So schenkst du
einen Shiraz ein
Bringe die Flasche auf 16 bis 18 Grad. Australischer Shiraz hat oft viel Alkohol und reife Frucht, und bei Zimmertemperatur wirkt er dadurch süßlich und schwer. Eine halbe Stunde im Kühlschrank nimmt das, während du eine Flasche aus einem kalten Keller erst kurz temperieren lässt.
Schneide die Kapsel rundherum unterhalb der Verdickung am Flaschenhals ab und wische den Flaschenrand sauber. Setze die Spirale des Korkenziehers mittig auf den Korken, drehe sie gerade nach unten bis kurz vor das Ende und ziehe den Korken mit einer ruhigen Bewegung heraus.
Ein junger, kräftiger Shiraz profitiert von Luft: Eine halbe Stunde in der Karaffe macht die Tannine runder und bringt die pfeffrigen Noten hervor. Eine reife, weiche Flasche aus Australien braucht das oft nicht. Wenn du unsicher bist, schenke zunächst ein Glas ein und probiere, ob der Wein noch verschlossen wirkt.
Schenke bis etwa zu einem Drittel des Kelchs ein und nicht weiter. Über dem Wein bleibt dann Platz zum Schwenken, und genau dieses Schwenken setzt Pfeffer, Brombeere und Süßholz frei. Schenke lieber öfter eine kleine Menge nach, als das Glas auf einmal ganz zu füllen.
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Die Geschichte
Shiraz und Syrah sind dieselbe Rebsorte unter zwei Namen. Dass die Rebsorte aus der persischen Stadt Shiraz stammen soll, ist eine romantische Geschichte, die durch DNA-Untersuchungen nicht gestützt wird; diese weisen auf die Rhône-Region im Südosten Frankreichs als Ursprung hin. Der Name auf dem Etikett ist daher kein Hinweis auf die Herkunft, sondern auf den Stil. Steht dort Shiraz, erwartest du meist die australische Ausprägung: reif, voll und geschmeidig. Steht dort Syrah, handelt es sich häufiger um die französische Interpretation derselben Rebsorte, mit weniger Süße und mehr Pfeffer und Würze.
Das richtige Glas
Shiraz braucht einen großzügigen Kelch, meist 55 bis 72 Zentiliter. Die reife Frucht und der hohe Alkohol brauchen Luft, sonst riechst du vor allem den Alkohol und kaum Brombeere und Pfeffer. Der sich verjüngende Rand bündelt den Duft wieder zu deiner Nase. Ein kleines Glas lässt einen kräftigen Shiraz schwer und verschlossen wirken. Vergleiche die Größen bei den Rotweingläsern oder schau bei den großen Weingläsern.
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Das richtige Werkzeug
Für einen Shiraz brauchst du neben dem Glas vor allem einen Korkenzieher und bei einer jungen Flasche eine Dekantierkaraffe. Die Bar-Tools unten kommen erst zum Einsatz, wenn du den Wein zu einer Sangria verarbeitest: ein Barlöffel zum Umrühren und ein Zester für die Schale einer Orange. Das sind die Bar-Tools, die wir selbst verwenden; alles findest du in unseren Bar-Tools & Cocktailsets.
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Was schenkst du dazu?
Shiraz steht selten allein auf dem Tisch. Das sind die Weine, die ihn während derselben Mahlzeit begleiten, von einem Glas Crémant zum Auftakt bis zu einem feineren Burgunder zum Hauptgang. Auf jeder Getränkeseite erfährst du den Alkoholgehalt, wie er schmeckt, welche Cocktails dazu passen und welches Glas du brauchst.
Variationen & Twists
Der Unterschied liegt in der Region. Im Barossa Valley in Australien ist Shiraz voll und reif, mit Brombeere, Süßholz und einem süßlichen Eindruck sowie manchmal einer frischen Note, die an Eukalyptus erinnert. In der nördlichen Rhône, mit Namen wie Hermitage und Côte-Rôtie, ist dieselbe Traube straffer und pfeffriger, mit einer würzigen, beinahe fleischigen Seite. Dazwischen gibt es vieles: Kühlere Teile Australiens bringen ebenfalls straffere Weine hervor, während warme französische Jahrgänge gerade rundere Weine ergeben. Mehr lesen? Sieh dir alle Getränke und Marken an.
