Das Knickerbocker-Glory-Rezept
für deinen Tisch
Bereite das Gelee nach Packungsanweisung zu und gieße es in das hohe Glas, bis es etwa zu einem Drittel gefüllt ist. Stelle das Glas mindestens vier Stunden kalt, bis die Schicht vollständig fest geworden ist. Lass das Gelee im Glas fest werden, statt es später in Würfel zu schneiden: Geschnittenes Gelee sinkt zwischen dem Eis nach unten, sodass man die unterste Schicht nicht mehr sieht.
Schneide das Obst klein, tupfe es trocken und verteile es als Schicht auf dem kalten Gelee. Stelle das Glas anschließend wieder in den Kühlschrank, bis das Eis hineinkommt. Das Gelee muss kalt sein und sich fest anfühlen, wenn du mit einem Löffel darauf drückst; auf einer halbweichen Schicht sinkt das Eis direkt hindurch.
Verteile die drei Kugeln Eis auf dem Obst, eine nach der anderen und dicht an der Glaswand, sodass man sie von außen weiterhin als drei einzelne Kugeln sieht. Arbeite schnell und halte das Eis fest: In einem hohen Glas dauert das Anrichten länger als in einer Coupeschale, und weiches Eis sackt unterwegs zusammen.
Löffle oder spritze die locker aufgeschlagene Sahne darauf, bis über den Rand, und stecke zum Schluss die Waffel hinein. Die Waffel kommt zuletzt hinein, weil sie in der trockenen Sahne ein paar Minuten knusprig bleibt und zwischen den feuchten Schichten innerhalb einer Minute weich wird. Stelle einen langen Löffel dazu und bringe das Glas sofort an den Tisch.
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Die Geschichte
Der Name verweist der gängigen Erklärung zufolge auf die Knickerbocker, die alte Bezeichnung für New Yorker niederländischer Herkunft; dieses Wort stand lange für einen amerikanisch-niederländischen Stil und tauchte später bei diesem Eisdessert auf. Wie und wo das Gericht genau entstanden ist, darüber gehen die Geschichten auseinander. Wer also ein Jahr oder ein Lokal nennt, erzählt eine Anekdote. Fest steht jedoch, wohin es gehört: Auf britischen Speisekarten steht die Knickerbocker Glory schon seit Generationen unter den Desserts, und auch heute wird sie dort noch immer im selben absurd hohen Glas serviert, mit einem Löffel, dessen Stiel fast so lang ist wie das Glas.
Das richtige Glas
Bei einer Knickerbocker Glory ist das Glas das Gericht. Alles, was man davon sieht, bevor man beginnt, sind die Schichten hinter der Glaswand: das farbige Gelee am Boden, das Obst, drei Kugeln Eis und die Schlagsahne, die oben herausragt. Das erfordert klares Glas, Höhe und einen Kelch, der nicht zu weit ist, denn in einer breiten Schale verlaufen die Schichten ineinander und man sieht nur die oberste. Ein Fuß hilft gleich doppelt: Man fasst das Glas am Stiel an, sodass die Handwärme nicht an das Eis gelangt, und die Schichten befinden sich auf Augenhöhe. Das klassische Knickerbocker-Glas, ein gerader konischer Kelch mit fast einem halben Liter Fassungsvermögen, ist nicht in unserem Sortiment; diese beiden kommen ihm am nächsten. Das erste ist laut Spezifikation 21 cm hoch, hat einen Durchmesser von 7,5 cm und ein Fassungsvermögen von 44 cl, und der taillierte Kelch hält die Schichten ordentlich übereinander. Das zweite ist mit 53 cl etwas größer und laut Beschreibung an Fuß und Rand besonders bruchfest - genau an den Stellen, an denen ein langer Löffel anstößt. Weitere Formen für Eis und Desserts findest du bei den Eisbechern.
