Das Missionary's Downfall-Rezept
laut IBA-Spezifikation
Frische Ananas in etwa 2 cm große Stücke schneiden und zehn Minzblätter vom Stiel zupfen.
Den Rum, den Peach Brandy, Limettensaft, Honigsirup, Minze und Ananas mit etwa 12 cl Crushed Ice in den Mixer geben.
15 bis 20 Sekunden auf höchster Stufe mixen, bis Minze und Ananas vollständig zerkleinert sind und keine Stückchen mehr zu sehen sind.
Die Eismasse in ein gekühltes Hurricane-Glas gießen.
Mit einem Zweig Minze und einer Ananasscheibe garnieren und mit einem Strohhalm servieren.
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Die Geschichte
Der Missionary's Downfall wird Donn Beach zugeschrieben, der nach der Prohibition in Hollywood seine Bar Don the Beachcomber eröffnete und als Begründer der Tiki-Bar gilt. In den vierziger Jahren stand das Getränk auf der Karte seiner Restaurants. Der Tiki-Historiker Jeff 'Beachbum' Berry schreibt in seinem Buch Beachbum Berry Remixed, dass es möglicherweise bereits 1937 ausgeschenkt wurde. Woher der Name genau stammt, ist nicht überliefert. Auffällig ist die Technik. Donn ließ viele Getränke nur wenige Sekunden lang mixen, doch dieses wird lange genug gemixt, um Minze und Ananas vollständig zu zerkleinern. Durch Berrys Bücher kehrte es auf die Karte zurück, und heute steht es auf der offiziellen IBA-Liste.
Das richtige Glas
Die IBA schreibt ein Coppa Grande vor: ein großes, bauchiges Glas auf Fuß. Ein Hurricaneglas mit etwa 44 cl kommt dem am nächsten. Das Getränk fasst mit Eis etwa 25 cl, sodass Platz für den Minzzweig und einen Strohhalm bleibt. Entscheide dich hier bewusst für Glas und nicht für einen Tiki-Becher, denn die leuchtend grüne Farbe frischer Minze ist das Aushängeschild dieses Cocktails. Der Fuß hält deine Hand vom kalten Kelch fern. Sieh dir unsere Hurricanegläser an.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Missionary's Downfall verwendest du neben dem Glas einen Jigger zum präzisen Abmessen, eine Zitruspresse und Glasstrohhalme. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Womit macht man einen Missionary's Downfall?
Für einen Missionary's Downfall brauchst du Rum und Likör. Bekannte Flaschen sind Havana Club und Bacardi. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie es schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
In Beachbum Berry Remixed gibt es eine Version mit deutlich mehr Minze, mehr Ananas und mehr Eis; sie ist heller und noch frischer. Wenn du keinen Peach Brandy hast, verwende einen Pfirsichlikör und etwas weniger Honigsirup. Für eine cremige, tropische Variante kannst du dir die Piña Colada ansehen, und wer Rum und Limette lieber ohne Mixer mixt, beginnt mit der Daiquiri. Ein Tiki-Verwandter mit Honig und Gewürzen ist der Three Dots and a Dash.
Serviertipp
Verwende nur die Minzblätter, denn die Stiele machen das Getränk bitter und faserig. Lege die Ananasstücke vorher eine Stunde ins Gefrierfach, dann brauchst du weniger Eis und der Geschmack bleibt intensiver. Trink ihn sofort: Nach zehn Minuten trennt sich die Flüssigkeit von der Eismasse.
Gut zu wissen
Rezept für den Missionary's Downfall: die Zutaten im Überblick
Die IBA-Version besteht aus 3 cl weißem Rum, 1,5 cl Peach Brandy, 1,5 cl frischem Limettensaft, 3 cl Honigsirup, zehn Minzblättern und drei bis vier Stücken frischer Ananas. Das kommt mit einer halben Tasse Crushed Ice, etwa 12 cl, in den Mixer. Der Rum ist bewusst mild, damit Minze und Ananas den Geschmack bestimmen. Der Peach Brandy sorgt für eine weiche, fruchtige Basis, und der Honigsirup rundet alles ab, ohne klebrig zu wirken. Der Limettensaft hält den Drink frisch. Verwende frische Ananas, denn Ananas aus der Dose ist süßer und hat weniger frische Säure.
Was ist Peach Brandy und was verwendet man stattdessen
Peach Brandy kann zweierlei bedeuten: ein trockener Pfirsichbrand oder ein gesüßter Brandy mit Pfirsichgeschmack, der eher einem Likör ähnelt. Für diesen Cocktail eignet sich die zweite Variante am besten, weshalb viele Barkeeper einen guten Pfirsichlikör verwenden. In den Niederlanden ist echter Peach Brandy schwer zu finden. Wähle einen Pfirsichlikör mit etwas Körper; ein dünner Pfirsichschnaps macht den Drink hauptsächlich süß. Nimm in diesem Fall 1 cl und probiere, bevor du mehr hinzugibst. Der Pfirsich sollte im Hintergrund bleiben, denn die Minze spielt die Hauptrolle.
