Whisky aus Japan · schottische Methode · meist 43 bis 51,4 %

Japanischer Whisky

Ein Japaner erlernte das Handwerk in Schottland und nahm es mit nach Hause. Hundert Jahre später ist japanischer Whisky weltweit begehrt und entsprechend knapp. Was er ist, welche Sorten es gibt, wie man ihn trinkt und welches Glas dazu passt.

Whisky aus Japan43 bis 51,4 % AlkoholBlends & Single MaltsFrucht, Honig & japanische Eiche
NIX18 - Unter 18, kein Alkohol
Flasche Hibiki Harmony Japanischer Whisky 70 cl
43–51,4%bei den Flaschen auf dieser Seite
Marken

Die bekanntesten Marken japanischen Whiskys

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Zwei Häuser, die das Bild prägen: die Brennerei des Gründers und der Blend, der japanischen Whisky weltweit bekannt machte.

Flasche Nikka From The Barrel 50 cl

Nikka

43 bis 51,4 % · seit 1934

Das Haus von Masataka Taketsuru, mit Yoichi an der Küste von Hokkaido und Miyagikyo zwischen den Bergen bei Sendai. Vom kräftigen From The Barrel bis zum fruchtigen Coffey Grain.

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Flasche Hibiki Harmony Japanischer Whisky 70 cl

Hibiki

43 % · Suntory

Der Blend von Suntory in der Flasche mit 24 Facetten, hergestellt aus Dutzenden Malt- und Grainwhiskys und teilweise in Mizunara-Eiche gereift. Honig, Orangenschale und japanische Eiche.

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Auf unserer Whiskyseite stehen alle Stile nebeneinander, vom schottischen Malt bis zum amerikanischen Bourbon.

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Alle Marken und Geschmacksrichtungen

Jeder japanische Whisky im Überblick, nach Marke

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2 Marken und 5 Geschmacksrichtungen, jeweils mit einer eigenen Seite über Geschmack, Cocktails und das passende Glas.

Flasche Nikka From The Barrel 50 cl

Nikka

51,4 % · das Original
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Flasche Nikka Coffey Grain Whisky 70 cl

Nikka Coffey Grain

45 % · Single Grain
Ansehen →
Flasche Nikka Coffey Malt Whisky 70 cl

Nikka Coffey Malt

45 % · 100 % gemälzte Gerste
Ansehen →
Flasche Hibiki Harmony Japanischer Whisky 70 cl

Hibiki

43 % · das Original
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Was ist japanischer Whisky?

Die schottische Methode in japanischer Hand

Japanischer Whisky ist keine eigene Erfindung, sondern eine Übernahme. Masataka Taketsuru reiste 1918 nach Schottland, erlernte dort in Brennereien das Handwerk und kehrte mit einem Notizbuch voller Aufzeichnungen zurück; 1923 wirkte er am Bau von Yamazaki, Japans erster Whiskybrennerei, mit und gründete 1934 sein eigenes Unternehmen Nikka. Die Methode ist seither schottisch geblieben: gemälzte Gerste, zweimaliges Brennen in Kupferkesseln und Reifung in Eichenfässern. Der Unterschied liegt in der Umsetzung, nicht im Rezept.

Der größte Unterschied zu Schottland ist organisatorischer Natur. Schottische Häuser tauschen Whisky untereinander für ihre Blends; japanische Häuser tun das kaum, also muss jedes Haus alle Geschmacksrichtungen selbst herstellen. Das erklärt, warum ein Unternehmen Destillerien mit gegensätzlichen Charakteren besitzt, mit unterschiedlichen Brennblasenformen, Hefestämmen und Fässern. Hinzu kommt eine eigene Signatur: die Coffey Still, die Nikka noch für seinen Grain Whisky verwendet, und Mizunara, die japanische Eiche, die eine Note von Sandelholz und Weihrauch verleiht.

Kurz zusammengefasst

ArtWhisky aus gemälzter Gerste und Getreide
AlkoholMindestens 40 %, meist 43 bis 51,4 %
HerkunftJapan, erste Destillerie 1923
HerstellungsverfahrenSchottische Methode: in Kupfer destillieren, in Eichenfässern reifen, blenden
BesonderheitMizunara-Eiche und die Coffey Still
GlasTulpenförmiges Verkostungsglas für puren Genuss, Longdrinkglas für den Highball
Welche Arten japanischen Whiskys gibt es?