Serviertipp
Bei 16 bis 18 Grad einschenken. Shiraz ist ein Wein für Feuer und Rauch: eine gegrillte Lammkeule, Spareribs, Würstchen vom Grill oder ein würziger Eintopf. Die pfeffrige Seite passt gut zu Fleisch, das selbst kräftig gewürzt ist, und die feste Struktur hält einer dunklen Sauce stand. Zu leichtem Fisch oder einem frischen Salat ist dieser Wein zu schwer.
Gut zu wissen
Shiraz oder Syrah – worin liegt der Unterschied
Die Traube ist dieselbe. Der Unterschied liegt in einem Namen, der einen Stil bezeichnet. Shiraz steht meist auf Flaschen nach australischer Art: reif, voll, weich und mit einem süßlichen Eindruck. Syrah weist häufiger auf die französische Lesart hin: straffer, pfeffriger und würziger. Das ist kein Gesetz, und es gibt australische Weine, die gerade deshalb Syrah auf dem Etikett tragen, um den strafferen Stil anzudeuten.
Die Geschichte über die Stadt Schiras
Man liest oft, dass die Traube ihren Namen der persischen Stadt Schiras im heutigen Iran verdanken soll. Es ist eine schöne Geschichte, aber DNA-Untersuchungen stützen sie nicht: Sie weisen auf die Rhône-Region im Südosten Frankreichs als Ursprung der Traube hin. Betrachte es also als Anekdote und nicht als Tatsache.
Woher der Pfeffer kommt
Diese Note von frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer ist eines der deutlichsten Merkmale der Rebsorte, und man schmeckt sie in Weinen aus kühleren Regionen und kühleren Jahrgängen stärker. In warmen Regionen verschiebt sich das Bild zu reifen dunklen Früchten und Lakritz, und der Pfeffer tritt in den Hintergrund. Dasselbe Glas kann also je nach Herkunft der Trauben ganz anders schmecken.
Die Eukalyptusnote in australischem Shiraz
In manchen australischen Shirazweinen findet sich eine frische, mentholartige Note, die oft mit Eukalyptus verglichen wird. Eine gängige Erklärung ist das Vorkommen von Eukalyptusbäumen rund um die Weinberge. Sicher ist das nicht bei jeder Flasche, und es ist kein Qualitätsmerkmal; es ist eine Eigenschaft, die man wahrnimmt oder nicht.
Wie viel Alkohol er enthält und wie lange er gelagert werden kann
Shiraz enthält grob zwischen 13 und 15 Prozent Alkohol, wobei warme Regionen am oberen Ende liegen; der genaue Prozentsatz steht auf dem Etikett. Eine einfache Flasche trinkt man am besten innerhalb von ein bis fünf Jahren, ein Shiraz aus einer besseren Herkunft kann deutlich länger lagern. Eine geöffnete Flasche bleibt mit einem Stopfen gekühlt noch zwei bis drei Tage genießbar.
Häufig gestellte Fragen
Ist Shiraz dasselbe wie Syrah?
Es ist dieselbe Rebsorte mit zwei Namen. Der Name sagt vor allem etwas über den Stil aus: Shiraz steht meist für den vollmundigen, reifen und geschmeidigen australischen Stil, Syrah eher für die straffere, pfeffrigere und würzigere französische Ausprägung. Welcher Name auf dem Etikett steht, ist also ein Hinweis und keine feste Regel.
Bei welcher Temperatur schenkt man Shiraz ein?
Zwischen 16 und 18 Grad. Wird er wärmer serviert, tritt der Alkohol in den Vordergrund, was bei einem vollmundigen australischen Shiraz schnell passiert. Steht die Flasche in einem 21 Grad warmen Raum, stelle sie eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Kühler als vierzehn Grad muss es nicht sein, denn dann verschließt sich der Wein.
Welches Glas verwendet man für Shiraz?
Ein großzügiger Kelch mit etwa 55 bis 72 Zentilitern. Der Raum gibt der reifen Frucht und dem hohen Alkohol Luft, sodass du die Brombeere und den Pfeffer riechst, statt nur den Alkohol. Schenke bis zu einem Drittel ein und fasse das Glas am Stiel an, nicht am Kelch.
Was isst man zu Shiraz?
Gegrilltes und geräuchertes Fleisch. Eine Lammkeule aus dem Ofen, Spareribs, eine Wurst vom Grill oder ein Kräutereintopf passen gut dazu. Die pfeffrige Seite hält kräftig gewürztem Fleisch und einer dunklen Sauce stand. Leichter Fisch und frische Salate sind für diesen Wein zu leicht.
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