöner aus. Eine geöffnete Flasche trockenen Wermuts im Kühlschrank aufbewahren und mit Wochen statt Monaten rechnen.

Gut zu wissen

Die Zwiebel macht ihn erst zum Gibson

Gin, trockener Wermut, gerührt und abgeseiht: Das ist ein Dry Martini. Mit einer Silberzwiebel darin heißt er Gibson. Die Verhältnisse, das Rühren und das Glas bleiben gleich, also ist die Garnierung der einzige Unterschied und zugleich der entscheidende.

Was die Zwiebel mit dem Drink macht

Eine Silberzwiebel verleiht eine herzhafte, leicht salzige Note sowie einen Hauch Säure aus der Einlegeflüssigkeit und gibt dem Cocktail dadurch eine umamiartige Seite. Eine Olive ist deutlich salziger und fettiger, während eine Zitronenzeste nur frisches Zitrusöl hinzufügt, ohne etwas Herzhaftes beizusteuern. Drei Garnierungen, drei unterschiedliche Drinks.

Trockener oder süßer machen

Das Verhältnis ist kein Gesetz. Sechs zu eins ist trocken, fünf zu zwei merklich runder und würziger, und mit nur einem Schuss Wermut im Rührglas kommst du in den extrem trockenen Bereich. Beginne bei sechs zu eins und verschiebe das Verhältnis jeweils um einen halben Zentiliter, dann schmeckst du, was es bewirkt.

Alles kalt, nicht nur das Glas

Ins Glas kommt kein Eis, die Kälte muss also woanders herkommen. Das Glas ins Gefrierfach, den Gin in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach, den Wermut in den Kühlschrank. Je kälter du beginnst, desto kürzer musst du rühren und desto weniger Schmelzwasser gelangt in den Cocktail.

Auch mit Wodka: der Vodka Gibson

Ersetze den Gin durch Wodka, und du hast einen Vodka Gibson. Der Cocktail wird neutraler und milder, weil die Botanicals des Gins wegfallen; übrig bleiben die Kälte, der Wermut und die Zwiebel. Gleiche Technik, gleiches Glas, gleiche Garnitur.

Über den Namen ist wenig sicher

Es gibt mehrere Geschichten darüber, wer dem Gibson seinen Namen gab, und keine davon ist gut belegt. Deshalb entscheiden wir uns für keine davon. Fest steht nur der Cocktail selbst: ein Dry Martini mit einer Silberzwiebel.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Gibson und einem Dry Martini?

Nur die Garnitur. Ein Dry Martini bekommt eine Olive oder eine Zitronenzeste, ein Gibson eine Silberzwiebel. Gin, trockener Wermut, Rühren und Abseihen sind in beiden Fällen gleich.

Wie viele Silberzwiebeln kommen in einen Gibson?

Eine oder drei, auf einem Cocktailspieß. Eine ist die klassische Servierweise, drei wirken üppiger. Lass sie zuerst abtropfen, sonst gelangt Säure aus dem Glas in den Cocktail.

Wie ist das Mischverhältnis eines Gibson?

Sechs Zentiliter Gin auf einen Zentiliter trockenen Wermut sind ein guter, trockener Ausgangspunkt. Mehr Wermut macht ihn runder und würziger, weniger macht ihn trockener. Das ist Geschmackssache, nicht richtig oder falsch.

Kann man einen Gibson mit Wodka zubereiten?

Ja, dann heißt er Vodka Gibson. Er wird neutraler, weil die Botanicals des Gins wegfallen. Die Technik, das Glas und die Silberzwiebel bleiben gleich.

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