Vier Kategorien, vom Blend bis zum Single Malt

In Japan ist der Blend die Norm und der Single Malt die Ausnahme. Der Unterschied liegt im Getreide, in der Anzahl der Destillerien und in der Form der Brennblase.

Flasche Hibiki Harmony Japanischer Whisky 70 cl

Blended Whisky

meist 40 bis 43 %

Eine Mischung aus Malt- und Grain-Whisky, oft aus Dutzenden verschiedener Fässer desselben Hauses. Sanft und ausgewogen; das Blenden ist in Japan die eigentliche Handwerkskunst.

Am besten für: pur, als Highball, als Geschenk
Beispiel: Hibiki Harmony →
Flasche Nikka Yoichi Single Malt 70 cl

Single Malt

meist 43 bis 45 %

Hundert Prozent gemälzte Gerste aus einer einzigen Destillerie, in kupfernen Pot Stills destilliert. Ausdrucksstärker als ein Blend und je Hersteller am klarsten erkennbar.

Am besten für: pur, mit einem Tropfen Wasser
Beispiel: Nikka Yoichi →
Flasche Nikka Coffey Grain Whisky 70 cl

Grain Whisky

meist 45 %

In einer Kolonnenbrennblase statt in einer Pot Still destilliert. Nikka verwendet dafür noch eine Coffey Still aus dem 19. Jahrhundert, die einen süßen, cremigen und fruchtigen Whisky hervorbringt.

Am besten für: Highball, Einsteiger
Beispiel: Nikka Coffey Grain →
Flasche Nikka Taketsuru Pure Malt 70 cl

Pure Malt

meist 43 %

Nur Malt Whisky, aber aus mehr als einer Destillerie, also kein Single Malt. In Japan heißt er Pure Malt; anderswo steht Blended Malt auf dem Etikett.

Am besten für: pur, zum ersten Kennenlernen
Beispiel: Nikka Taketsuru →
Und weiter?

Flaschen mit Altersangabe sind knapp geworden: Die Nachfrage wuchs schneller, als die Fässer reifen konnten, und die Hersteller strichen Abfüllungen mit einer Zahl auf dem Etikett.

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Wie schmeckt japanischer Whisky?

Obst, Honig und eine subtile Holznote

Nase

Obst & Honig

Reifes und tropisches Obst, Blütenhonig und Vanille, oft mit einer leichten Note von Sandelholz aus Mizunara-Fässern. Selten schwer; japanischer Whisky wirkt eher fein als opulent.

Gaumen

Sanft und präzise

Rund und samtig, mit Honig, Kakao und Trockenfrüchten. Ein Single Malt aus einer Küstendestillerie setzt dem leichten Rauch und eine salzige Note entgegen.

Abgang

Lang und klar

Ein langer, aber sauberer Abgang mit Eiche, einer leichten Bitternote und manchmal Weihrauch. Präzision ist hier wichtiger als Kraft.

Süß 3/5
Fruchtig 4/5
Rauchig 1/5
Kraft 3/5

Durchschnittliches Geschmacksprofil eines japanischen Blends. Ein Single Malt aus Yoichi punktet stärker bei Rauchigkeit und Kraft; Nikka From The Barrel liegt mit 51,4 % bei Kraft auf Stufe 5, ein Coffey Grain dagegen höher bei Süße und Fruchtigkeit.

So trinkt man ihn

Drei Arten, japanischen Whisky zu trinken

In Japan wird Whisky vor allem zum Essen getrunken, und das merkt man an den Servierarten: verdünnt, eiskalt und leicht. Pur geht natürlich auch.

Als japanischer Highball

40 ml Whisky in ein mit Eis gefülltes Longdrinkglas geben und mit 120 ml eiskaltem Sodawasser auffüllen. Einmal von unten nach oben rühren, damit die Bläschen erhalten bleiben, und mit einem Streifen Zitronenschale garnieren. Die üblichste Art, Whisky in Japan zu trinken.

Highball-Rezept →

Pur mit einem Tropfen Wasser

4 cl in einem tulpenförmigen Tastingglas und dazu ein paar Tropfen Wasser. Bei einer Flasche mit über 50 % macht das den größten Unterschied: Der Alkohol wird sanfter und Frucht und Honig kommen zum Vorschein. Zuerst riechen, dann trinken.