Missionary's Downfall ohne Mixer zubereiten
Das geht, aber es wird ein anderes Getränk. Zerdrücke die Minze und die Ananas im Shaker kräftig mit einem Stößel, gib Rum, Peach Brandy, Limettensaft und Honigsirup hinzu und shake 12 Sekunden lang mit viel Eis. Doppelt in ein mit Crushed Ice gefülltes Glas abseihen, damit keine Minzstücke in den Strohhalm gelangen. So erhältst du ein klares, frisches Getränk statt der glatten grünen Eismasse des Originals. Lecker, aber bei diesem Cocktail macht der Mixer wirklich den Unterschied. Wer häufiger Frozen-Drinks zubereitet, etwa die Frozen Daiquiri, profitiert davon auf jeden Fall.
Alkoholfreier Missionary's Downfall
Lass den Rum und den Peach Brandy weg und ersetze sie durch 4 cl Ananassaft und 1 cl Pfirsich- oder Aprikosensirup. Mixe alles mit Limettensaft, Honigsirup, zehn Minzblättern, den Ananasstücken und Crushed Ice, genau wie beim Original. Da Alkohol die Süße dämpft, wird die alkoholfreie Version schnell zu süß: Beginne mit 2 cl Honigsirup und probiere. Ein Schuss kaltes Mineralwasser nach dem Mixen macht den Drink leichter. Es bleibt ein leuchtend grünes, frisches Getränk für warme Tage. Weitere Ideen ohne Alkohol findest du bei unseren Mocktails.
Missionary's Downfall für eine Gruppe zubereiten
Mit einem 1,5-Liter-Mixer lassen sich drei Portionen auf einmal gut zubereiten. Gib dafür 9 cl weißen Rum, 4,5 cl Peach Brandy, 4,5 cl Limettensaft, 9 cl Honigsirup, dreißig Minzblätter, zehn Ananasstücke und etwa 36 cl Crushed Ice in den Behälter. Mixe 20 Sekunden lang und verteile die Mischung sofort auf drei Gläser. Bereite lieber mehrere kleine Runden als eine große zu, denn bei einem vollen Mixer wird die untere Schicht nicht fein genug zerkleinert. Zupfe die Minze und schneide die Ananas vorher, dann steht jede Runde innerhalb einer Minute auf dem Tisch.
Unterschied zum Mojito
Beide kombinieren weißen Rum, Limette und Minze, doch damit endet der Vergleich. Der Mojito ist ein Longdrink: Minze und Zucker werden im Glas zerdrückt, anschließend mit Eis und Sodawasser aufgefüllt, und die Minze bleibt in Blättern erhalten. Beim Missionary's Downfall wird die Minze zusammen mit Ananas im Mixer verarbeitet und so selbst Bestandteil des Getränks. Honig und Peach Brandy machen ihn runder und fruchtiger, und ohne Sodawasser ist er kompakter. Der South Side ist ein Verwandter mit Gin und derselben Grundlage aus Minze und Limette.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Missionary's Downfall?
Ein Frozen-Tiki-Cocktail von Donn Beach aus den vierziger Jahren mit weißem Rum, Peach Brandy, Limette, Honig, frischer Minze und Ananas. Alles wird zusammen mit Crushed Ice im Mixer zu einer hellgrünen, glatten Eismasse verarbeitet. Er schmeckt durch die Minze frisch, fruchtig und würzig.
Was ist in einem Missionary's Downfall enthalten?
Laut IBA 3 cl weißer Rum, 1,5 cl Peach Brandy, 1,5 cl frischer Limettensaft, 3 cl Honigsirup, zehn Minzblätter und drei bis vier Ananasstücke. Alles mit einer halben Tasse Crushed Ice mixen und in einem großen Glas auf Fuß servieren, garniert mit Minze und Ananas.
Welchen Rum verwendet man für einen Missionary's Downfall?
Einen leichten weißen Rum, etwa Havana Club 3 Años oder Bacardi Carta Blanca. Er hält sich dezent zurück, sodass Minze und Ananas den Geschmack tragen. Ein gereifter oder dunkler Rum macht die Farbe bräunlich und drängt die frische Minze in den Hintergrund, daher hebst du ihn besser für andere Tiki-Cocktails auf.
Welches Glas verwendet man für einen Missionary's Downfall?
Die IBA bezeichnet ein Coppa Grande als ein großes Glas auf Fuß. Ein Hurricaneglas mit etwa 44 cl ist die logische Wahl, da es Platz für die Eismasse bietet und die grüne Farbe gut zur Geltung bringt. Wähle lieber ein Glas statt eines Tiki-Bechers, denn gerade die Farbe gehört dazu.
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