Royal Leerdam Hurricane-Cocktailglas auf Fuß 44 cl (6 Stück)
Schott Zwiesel Bar Special Hurricane-Glas 53 cl (4 Stück)
Beide Sets zusammen € 84,90.
Das richtige Werkzeug
Für einen Knickerbocker Glory verwendest du neben dem Glas einen langen Barlöffel, der bis zum Boden des Glases reicht, und einen Glasstrohhalm für die Schicht, die unten übrig bleibt. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
Gläserset (unsere Wahl 01) + 2 Bar-Tools zusammen € 74,85.
Was schenkst du dazu ein?
Ein Knickerbocker Glory ist von Natur aus alkoholfrei und ziemlich süß, daher darf die Begleitung trocken und frisch sein. Prickler eignen sich dafür am besten: Ein Glas Prosecco, ein Cava oder ein Crémant schneidet durch die Schlagsahne, und wer die Süße fortsetzen möchte, wählt Moscato. Auf jeder Getränkeseite liest du den Alkoholgehalt, wie das Getränk schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Jede Schicht lässt sich austauschen: Pfirsich mit Himbeere, Mango mit Passionsfrucht oder einfach nur Erdbeere, wenn du es unkompliziert halten möchtest. Eine Schicht zerbröseltes Baiser zwischen Früchten und Eis sorgt für Knusprigkeit, die der Feuchtigkeit der anderen Schichten standhält, und wer lieber keine Götterspeise verwendet, baut denselben Turm mit dickem Fruchtkompott. Ohne Götterspeise ist es allerdings kein Knickerbocker Glory mehr, sondern ein gewöhnlicher Eisbecher, und damit bist du nahe an einer Dame blanche. Noch mehr Inspiration? Stöbere durch mehr als 100 Cocktailrezepte.
Serviertipp
Baue den Turm erst auf, wenn alle am Tisch sitzen, denn die Schlagsahne fällt schneller in sich zusammen, als man denkt, und die Kugeln beginnen vom Gelee aus zu schmelzen. Stelle einen Löffel mit langem Stiel und einen Strohhalm dazu; mit einem Dessertlöffel kommst du in einem mehr als zwanzig Zentimeter hohen Glas nicht einmal bis zur Mitte. Stelle das Glas auf eine Untertasse, dann fängt sie auf, was über den Rand läuft.
Gut zu wissen
Warum das Gelee im Glas fest werden muss
Weil geschnittenes Gelee absinkt. Würfel, die du neben oder zwischen das Eis legst, rutschen beim ersten Löffelzug an den Kugeln hinunter, sodass unten ein Häufchen entsteht, das vom Rest getrennt ist. Lässt du das Gelee im Glas fest werden, erhältst du eine ebene, stabile Bodenschicht, die das Eis trägt und von außen weiterhin als eigene Schicht sichtbar bleibt. Gieße es daher als Erstes in das leere Glas und stelle das Glas aufrecht in den Kühlschrank.
Wie kalt und fest das Gelee sein muss
Vollständig fest und kalt aus dem Kühlschrank, nicht lauwarm und nicht halb fest. Rechne bei einer Schicht von ein paar Zentimetern mit mindestens vier Stunden und mit einer Nacht, wenn du das Glas voller machst. Drücke mit der gewölbten Seite eines Löffels darauf: Die Schicht sollte zurückfedern, ohne eine Delle zu bekommen. Setzt du dein Eis auf noch nicht festes Gelee, sinken die Kugeln darin ein und das Ganze fällt innerhalb weniger Minuten in sich zusammen.
Der Aufbau von unten nach oben
Die Reihenfolge lautet Gelee, Obst, Eis, Schlagsahne, Waffel, und das ist nicht ohne Grund so festgelegt. Das Schwerste und Flüssigste kommt nach unten, wo nichts absinken kann. Das Obst liegt auf dem Gelee und hält das Eis von der feuchten Schicht fern. Die Kugeln kommen darüber, eng an der Glaswand, damit man sie durch das Glas zählen kann. Die Schlagsahne bildet den Abschluss, und die Waffel kommt ganz zum Schluss hinein, denn in der Schlagsahne bleibt sie knusprig, während sie zwischen den Schichten innerhalb einer Minute weich wird.
Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Eisbombe und einem Sundae
Eine gewöhnliche Eisbombe besteht aus Eis mit Schlagsahne und etwas darüber, serviert in einer breiten Schale. Was eine Knickerbocker Glory besonders macht, ist das Gelee am Boden: Ohne diese Schicht ist es keine Knickerbocker Glory. Bei einem Sundae dreht sich dagegen alles um die Sauce, die warm oder kalt über das Eis gegossen wird; serviert wird es meist in einem niedrigeren Glas oder einer Schale. Kurz gesagt: Die Knickerbocker hat das Gelee, das Sundae die Sauce, und die Höhe gehört zur Ersteren.
Woher der Name kommt
Die gängige Erklärung verweist auf die Knickerbockers, die alte Bezeichnung für New Yorker niederländischer Abstammung. Über das Dessert selbst gehen die Geschichten auseinander: Es gibt verschiedene Darstellungen dazu, wo und wann es erstmals so serviert wurde, und keine davon lässt sich eindeutig belegen. Was man jedoch sagen kann: In Großbritannien steht es bereits seit Generationen als Dessert auf der Speisekarte.
Der lange Löffel ist keine Dekoration
Bei einem Glas von über zwanzig Zentimetern kommst du mit einem Dessertlöffel nicht bis zum Gelee. Dann bleiben dir die oberen beiden Schichten und die unterste bleibt unberührt - genau die Schicht, für die du das Glas so hoch gemacht hast. Ein Barlöffel oder Eislöffel mit einer Länge von dreißig Zentimetern reicht bis zum Boden und passt durch die schmale Taille. Ein Strohhalm fängt auf, was unten schmilzt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Knickerbocker Glory?
Ein britischer Eisbecher in einem hohen Stielglas, aus mehreren Schichten aufgebaut: unten Gelee, darauf Obst, dann drei Kugeln Eis und obenauf Schlagsahne mit einer Waffel. Bei diesem Dessert geht es um die Höhe und die Schichten, die man durch das Glas sieht, nicht um einen einzelnen Geschmack. Er wird mit einem langen Löffel serviert, denn sonst kommt man nicht bis zur untersten Schicht.
Was ist der Unterschied zwischen einem Knickerbocker Glory und einem Sundae?
Das Gelee und die Sauce. Ein Knickerbocker Glory hat unten eine Schicht fest gewordenes Gelee, darunter Obst und Eis, und wird in einem hohen Glas serviert. Bei einem Sundae dreht sich alles um die Sauce, die über das Eis gegossen wird, und er wird meist in einem niedrigeren Glas oder einer Schale serviert. Lässt du das Gelee weg, bleibt ein gewöhnlicher Eisbecher übrig.
Muss das Gelee wirklich zuerst fest werden?
Ja, und zwar direkt im Glas. Eine Schicht, die noch nicht vollständig fest geworden ist, trägt das Eis nicht und fällt zusammen, sobald die Kugeln daraufkommen. Auch in Würfel geschnittene Gelee funktioniert nicht: Sie sinkt zwischen dem Eis nach unten und verschwindet aus dem Blickfeld. Gieße das Gelee also in das leere Glas und stelle es mindestens vier Stunden in den Kühlschrank.
In welchem Glas serviert man einen Knickerbocker Glory?
In einem hohen, durchsichtigen Stielglas, damit alle Schichten von der Seite sichtbar bleiben und deine Hand nicht um das Eis liegt. Das klassische Modell ist ein gerades, konisches Kelchglas mit fast einem halben Liter Fassungsvermögen. Wenn du keins hast, wähle das höchste Stielglas, das du hast: Ein Hurricane-Glas mit etwas mehr als vierzig Zentilitern kommt dem am nächsten, dazu ein langer Löffel.
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