Glas: Tastingglas →

Als Mizuwari

Ein Teil Whisky auf zwei bis drei Teile kaltes Wasser, über reichlich Eis in einem Tumbler, anschließend langsam umrühren. So verdünnt bleibt der Geschmack überraschend gut erhalten und der Whisky lässt sich angenehm zu einer Mahlzeit trinken.

Glas: Tumbler →
Aus dem Onlineshop

Das richtige Glas für japanischen Whisky

Ein tulpenförmiges Glas bündelt die Aromen beim puren Verkosten, ein hohes Glas ist für den Highball unverzichtbar und ein Tumbler erfüllt seinen Zweck beim Mizuwari. Das sind die Gläser, die wir selbst empfehlen.

100 % bruchsicher geliefert
Lehmann Islay Tastingglas
Für den puren Genuss · tulpenförmige Form

Lehmann Islay Tastingglas

6er-Set · 12 cl · tulpenförmige Form, die die Aromen bündelt
€ 32,95Ansehen
Schott Zwiesel Banquet Longdrinkglas
Für den Highball

Schott Zwiesel Banquet Longdrinkglas

6er-Set · 54 cl · beschwerter Boden, ideal zum Muddeln
€ 40,50Ansehen
Schott Zwiesel Show Whiskyglas
Für Mizuwari · dünnes Kristallglas

Schott Zwiesel Show Whiskyglas

6er-Set · 33,4 cl · dünnes Kristallglas, stabiler Fuß
€ 44,99Ansehen
Royal Leerdam Sniffer-Verkostungsglas
Zum Nosing

Royal Leerdam Sniffer-Verkostungsglas

6er-Set · 18 cl · Nosing-Glas zum puren Verkosten
€ 24,95Ansehen
Häufig gestellte Fragen

Alles, was du noch über japanischen Whisky wissen wolltest

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Was genau ist japanischer Whisky?
Whisky, der in Japan nach schottischer Art hergestellt wird: gemälzte Gerste oder Getreide, Destillation in Kupferbrennblasen und Reifung in Eichenfässern. Seit 2021 legt der japanische Branchenverband eigene Standards für die Bezeichnung fest: Gärung, Destillation und Reifung müssen in Japan erfolgen, mit mindestens drei Jahren im Holz und mindestens 40 % Alkoholgehalt in der Flasche.
Was ist der Unterschied zwischen einem japanischen Blend und einem Single Malt?
Ein Single Malt stammt aus einer einzigen Brennerei und wird zu hundert Prozent aus gemälzter Gerste hergestellt. Ein Blend kombiniert Malt- und Grain-Whisky, oft aus Dutzenden Fässern, zu einem ausgewogenen Ganzen. In Japan ist der Blend der Standard, und Blenden gilt als die eigentliche Handwerkskunst; Hibiki ist dafür das Beispiel, Nikka Yoichi dagegen für einen Single Malt.
Was ist eine Coffey Still?
Eine kontinuierliche Kolonnenbrennblase, die im 19. Jahrhundert vom Iren Aeneas Coffey erfunden wurde. Die meisten Brennereien sind auf modernere Kolonnen umgestiegen, aber Nikka verwendet noch zwei davon. Sie erzeugt einen weicheren, cremigeren und fruchtigeren Whisky als eine moderne Brennblase.
Was ist Mizunara-Eiche?
Japanische Eiche. Das Holz ist selten, porös und schwierig zu verarbeiten, wodurch die Fässer teuer sind und leicht auslaufen. Dem steht ein ganz eigenes Aroma gegenüber: Sandelholz, Weihrauch und Kokos. Ein Teil des Whiskys in einem japanischen Blend reift in Mizunara-Fässern, was ihm die typisch japanische Note verleiht.
Warum ist japanischer Whisky so teuer und so knapp?
Japanischer Whisky wurde in kurzer Zeit weltweit beliebt, während Whisky nun einmal jahrelang im Fass lagern muss. Die Vorräte an gereiftem Whisky gingen zur Neige, die Hersteller strichen Altersangaben vom Etikett, und die vorhandenen Flaschen sind dadurch begehrt. Blends ohne Altersangabe sind der zugänglichste Einstieg.
Wie trinkt man japanischen Whisky am besten?
Pur aus einem tulpenförmigen Verkostungsglas, wenn du den Aromen folgen möchtest, oder andernfalls als Highball mit eiskaltem Sodawasser oder als Mizuwari mit kaltem Wasser und viel Eis. Auch ein teurer Blend kommt in Japan ohne Weiteres in den Highball; das ist dort keine Sünde, sondern einfach üblich.